SOLARIFY

Archiv: Bundesnetzagentur


Überhöhte Gebühren gefährden Vertrauen in Energiewende

Der Ökostrom-Anbieter LichtBlick kritisiert, dass Verbraucher auch weiterhin die hohen Renditen der Stromnetzbetreiber finanzieren müssen. Denn der Vorstoß der Bundesnetzagentur, die Garantiezinsen für Stromnetzbetreiber zu kürzen, wurde am 22.03.2018 vom Oberlandesgericht Düsseldorf kassiert. Das Urteil war auch vor dem Hintergrund der geplanten Bündelung der Netzgeschäfte von E.on und RWE mit Spannung erwartet worden. E.on würde damit künftig rund ein Drittel des deutschen Stromverteilnetzes kontrollieren. Die Garantierenditen sind Teil der Netzentgelte, mit durchschnittlich 287 Euro im Jahr der teuerste Posten auf der Stromrechnung eines Familienhaushaltes.


Widerspruch

Eine „Folge der Energiewende“ nannte FAZ-Online am 27.12.2017 die Tatsache, dass Bayern im vergangenen Jahr 5,4 Milliarden Euro aus der Förderung nach dem EEG nach Bayern gingen, Niedersachsen aber viel weniger bekam – und das, obwohl es mehr Ökostrom produzierte. Wie kann das sein? Dedr Grund: Solarstrom generiert mehr EEG-Förderung.


Realisierungsrate der ersten Photovoltaik-Ausschreibungsrunde von April 2015

Die Bundesnetzagentur hat am 15.05.2017 bekannt gegeben, dass 96 Prozent der in der ersten Ausschreibung für Photovoltaik-Freiflächen bezuschlagten Projekte realisiert worden sind. Jochen Homann - Foto © Gerhard Hofmann Agentur Zukunft für Solarify„Die hohe Realisierungsrate zeigt, dass die Ausschreibungen funktionieren. Dieser erfreuliche Ausgang stimmt uns auch im Hinblick auf die Realisierung der 145 Projekte aus den fünf folgenden Runden optimistisch“, erläuterte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.


Übersicht über öffentliche Ladeeinrichtungen für Elektroautos stößt auf Kritik des eigenen Beiratsvorsitzenden

Die Bundesnetzagentur hat am 18.04.2017 eine interaktive Übersichtskarte von öffentlichen Ladepunkten für Elektromobile in Deutschland veröffentlicht. Damit hätten Interessierte einen Überblick über die aktuelle Verteilung der Ladesäulen, sagte Agenturpräsident Jochen Homann und zeigte sich „zuversichtlich, dass der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur zügig voranschreiten wird.“ Denn immer mehr regionale Anbieter richteten öffentliche Ladepunkte ein. Niedersachsens Wirtschaftsminister und Netzagentur-Beiratsvorsitzender Olaf Lies (SPD) dagegen kritisierte die Karte heftig – diese spiegele „nicht im Ansatz“ die Realität wider.


Forderung von Konzernmutter Innogy

Die Muttergesellschaft Innogy des Verteilnetzbetreibers Westnetz beharrt auf der Einschätzung, dass Kleinst-Photovoltaik-Anlagen gegen gültige Sicherheitsvorschriften Sandra-Enkhardt-Foto-©-apel-hoyer.de_privat verstoßen und daher nicht angeschlossen werden. Greenpeace Energy gibt sich gelassen und hält an seiner Lesart der Ergebnisse aus dem Verfahren vor der Bundesnetzagentur fest – schreibt Sandra Enkhardt auf pv magazine.


Deutschlands größter Netzbetreiber erleichtert Nutzung von Mini-Solarmodulen

Im Streit um die Nutzung kleiner Solarmodule für Balkone und Terrassen gibt Deutschlands größter Verteilnetzbetreiber Westnetz auf Druck von Greenpeace Energy seinen Widerstand auf. Wie die Presseabteilung der Energie-Genossenschaft am 17.03.2017 mitteilt, ermögliche Westnetz ab sofort den Anschluss der Module auf unbürokratische Weise: In ihrem Versorgungsgebiet genüge es für Nutzer jetzt, Namen und Adresse, Leistung und Fabrikat der Module zu melden, dann könnten diese dort bis zu einer Leistungsgrenze von 300 Watt de facto ohne sonstige Auflagen in die Steckdose gesteckt werden.


Staatsregierung beschließt Verordnung über Gebote für Freiflächenanlagen

Bayerisches StaatswappenDie Bayerische Staatsregierung hat in ihrer Kabinettssitzung am 07.03.2017 die Verordnung über Gebote für Photovoltaik-Freiflächenanlagen beschlossen. Damit sei die Voraussetzung dafür geschaffen, dass sich Photovoltaik-Projekte auf Acker- und Grünlandflächen in landwirtschaftlich benachteiligten Gebieten wieder an Ausschreibungen der Bundesnetzagentur beteiligen könnten, heißt es in der Pressemitteilung-Nr. 42/17 vom 09.03.2017.


Ge­mein­sa­mer Mo­ni­to­ring­be­richt 2016: Bundesnetzagentur und Bun­des­kar­tell­amt

Bundesnetzagentur logoDie Bundesnetzagentur und das Bundeskartellamt haben am 16.12.2016 ihren gemeinsamen Monitoringbericht über die Entwicklungen auf den deutschen Elektrizitäts- und Gasmärkten im Jahr 2015 veröffentlicht.


Engpassbewirtschaftung an der deutsch-österreichischen Grenze geplant

Strommasten in Deutschland - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyDie Bundesregierung will nicht mehr länger dabei zusehen, wie österreichische Stromversorger mit der Energiewende in Deutschland lukrative Geschäfte machen.
Rainer Baake, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium
, kündigte in Berlin Beschränkungen im Stromhandel mit dem Nachbarland an. Der Regierungsvertreter betonte zwar, davon sei nur ein kleiner Teil des Handels betroffen. Dennoch dürften die Maßnahmen Österreich an einer empfindlichen Stelle treffen.


Erst 19 von 122 bezuschlagten Freiflächenprojekten realisiert

pv magazine logoViel wird über die Realisierungsquoten bei den Photovoltaik-Freiflächenanlagen aus den Ausschreibungen diskutiert: Sie sind gering – wie gering genau, wollte pv magazine nun von der Bundesnetzagentur wissen – Sandra Enkhardt fragte detailliert nach. Für insgesamt lediglich 19 Zuschläge, die sich auf 17 Photovoltaik-Freiflächenanlagen verteilen, sind bis jetzt Förderberechtigungen abgerufen worden. Erst gut 100 von 650 Megawatt aus den ersten vier Runden sind damit realisiert und am Netz.

nächste Seite »