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Archiv: Energiewirtschaft


Energiewirtschaft kann nicht weitere Monate in der Luft hängen

Gemeinsames Statement der Erneuerbare Energien-Verbände am 20.11.2017, dem Tag nach dem Scheitern der Sondierungsgespräche für eine Jamaika-Koalition: „Sicher hat das Wahlergebnis die Parteien vor erhebliche Herausforderungen gestellt. Gerade deshalb ist es erforderlich im Interesse unseres Landes verantwortungsvolles Handeln an den Tag zu legen. Die Energiewirtschaft kann angesichts der Korrekturbedürftigkeit innerhalb des angelaufenen Ausschreibungssystems, der dringend notwendigen Korrektur beim Eigenverbrauch und der übrigen großen Herausforderungen nicht monatelang auf eine handlungsfähige Regierung warten….“


EE-Ausbau bis 2030 auf EU-Ebene fortschreiben

Die Europäische Union (EU) verhandelt derzeit im Rahmen der sogenannten Governance-Verordnung den Ausbau der Erneuerbaren Energien in der EU bis zum Jahr 2030. Hierzu trafen sich am 27.10. 2017, die Verhandler der 28 EU-Mitgliedstaaten. Basierend auf den 2020-Zielen, appellierte der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) für eine konsequente Fortschreibung der europäischen, national verbindlichen Ausbauziele für Erneuerbare Energien bis 2030.


Rekordhalbjahr für die Erneuerbaren Energien

Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung in Deutschland hat sich im ersten Halbjahr sprunghaft erhöht. Sonne und Wolken – Januar bis Juni 2017 war kein typisches Halbjahr mit Licht und Schatten für die Einspeisung aus Erneuerbare-Energien-Anlagen, sondern vor allem eines mit viel Wind und Sonne. Das Rekordhalbjahr dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach auch im Gesamtjahr 2017 einen Rekordanteil des Grünstroms im deutschen Netz bringen, wie Tilmann Weber am 19.07.2017 in Erneuerbare Energien schreibt.


Bericht 2017: Globale Energiewirtschaft und Menschenrechte

Der Energiesektor hat seit langem den Ruf, eine Branche zu sein, in der es immer wieder zu Menschenrechtsverletzungen kommt. So betreffen rund ein Drittel der unternehmensbezogenen Menschenrechtsvorwürfe international den Energiesektor. Das beginnt mit dem Kohleabbau in Kolumbien, wo es zu Zwangsumsiedlungen und Verfolgung von Gewerkschaftern kommt. Doch auch für große Staudämme müssen Menschen oft unfreiwillig von ihrem Land weichen, erhalten nur unzureichende Entschädigungen und werden für Proteste kriminalisiert.


Energiewirtschaft mindert um 0,9 Prozent – Industrieemissionen nahezu unverändert

Im Jahr 2016 emittierten die rund 1.900 stationären Anlagen im Emissionshandel 453 Millionen Tonnen Kohlendioxidäquivalente und damit 0,6 Prozent weniger als 2015. Damit konnten laut Pressemitteilung des Umweltbundesamtes vom 11.04.2017 die gesunkenen Emissionen im Emissionshandel den in der Nahzeitprognose des UBA ermittelten Anstieg der deutschen Verkehrsemissionen um 3,8 Prozent gegenüber 2015 nicht ausgleichen.


World Energy Issues Monitor 2017: Digitalisierung spaltet Energiewirtschaft weltweit – noch

Weltweit bestimmen immer stärker Technologietrends wie fortschreitende Digitalisierung sowie die Bedeutung von Speichern und dezentralen Energiesystemen die Agenda der Entscheider in der Energiewirtschaft, so der Weltenergierat in einer Medienmitteilung vom 18.04.2017. Zugleich werde deutlich, wie stark sich vielfach weltweit die Wahrnehmung von Energiethemen hinsichtlich ihrer Bedeutung und ihrer Unsicherheit unterscheide. Dies ist Ergebnis des World Energy Issues Monitor 2017 – einer großen Befragung, die der World Energy Council in 95 Ländern unter 1.200 Entscheidern in der Energiewirtschaft zum achten Mal durchgeführt hat.


Erneuerbare Energien motivieren Frauen zu technischen Berufen

Die Erneuerbaren Energien sind eine Branche mit guten Berufsaussichten. Das gilt gerade auch für technische Berufe, in denen Frauen bislang stark unterrepräsentiert sind. Wie die Presseabteilung der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) am 08.03.2017 – anlässlich des Internationalen Frauentages – mitteilt liegen Untersuchungen vor, die ergeben, dass die Erneuerbaren Energien für weibliche Berufsanfänger gerade deshalb interessant sind, weil die Branche auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz setzt.

RWE baut um

Aufsichtsrat billigt Neuorganisation – RWE AG wird als Holding abgeschafft und in operative Gesellschaft umgewandelt

Der Aufsichtsrat hat am 10.08.2015 dem Vorschlag des RWE-Vorstands zugestimmt, die Management-Holding in eine operative Gesellschaft umzuwandeln und die deutschen RWE-Gesellschaften weitestgehend darin zu bündeln. Strukturen werden verschlankt, Bürokratie abgebaut, viele Vorstands- und Aufsichtsratsgremien im Konzern fallen weg – aber: Alle Standorte bleiben erhalten.

Unter einem Titel, dem schlechterdings niemand widersprechen kann (eigentlich fehlt nur noch sonst die meist ebenfalls geforderte „Bezahlbarkeit“), hat die in den beiden großen Interessens-Verbänden BDEW und VKU organisierte Energiewirtschaft ihre Forderungen an die Regierung zusammengefasst.

Die Energiewende sorge insgesamt zwar für mehr Beschäftigung, das aber sehr unterschiedlich in den einzelnen Branchen. Von 2004 bis 2012 sei die Zahl der Beschäftigten im Bereich der erneuerbaren Energien von 160.500 auf 400.000 gestiegen – 2013 allerdings hätten 7 Prozent (28.600) ihren Job verloren, die Zahl sei auf 371.400 gesunken. Dies geht unter anderem aus der neuen (kostenfreien) Studie Die Beschäftigungseffekte der Energiewende hervor.

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