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Archiv: Redispatch


Agora Energiewende mit Optimierungsstudie

Die Transportkapazitäten der Stromübertagungsnetze netzlassen sich mit einer Reihe von vergleichsweise einfachen Maßen innerhalb von zwei bis vier Jahren erheblich vergrößern. Durch ein entsprechendes flächendeckendes Sofortprogramm würde die Funktion des Strommarktes deutlich verbessert, weil Netzeingriffe wie der Redispatch von Kraftwerken und die Abregelungen von Windkraftanlagen auch bei steigenden Anteilen Erneuerbarer Energien seltener nötig wären.


Was die hohen Kosten 2017 wirklich verursacht hat

Tennet bezifferte jüngst die Kosten für die Netzstabilisierung im vergangenen Jahr allein im eigenen Netzgebiet auf eine Milliarde Euro (solarify.eu/netz-stabilisierung-kostet-fast-eine-milliarde) und sieht den Grund dafür vor allem bei dem wachsenden Anteil der Erneuerbaren. Wer sich aber die Ursachen für die Eingriffe der Netzbetreiber genauer anschaut, kommt zu einem ganz anderen Schluss, wie Energy-Brainpool-Experte Fabian Huneke (Foto) am 0gegenüber von pv magazine aufzeigte. Solarify hatte bereits Zweifel an der Tennet-Version angemeldet.


Übereilter Ausstieg bedeutet Abkehr von grünem Strom – Kosten im Milliardenbereich“

Der Technologieverband VDE mahnte laut einer Medienmitteilung die Politik zur Besonnenheit. „Bei den Gesprächen der Parteien für eine neue Bundesregierung muss beim Thema Kohleausstieg mit Sachverstand vorangegangen werden“, forderte Ansgar Hinz, CEO des VDE. Auch wenn von der Energiebilanz her eine Abkehr von Kohlenstoffemissionen bis 2020 möglich sei, so hinken der dafür notwendige Netzausbau und die Kommunikationsinfrastruktur, vor allem im Verteilnetz, deutlich hinter dem Plan her.


Agora Energiewende: Smart Markets sollen Stromnachfrage auf regionaler Ebene regeln und dadurch Netzengpässe beheben

Agora EnergiewendeAgora Energiewende Logo hat in einer Studie untersuchen lassen, mit welchen regionalen Maßnahmen sich Netzengpässe bewirtschaften lassen, damit es seltener zu Drosselungen und Redispatch kommt und somit möglichst viel Strom aus Erneuerbaren-Energien-Anlagen in weniger gut angeschlossenen Netzgebieten erzeugt werden kann. Die Studie wurde am 21.03.2016 einem Fachpublikum in Berlin vorgestellt.


Geschäftsbilanz 2016: Energiewende und Versorgungssicherheit schließen einander nicht aus – Netzausbau hilfreich

Die für den Norden und Osten Deutschlands verantwortliche Übertragungsnetzbetreiberin 50Hertz Transmission GmbH hat am 13.03.2017 ihre Geschäfts- und Tätigkeitsbilanz für 2016 vorgelegt. Trotz hohen Anteils von Photovoltaik und Windkraft habe 50Hertz die Redispatchkosten für notwendige Ausgleichsmaßnahmen zur Stabilisierung des Netzes im vergangenen Jahr halbiert. Das zeige, dass der Ausbau des Übertragungsnetzes unabdingbar sei, um die Energiewende möglichst effizient zu gestalten, so 50Hertz-Chef Boris Schucht.


Bundesnetzagentur: Einsätze verdreifacht

Strommast in Wiesbaden - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftNach dem „3. Quartalsbericht 2015 der Bundesnetzagentur zu Netz- und Systemsicherheitsmaßnahmen“ haben sich die Redispatcheinsätze im Vergleich zu 2014 mehr als verdreifacht. Die von Netzbetreibern bei der Behörde gemeldeten Entschädigungsansprüche werden auf 478 Millionen Euro geschätzt – fast 295 mehr als 2014.