Innogy schickt sich in Zerschlagung


Widerstand aufgegeben

Die Innogy SE wollte wohl nicht schon kurz nach ihrer Geburt schon wieder ableben und leistete hinhaltenden Widerstand gegen die eigene Zerschlagung – den hat sie am 18.07.2018 aufgegeben. Die beteiligten Unternehmen RWE und E.on wollen die bevorstehenden Veränderungen gemeinsam planen. “innogy einigt sich mit E.ON und RWE auf faire Integrationsprozesse und unterstützt die geplante Transaktion” lautete eine Medienmitteilung der drei Firmen, die nicht alles erklärt. weiterlesen…

Unfähig zu Reformen


E.ON/RWE-Managements haben Markt-Veränderungen zu spät erkannt

Unter der Überschrift “Trying to make sense of the RWE/EON utility deal…” (Versuch, im RWE-E.ON-Deal einen Sinn zu finden…) hat sich der Energieexperte Gerard Wynn in seinem Blog Energy & Carbon Gedanken über den Super-Tauschhandel der beiden deutschen Energieriesen. Die enden nicht sehr schmeichelhaft… (Solarify dokumentiert). weiterlesen…

Deal der Elefanten


eo.n kauft (und zerschlägt?) innogy

Offenbar sei der erzwungene Abgang von Innogy-Vorstandschef Peter Terium Ende 2017 “nur das Vorbeben zur Nachricht vom Wochenende” gewesen, schreibt der Tagesspiegel-Background: E.on und RWE wollen jetzt nichts Geringeres als die deutsche Stromwirtschaft neu planen – wenn die deutschen und EU-Kartellbehörden zustimmen. Die höchstgerichtlich verordnete Rückzahlung der Brennelementesteuer hat ein wenig Liquidität in die Kassen, der eigentlich hoch verschuldeten Energieriesen gespült – die gibt vor allem RWE sofort aus. Weil sie sich in ihrer gegenwärtigen Verfasstheit im europäischen Maßstab nicht stark genug finden, wollen sie sich spezialisieren – “E.on auf das stabile Netzgeschäft, RWE auf das riskantere und wettbewerbsintensivere Business mit den Erneuerbaren. Was aus der Innogy wird, ist offen” (T-Background). weiterlesen…

E.ON mit ambivalentem Minus-Zwischenergebnis


Entsprechend widersprüchliche Einordnungen

E.ON erzielte im ersten Quartal 2017 einen Umsatz in Höhe von 10,5 Milliarden Euro, ein bereinigtes EBIT von gut einer Milliarde Euro (rund 34 Prozent unter dem Vorjahreswert) und einen bereinigten Konzernüberschuss von rund 0,5 Milliarden Euro und nennt das in einer Medienmitteilung vom 10.05.2017 ” im Rahmen der Erwartungen”. Finanzvorstand Marc Spieker versicherte, man sei “im Zielkorridor unserer Prognose für das gesamte Geschäftsjahr”; die Kapitalstruktur sei “deutlich verbessert”, denn man habe die Nettoverschuldung um 1,6 Milliarden Euro reduziert. Allerdings musste E.ON einräumen: “Im ersten Quartal 2017 ging der Umsatz um etwa sieben Prozent auf rund 10,5 Milliarden Euro zurück.” weiterlesen…

E.ON mit 16 Mrd. Verlust – Entlassungen


Hauptgrund: Energiewende verschlafen

“E.ON schließt strategische Neuausrichtung bilanziell ab”, lautete die Überschrift über der Pressemitteilung des Energieversorgers E.ON zur Bilanzpressekonferenz 2016 am 15.03.2017 in Essen -“Befreiung von Lasten der Vergangenheit führt zu Konzernfehlbetrag in Höhe von rund 16 Milliarden Euro, schafft aber Grundlage für künftiges Wachstum” einer der Untertitel. Ganz unten schließlich wurde die Ankündigung “maßvoller Stellenabbau” versteckt: 1.300 Beschäftigte werden ihre Jobs und damit über kurz oder lang ihren Lebensunterhalt verlieren. weiterlesen…

E.on und RWE wieder mit roten Zahlen


Starke Verluste der EVU – Managerfehler

e.on logo“E.on-Aktie im Sturzflug” titelte das Portal boerse-online am 10.08.2016 – einen Tag später schrieb das Handelsblatt: “E.on gehört heute mit einer Steigerung von einem Prozent zu den Gewinnern des Tages”. Doch das täuschte: Unter dem Strich fuhr E.on im ersten Halbjahr 2016 mit drei Milliarden Euro Minus einen satten Verlust ein. RWE logo auf RWE-Zentrale - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyNicht ganz so drastisch, aber ähnlich RWE am 11.08.2016: Das Betriebsergebnis der Rhein-Stromer fiel zwischen Januar und Juni von 2,03 auf 1,88 Milliarden Euro, das Nettoergebnis stürzte um knapp 74 Prozent auf 457 Millionen Euro ab. weiterlesen…

E.ON rudert zurück


AKW werden nicht abgespalten

“E.ON kommt bei Umsetzung der Strategie gut voran: Verbleib der deutschen Kernenergie bei E.ON ermöglicht Abspaltung nach Zeitplan”, so treuherzig beschreibt eine Pressemitteilung die Kehrtwendung in Sachen AKW-Abspaltung, die der Aufsichtsrat des Stromriesen am 09.09.2015 einstimmig beschlossen hat. Er tat das keinweswegs freiwiliig sondern auf Druck der Bundesregierung. weiterlesen…