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Archiv: Bundesnetzagentur


Übersicht über öffentliche Ladeeinrichtungen für Elektroautos stößt auf Kritik des eigenen Beiratsvorsitzenden

Die Bundesnetzagentur hat am 18.04.2017 eine interaktive Übersichtskarte von öffentlichen Ladepunkten für Elektromobile in Deutschland veröffentlicht. Damit hätten Interessierte einen Überblick über die aktuelle Verteilung der Ladesäulen, sagte Agenturpräsident Jochen Homann und zeigte sich „zuversichtlich, dass der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur zügig voranschreiten wird.“ Denn immer mehr regionale Anbieter richteten öffentliche Ladepunkte ein. Niedersachsens Wirtschaftsminister und Netzagentur-Beiratsvorsitzender Olaf Lies (SPD) dagegen kritisierte die Karte heftig – diese spiegele „nicht im Ansatz“ die Realität wider.


Forderung von Konzernmutter Innogy

Die Muttergesellschaft Innogy des Verteilnetzbetreibers Westnetz beharrt auf der Einschätzung, dass Kleinst-Photovoltaik-Anlagen gegen gültige Sicherheitsvorschriften Sandra-Enkhardt-Foto-©-apel-hoyer.de_privat verstoßen und daher nicht angeschlossen werden. Greenpeace Energy gibt sich gelassen und hält an seiner Lesart der Ergebnisse aus dem Verfahren vor der Bundesnetzagentur fest – schreibt Sandra Enkhardt auf pv magazine.


Deutschlands größter Netzbetreiber erleichtert Nutzung von Mini-Solarmodulen

Im Streit um die Nutzung kleiner Solarmodule für Balkone und Terrassen gibt Deutschlands größter Verteilnetzbetreiber Westnetz auf Druck von Greenpeace Energy seinen Widerstand auf. Wie die Presseabteilung der Energie-Genossenschaft am 17.03.2017 mitteilt, ermögliche Westnetz ab sofort den Anschluss der Module auf unbürokratische Weise: In ihrem Versorgungsgebiet genüge es für Nutzer jetzt, Namen und Adresse, Leistung und Fabrikat der Module zu melden, dann könnten diese dort bis zu einer Leistungsgrenze von 300 Watt de facto ohne sonstige Auflagen in die Steckdose gesteckt werden.


Staatsregierung beschließt Verordnung über Gebote für Freiflächenanlagen

Bayerisches StaatswappenDie Bayerische Staatsregierung hat in ihrer Kabinettssitzung am 07.03.2017 die Verordnung über Gebote für Photovoltaik-Freiflächenanlagen beschlossen. Damit sei die Voraussetzung dafür geschaffen, dass sich Photovoltaik-Projekte auf Acker- und Grünlandflächen in landwirtschaftlich benachteiligten Gebieten wieder an Ausschreibungen der Bundesnetzagentur beteiligen könnten, heißt es in der Pressemitteilung-Nr. 42/17 vom 09.03.2017.


Ge­mein­sa­mer Mo­ni­to­ring­be­richt 2016: Bundesnetzagentur und Bun­des­kar­tell­amt

Bundesnetzagentur logoDie Bundesnetzagentur und das Bundeskartellamt haben am 16.12.2016 ihren gemeinsamen Monitoringbericht über die Entwicklungen auf den deutschen Elektrizitäts- und Gasmärkten im Jahr 2015 veröffentlicht.


Engpassbewirtschaftung an der deutsch-österreichischen Grenze geplant

Strommasten in Deutschland - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyDie Bundesregierung will nicht mehr länger dabei zusehen, wie österreichische Stromversorger mit der Energiewende in Deutschland lukrative Geschäfte machen.
Rainer Baake, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium
, kündigte in Berlin Beschränkungen im Stromhandel mit dem Nachbarland an. Der Regierungsvertreter betonte zwar, davon sei nur ein kleiner Teil des Handels betroffen. Dennoch dürften die Maßnahmen Österreich an einer empfindlichen Stelle treffen.


Erst 19 von 122 bezuschlagten Freiflächenprojekten realisiert

pv magazine logoViel wird über die Realisierungsquoten bei den Photovoltaik-Freiflächenanlagen aus den Ausschreibungen diskutiert: Sie sind gering – wie gering genau, wollte pv magazine nun von der Bundesnetzagentur wissen – Sandra Enkhardt fragte detailliert nach. Für insgesamt lediglich 19 Zuschläge, die sich auf 17 Photovoltaik-Freiflächenanlagen verteilen, sind bis jetzt Förderberechtigungen abgerufen worden. Erst gut 100 von 650 Megawatt aus den ersten vier Runden sind damit realisiert und am Netz.

Zehn Jahre nach Einführung der Regulierung für Stromnetze mangelt es an verlässlichen Daten und an der konsequenten Umsetzung bestehender Gesetze. Für die Energiewende ist das von Nachteil, bemängelt Agora Energiewende.

Thüringer Strombrücke Anfang 2016 fertig

Die Bundesnetzagentur teilt anlässlich der Vorstellung ihres Jahresberichts 2014 mit: „Moderne Infrastrukturen sind die Lebensadern unserer Industriegesellschaft. Sie sind Grundvoraussetzung für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes und für das Wohlergehen der Menschen. Der Bericht gibt einen umfangreichen Überblick über die Entwicklung der durch die Bundesnetzagentur regulierten Märkte. Infrastrukturinvestitionen attraktiv machen, nachhaltigen Wettbewerb fördern und konsequenten Verbraucherschutz gewährleisten – das bleibt das Zieldreieck der Arbeit der Bundesnetzagentur.“ Solarify dokumentiert das Kapitel Energie.

So lautet zwar die Überschrift einer Pressemitteilung aus der Bonner Behörde Nun ist aber bereits der Begriff „notwendig“ keineswegs nur bei einem südostdeutschen Ministerpräsidenten völlig unbefragt. Im Kern zeige sich, beharrt die Netzagentur jedoch auf der Unverzichtbarkeit, dass besonders „die bereits im Bundesbedarfsplangesetz ausgewiesenen großen Nord-Süd-Verbindungen weiterhin als energiewirtschaftlich notwendig und vordringlich einzustufen sind. Der Bedarf wird durch die Prüfungsergebnisse der Bundesnetzagentur zum wiederholten Mal klar belegt“.

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