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Archiv: Energiewirtschaft


Energiewirtschaft mindert um 0,9 Prozent – Industrieemissionen nahezu unverändert

Im Jahr 2016 emittierten die rund 1.900 stationären Anlagen im Emissionshandel 453 Millionen Tonnen Kohlendioxidäquivalente und damit 0,6 Prozent weniger als 2015. Damit konnten laut Pressemitteilung des Umweltbundesamtes vom 11.04.2017 die gesunkenen Emissionen im Emissionshandel den in der Nahzeitprognose des UBA ermittelten Anstieg der deutschen Verkehrsemissionen um 3,8 Prozent gegenüber 2015 nicht ausgleichen.


World Energy Issues Monitor 2017: Digitalisierung spaltet Energiewirtschaft weltweit – noch

Weltweit bestimmen immer stärker Technologietrends wie fortschreitende Digitalisierung sowie die Bedeutung von Speichern und dezentralen Energiesystemen die Agenda der Entscheider in der Energiewirtschaft, so der Weltenergierat in einer Medienmitteilung vom 18.04.2017. Zugleich werde deutlich, wie stark sich vielfach weltweit die Wahrnehmung von Energiethemen hinsichtlich ihrer Bedeutung und ihrer Unsicherheit unterscheide. Dies ist Ergebnis des World Energy Issues Monitor 2017 – einer großen Befragung, die der World Energy Council in 95 Ländern unter 1.200 Entscheidern in der Energiewirtschaft zum achten Mal durchgeführt hat.


Erneuerbare Energien motivieren Frauen zu technischen Berufen

Die Erneuerbaren Energien sind eine Branche mit guten Berufsaussichten. Das gilt gerade auch für technische Berufe, in denen Frauen bislang stark unterrepräsentiert sind. Wie die Presseabteilung der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) am 08.03.2017 – anlässlich des Internationalen Frauentages – mitteilt liegen Untersuchungen vor, die ergeben, dass die Erneuerbaren Energien für weibliche Berufsanfänger gerade deshalb interessant sind, weil die Branche auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz setzt.

RWE baut um

Aufsichtsrat billigt Neuorganisation – RWE AG wird als Holding abgeschafft und in operative Gesellschaft umgewandelt

Der Aufsichtsrat hat am 10.08.2015 dem Vorschlag des RWE-Vorstands zugestimmt, die Management-Holding in eine operative Gesellschaft umzuwandeln und die deutschen RWE-Gesellschaften weitestgehend darin zu bündeln. Strukturen werden verschlankt, Bürokratie abgebaut, viele Vorstands- und Aufsichtsratsgremien im Konzern fallen weg – aber: Alle Standorte bleiben erhalten.

Unter einem Titel, dem schlechterdings niemand widersprechen kann (eigentlich fehlt nur noch sonst die meist ebenfalls geforderte „Bezahlbarkeit“), hat die in den beiden großen Interessens-Verbänden BDEW und VKU organisierte Energiewirtschaft ihre Forderungen an die Regierung zusammengefasst.

Die Energiewende sorge insgesamt zwar für mehr Beschäftigung, das aber sehr unterschiedlich in den einzelnen Branchen. Von 2004 bis 2012 sei die Zahl der Beschäftigten im Bereich der erneuerbaren Energien von 160.500 auf 400.000 gestiegen – 2013 allerdings hätten 7 Prozent (28.600) ihren Job verloren, die Zahl sei auf 371.400 gesunken. Dies geht unter anderem aus der neuen (kostenfreien) Studie Die Beschäftigungseffekte der Energiewende hervor.

Seit es die Biologie gibt, beschäftigt sie sich mit dem Leben. Doch bis heute ist nicht klar, was dieses im Kern eigentlich ist. Geschweige denn, wie es entstand. Zur Klärung dieser Fragen möchten die Forscher von MaxSynBio beitragen. Gemeinsam mit dem Max-Planck-Präsidenten Martin Stratmann und Vertretern des BMBF haben sieam 16.04.2015 im Harnack-Haus der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin ihr Forschungsprogramm vorgestellt.

RWE wie befürchtet tiefrot

Erstmals in seiner Unternehmensgeschichte hat der Energieversorger RWE in einem Geschäftsjahr nichts verdient – im Gegenteil. Deutschlands Nummer zwei der Energiebranche kommt nach 60 Jahren das Geschäftsmodell abhanden, weil man die „Energiewende verschlafen und Erneuerbare Energien unterschätzt“ hat (Energie-Experte Hans-Josef Fell). Sonnen- und Windstrom vermiesen RWE zunehmend die Freude am Firmen-Slogan – dazu kommen milliardenschwere Abschreibungen für Kohle- und Gaskraftwerke. Die operativen Kennzahlen brechen ein.

Die europäische Verinigung für Erneuerbare Energien EUROSOLAR fordert eine europäische Energiemarkt-Rahmenordnung für Erneuerbare Energien. Anlässlich der europäischen Delegiertenversammlung von EUROSOLAR am 24.08.2013 in Bonn wurde eine entsprechende Resolution verabschiedet. Darin fordert Eurosolar, die Energiepolitik der EU „konsequent auf das Ziel einer dezentralen Vollversorgung auf Basis Erneuerbarer Energien auszurichten“. Solarify dokumentiert Resolution und Unterzeichner.

Während der Gasverbrauch im ersten Quartal 2013 um fünf Prozent gestiegen ist, sank der Stromverbrauch leicht um ein Prozent. Das geht aus neuen vorläufigen Zahlen hervor, die der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zur Hannover Messe 2013 vorgelegt hat. Der Netto-Stromverbrauch im Januar 2013 sank im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent. Der physikalische Ausfuhrüberschuss beim Stromaustausch mit dem Ausland liegt weiterhin auf sehr hohem Niveau.

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