UN-Energiegipfel schiebt EE-Ausbau an

Mehr als 400 Mrd. neue Zusagen – aber weit mehr nötig, um Energiearmut und Dekarbonisierung anzugehen

Bei einem wichtigen UN-Energiegipfel wurden einer UN-Medienmitteilung zufolge am 23. und 24.09.2021 milliardenschwere Zusagen für den Ausbau erneuerbarer Energien und den Zugang zu Elektrizität und sauberen Kochtechnologien bekannt gegeben. Damit sollen die Anstrengungen verstärkt werden, um die Zahl der fast in Energiearmut lebenden 800 Millionen Menschen, die keinen Zugang zu Elektrizität haben, zu verringern und gleichzeitig die Welt auf einen Kurs zu bringen, der bis 2050 zu Netto-Null-Emission führt. (Foto: UN-Generalsekretär António Guterres -rechts am Tisch- eröffnet High-level Dialogue on Energy – © UN Photo, Manuel Elías) weiterlesen…

Klimaschutz als Nullsummenspiel

McKinsey: Einsparungen können Dekarbonisierungskosten bis 2045 ausgleichen

In einem neuen Report hat das Beratungsunternehmen die wichtigsten Herausforderungen und Maßnahmen bis 2045 in den fünf emissionsintensivsten Sektoren Energie, Industrie, Verkehr, Gebäude und Landwirtschaft sowie im Bankensektor dargestellt. Die kommenden zehn Jahre sind demnach erfolgskritisch, um die Energiewende langfristig als echte Chance für Deutschland zu gestalten, schreibt . Die Einsparungen durch den Klimaschutz im Gesamtzeitraum bis 2045 könnten der McKinsey-Studie „Net-Zero Deutschland“ zufolge die Kosten der Dekarbonisierung ausgleichen. Voraussetzungen dafür seien der konsequente Umstieg auf grüne Technologien in allen Wirtschaftssektoren und Lebensbereichen sowie eine erheblich höhere Veränderungsgeschwindigkeit beim Klimaschutz. (Bild: Titel der 103-Seiten-Studie “Net Zero Deutschland” – © McKinsey) weiterlesen…

Defossilisierung des Lufttransportsektors

Neue Richtlinien für Bilanzierung von Treibhausgasemissionen und Einsatz nachhaltigen Flugtreibstoffs

Das Amsterdamer Smart Freight Centre und das Massachusetts Institute of Technology’s Center for Transportation & Logistics (CTL) stellten am 20.07.2021 neue Richtlinien zur Bilanzierung von Treibhausgas(THG)-Emissionen und zum Einsatz von nachhaltigem Flugbenzin vor. Unmittelbar vor der COVID-19-Krise emittierte die Branche etwa 3 % des jährlichen THG-Ausstoßes – mit steigender Tendenz. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, die THG-Emissionen des Luftverkehrs im Rahmen der Bemühungen um die Erreichung der globalen Klimaziele zu reduzieren. weiterlesen…

Vollständige Dekarbonisierung bis 2050 derzeit nicht plausibel

Hamburg Climate Futures Outlook sät Zweifel an Zielerreichung

Der Exzellenzcluster Climate, Climatic Change, and Society (CLICCS) an der Hamburger Univesität legte am 10.06.2021 eine neue, zentrale Studie vor – dem Hamburg Climate Futures Outlook. Darin prüfen Wissenschaftler erstmals systematisch, inwieweit eine Klimazukunft mit Netto-Null Emissionen plausibel ist. Zum einen technisch-ökonomisch, vor allem aber mit Blick auf die notwendigen gesellschaftlichen Veränderungen. Fazit: Eine vollständige Dekarbonisierung bis 2050 ist derzeit nicht plausibel – der gesellschaftliche Wandel müsste erheblich ehrgeiziger ausfallen. (Bild: Hamburg Climate Futures Outlook – Titel © CLICCS/ Universität Hamburg) weiterlesen…

Die Zukunft der Energieversorgung in einem Studiengang

Interdisziplinäre Vorbereitung

Dekarbonisierung, Digitalisierung, Dezentralisierung, Demographie (4D) – unter diesen Schwerpunkten diskutieren Industrie und Forschung den Klimawandel und seine Folgeerscheinungen. Die Hochschule München (mit 18.000 Studierenden eine der größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften Deutschlands) vereint die Lehre zu den vier Megatrends im neuen berufsbegleitenden Masterstudiengang “4D – Moderne Energiesysteme und Mobilität” – so eine Medienmitteilung vom 19.05.2021. weiterlesen…

Aktiendepots von Bund und Ländern treiben Klimakrise voran

Klima-Finanz-Ranking von Fossil Free Berlin

Rund 13,2 Milliarden Euro lassen der Bund und sieben Bundesländer aus Beamtenpensionskassen in Börsengeschäfte fließen. Eine Studie der Initiative Fossil Free Berlin zeigt nun, dass diese Investments den Klimawandel befeuern. Die rund 1.700 Unternehmen in den staatlichen Aktiendepots sind von der Einhaltung des Pariser Klimaabkommens mit Temperaturobergrenzen von 1,5 bis 2,0°C weit entfernt. Das Forschungsprojekt „Fiebrige Finanzen“ mit Unterstützung durch das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) untersuchte die Klimawirkungen aller Unternehmen, in die Bund und Länder zum 31.12.2018 an der Börse investierten. weiterlesen…

Defossilisierung der Ammoniaksynthese

Untersuchung am Beispiel der Ammoniak-Produktion im Gebiet Antwerpen-Rotterdam-Rhein-Ruhr: Grenzübergreifende Infrastrukturen spielen Schlüsselrolle

Die Forschungsinstitute EnergyVille/VITO (BE), DECHEMA (D), DVGW (D) und TNO (NL) haben in einem gemeinsamen Projekt technologische Optionen für die Defossilisierung der Ammoniaksynthese in der Antwerpen-Rotterdam-Rhein-Ruhr-Region (ARRRA) und deren Auswirkungen auf die Infrastrukturanforderungen untersucht. Laut einer Medienmitteilung der DECHEMA vom 15.07.2020 wurden drei Standorte in einem Umkreis von 185 km betrachtet, und gemeinsam eine Produktionskapazität von knapp 2 Millionen Tonnen pro Jahr aufweisen. Die Ammoniaksynthese nimmt in der chemischen Prozessindustrie eine zentrale Rolle ein und ist aufgrund des aktuell als Rohstoff verwendeten Erdgases auch einer der energie- und emissionsintensivsten Prozesse. weiterlesen…

Chance zur Defossilisierung der deutschen Wirtschaft?

Die neue EU-Industriestrategie

Fossile Energie - Foto © Agentur Zukunft für Solarify“Die EU-Kommission möchte mit ihrer Industriestrategie klimafreundliche Innovationen fördern. Für das Industrieland Deutschland bedeutet das milliardenschwere Investitionen”, schreibt Florence Schulz auf EURACTIV.de. Die Zeit dränge zwar, aber noch bleibe unklar, wie den Unternehmen unter die Arme gegriffen werden soll. Wirtschaftsminister Peter Altmaier müsse aber Wege finden, um die Dekarbonisierung der deutschen Industrie voranzutreiben. Kann die neue EU-Industriestrategie darauf Antworten liefern?
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“Erneuerbare Kraftstoffe unverzichtbar”

Internationaler Fachkongress für Erneuerbare Mobilität diskutierte „Green Deal“ und Defossilisierung des Verkehrssektors

Auswirkungen des Klimaschutzpakets der Bundesregierung und des „Green Deal“ der neuen EU-Kommission standen im Zentrum der Diskussionen und Vorträge des 17. Internationalen Fachkongresses für Erneuerbare Mobilität. Aus Sicht der Kongressveranstalter sind zur Umsetzung des „Green Deal“ und für einen defossilisierten Verkehrssektor Erneuerbare Kraftstoffe unverzichtbar, da der Verbrennungsmotor auch in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle spielen wird. Mehr als 600 Teilnehmer aus 25 Nationen waren der Einladung von fünf Verbänden der deutschen Bioenergiebranche gefolgt, um sich über Marktentwicklungen, technologische Innovationen und die Zukunft der Erneuerbaren Mobilität zu informieren. weiterlesen…

Handbuch für Nationen zur Dekarbonisierung

SDSN-Fahrplan bis 2050

Die Fondazione Eni Enrico Mattei (FEEM) und das Sustainable Development Solutions Network (SDSN) haben im April 2019 mehr als sechzig technische Experten aus der ganzen Welt nach Mailand eingeladen, um den Stand der Dekarbonisierung (Defossilisierung) zu diskutieren, die den notwendigen globalen Übergang zur Entfossilisierung beschleunigen können. Heraus kam dabei die Roadmap bis 2050: Ein Handbuch für Länder, die sich bis Mitte des Jahrhunderts dekarbonisieren wollen, ist das Ergebnis dieses Workshops. Der Bericht gibt einen Überblick über die neuesten Dekarbonisierungstechnologien, die den nationalen Regierungen zur Verfügung stehen, um emissionsarme Entwicklungsstrategien gemäß Artikel 4.19 des Pariser Abkommens einzuführen. weiterlesen…