RWE hat marktbeherrschende Stellung

3. Marktmachtbericht zur Stromerzeugung 2021 des Bundeskartellamtes – Reaktionen

Deutschlands größter Stromerzeuger RWE hat 2021 infolge des Abschaltens erster Kohlekraftwerke sowie einer vergleichsweise niedrigen Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien seine Vormachtstellung am Energiemarkt weiter gefestigt, stellte am 17.02.2022 das Bundeskartellamt in seinem dritten Marktmachtbericht fest. Allein 2020 produzierte der Essener Energiekonzern ein Viertel des deutschen Stroms. Laut Kartellamt überschreitet RWE damit als einziges EVU derzeit „die vom Bundeskartellamt verwendete Vermutungsschwelle für eine marktbeherrschende Stellung“ klar. Die Behörde hat zudem ermittelt, wer den Regelenergiemarkt dominiert. RWE jedenfalls hat seine Ergebnisprognose für 2022 deutlich erhöht. weiterlesen…

IT-Risiken klug begegnen

BSI warnt vor Hackerangriffen auf deutsche Energieversorger


Anti-Atom-Endlager-Berichts-Demo vor der BPK – Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für Solarify Andreas Braun und Anja Bröker vom WDR berichteten am 13.06.2018 über eine weltweite „großangelegte Angriffskampagne vor allem gegen Unternehmen des deutschen Energiesektors“. Demnach versuchen unbekannte Hacker, in die Computernetzwerke deutscher EVU einzudringen. Unklar ist noch, ob sensible Bereiche der Stromversorgung betroffen sind. Es gebe derzeit keine Hinweise darauf, dass sie in Produktions- oder Steuerungsnetzwerke eingedrungen seien. Laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) seien die Hacker schon in Büronetzwerke von Energie-Unternehmen eingedrungen. Christoph Mayer von offis setzt sich mit der Problematik auseinander. weiterlesen…

E.on und RWE wieder mit roten Zahlen

Starke Verluste der EVU – Managerfehler

„E.ON-Aktie im Sturzflug“ titelte das Portal boerse-online am 10.08.2016 – einen Tag später schrieb das Handelsblatt: „E.ON gehört heute mit einer Steigerung von einem Prozent zu den Gewinnern des Tages“. Doch das täuschte: Unter dem Strich fuhr E.ON im ersten Halbjahr 2016 mit drei Milliarden Euro Minus einen satten Verlust ein. Nicht ganz so drastisch, aber ähnlich RWE am 11.08.2016: Das Betriebsergebnis der Rhein-Stromer fiel zwischen Januar und Juni von 2,03 auf 1,88 Milliarden Euro, das Nettoergebnis stürzte um knapp 74 Prozent auf 457 Millionen Euro ab. weiterlesen…

EVU und Netzbetreiber bald überflüssig?

Brooklyn-Bewohner speisen selbst produzierten Solarstrom in unabhängiges Netz ein und sparen Kosten und Energie

Im Projekt „Brooklyn Microgrid“ versorgen die Bewohner einiger Stadtteile von New York seit kurzem einander mit Solarstrom. Während auf einer Straßenseite oder dem Nachbarhaus auf den Dächern mit PV-Modulen Energie erzeugt wird, nutzen die Nachbarn von gegenüber den Ökostrom mit, ohne zwischengeschaltete Stromanbieter oder Netzbetreiber. Darauf hat eben Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im BMUB, jetzt per Twitter hingewiesen, und darüber berichtet Anica Beuerbach im greenpeace magazin. weiterlesen…

RWE folgt E.ON-Beispiel

Energieriese spaltet sich

„Schwerer Fall von Ideenklau“, schrieb Gabor Steingart im Handelsblatt-Morgenbriefing vom 02.12.2015. Eine „Verzweiflungstat“ nannte es Marlies Uken in der Zeit und fuhr fort: „Retten, was noch zu retten ist: RWE braucht Milliarden, um sein Überleben zu sichern. Jetzt werden die Gewinnbringer ins Schaufenster gestellt, um Investoren zu locken“. Vorher war die Gerüchteküche fast blitzartig hochgekocht. weiterlesen…