Mehrkosten eines CO2-Preises

Berliner Ölheizung am teuersten

Die TU Dortmund und der Energiedienstleister ista haben berechnet, wie hoch die Kosten für Haushalte infolge eines CO2-Preises auf Heizöl und Erdgas wären, wenn dieser komplett an die Haushalte weitergegeben würde. Für die Stichprobe wurden Daten von rund 65.000 Mehrfamilienhäusern in ganz Deutschland ausgewertet. Besonders hoch wären die Zusatzkosten für eine Wohnung in Berlin, die mit Öl geheizt wird. weiterlesen…

“Bestenfalls Andeutung einer Richtungsänderung”

PIK und MCC legen ausführliche Bewertung des Klimapakets vor

Das Klimaschutzprogramm, das die Bundesregierung in der vergangenen Woche verabschiedet hat und welches die Treibhausgas-Emissionen vor allem in den großen Problembereichen Verkehr und Wärme begrenzen soll, ist für das Erreichen der Klimaziele 2030 aller Voraussicht nach nicht ausreichend. Die Politik muss vor allem an vier Punkten nachsteuern: Sie muss erstens das Ambitionsniveau beim CO2-Preis erhöhen, zweitens den sozialen Ausgleich verbessern, drittens die Überführung auf EU-Ebene weiter ausgestalten und viertens einen effektiven Monitoringprozess einführen. Das ist die Kernbotschaft einer ausführlichen Bewertung des Klimapakets, vorgelegt vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und dem Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change).
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Elektrisches Laden der Zukunft

Neues Testcenter in den Niederlanden

Siemens und der niederländische Bushersteller VDL Bus & Coach (VDL) erarbeiten gemeinsam neue Entwicklungen für Depotladen von eBussen und eTrucks. Sie wurden im „VDL Charging Test Center“ in den Niederlanden unter realen Bedingungen getestet. Die Kooperation soll zeigen, wie Fahrzeugtechnologien, Energiespeicher und Ladeinfrastruktur zusammenspielen, sowie mittels einer Vehicle-to-Grid-Funktion bidirektionales Laden ermöglichen. weiterlesen…

“Eigentlich” gute Nachrichten…

Meeresforscher entdecken in mediterranen Korallen uralte Überlebensstrategien gegen Hitzewellen im Ozean

Einige Korallenarten im Mittelmeer verfügen einer Studie von Wissenschaftlern der Freien Universität Berlin und der Universität Barcelona zufolge über eine uralte Überlebensstrategie gegen Hitzewellen im Ozean. Die Reaktion sei an Mittelmeer-Korallen entdeckt worden, berichtet das Forscherteam in einer Studie, die am 09.10.2019 in der Zeitschrift Science Advances erschien. Die Korallen überlebten durch eine Verjüngung (Rejuvenescence). Für diese bislang nur von fossilen Korallen bekannte Strategie wurden von dem Team um Diego Kersting von der Freien Universität Berlin und Cristina Linares von der Universität Barcelona nun die ersten Beweise an lebenden Korallen erbracht. weiterlesen…

Flasbarth: Klimaschutzmärkte unter COP24 sollen weltweiten Klimaschutz stärken

Umwelt-Staatssekretär bei PreCOP

Die Ausgestaltung von internationalen Marktmechanismen war das zentrale Thema der sogenannten “PreCOP”, einer Konferenz, die vom 8. bis 10. Oktober 2019 auf Einladung von Costa Rica in San José stattfand. Vertreter von etwa 60 Staaten bereiteten dort die nächste Weltklimakonferenz (COP25) in Santiago de Chile vor, die vom 2. bis 13. Dezember stattfindet. Für Deutschland nahm Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth an der PreCOP teil, wie das Bundesumweltministerium am 10.10.2019 mitteilte.
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Bundesrat will privaten Ladestelleneinbau erleichtern     

Eigener Anspruch gegenüber dem Vermieter

Laut BundesratKompakt – Ausgewählte Tagesordnungspunkte der 981. Sitzung am 11.10.2019 – möchte der Bundesrat zur Förderung der Elektromobilität den privaten Einbau von Ladestellen für Elektrofahrzeuge erleichtern. In einem am 11.10.2019 beschlossenen Gesetzentwurf schlägt er Änderungen im Mietrecht und im Wohnungseigentumsgesetz vor. Danach soll jeder Mieter einen Anspruch darauf haben, dass an seinem Stellplatz eine Ladestation eingebaut wird. weiterlesen…

Aufladbar bei Zimmertemperatur

Calciumbatterien: Neue Elektrolyte, verbesserte Eigenschaften

KIT und Helmholtz-Institut Ulm (HIU) entwickelten jetzt erstmals Elektrolyte für Calciumbatterien, mit brauchbaren Eigenschaften bei Raumtemperatur. Batterien auf Basis von Calcium versprechen eine günstige Herstellung und ein hohe Energiedichte. Diese Technologie aus dem Labor besitzt das Potenzial, als Energiespeicher der Zukunft die Lithium-Ionen-Technologie abzulösen. Mit den bislang verfügbaren Elektrolyten gelang es aber nicht, Calciumbatterien bei Zimmertemperatur aufzuladen. KIT-Angehörige haben in der Fachzeitschrift Energy & Environmental Science nun eine vielversprechende Elektrolytklasse vorgestellt, die das erstmals möglich macht. (DOI: 10.1039/c9ee01699f) weiterlesen…

Remmers’ Blog: Der solare 52-GWp-Deckel kommt wohl weg – und der Markt auch?

von Karl-Heinz Remmers, mit freundlicher Genehmigung

Im „Keinklimapaket“ vom 20.9.2019 steht auch eine Formulierung, wonach der 52-GWp-Deckel für die Photovoltaik gestrichen werden soll. Anders als in einem Papier vom Vortrag verbreitet worden war, gibt es dazu keine genauen Festlegungen oder weitere Anpassungen für die Photovoltaik. So wie es aussieht, verschwindet noch vor dem Streichen des Deckels ein großer Teil des Photovoltaikmarktes. Was ist nun wieder los? fragt sich Karl-Heinz Remmers in seinem neuen Blog auf solarpraxis.de. weiterlesen…

Ablasshandel oder ernsthafter Ausgleich

Atmosfair steigt bei Klima-Kompensation für Kreuzfahrten aus

“Ablasshandel”, sagen die einen, die anderen verteidigen CO2-Kompensationen als wichtige Ausgleichsmöglicheit. Besonders umstritten sind dabei Kreuzfahrten. Inzwischen gibt es den dafür nötigen Klimarechner aber nur noch bei My Climate, denn Atmosfair stuft Kreuzfahrten nicht mehr als kompensationsfähig ein. My Climate ist damit derzeit einziger Anbieter. Besonders kritisch werden Umweltfolgen der Schiffsemissionen, Überlastung der Häfen und Küstenstädte und schlechte Arbeitsverhältnisse gesehen. Dennoch steigen die Gästezahlen; immer größere schwimmende Vergnügungspaläste und Bettenburgen werden gebaut und kurven schon bis in arktische Gewässer. weiterlesen…

Bundesrat will PV-Anlagen weiter fördern

52-Gigawatt-Deckel soll ersatzlos gestrichen werden

Der Bundesrat setzt sich dafür ein, vor allem kleinere und mittelständische Photovoltaik-Anlagen weiter zu fördern. Der so genannte 52-Gigawatt-Deckel, der nach geltendem Recht die Förderung begrenzt, soll ersatzlos aufgehoben werden. Dies sieht ein vom Bundesrat in seiner 981. Sitzung am 11.10.2019 beschlossener Gesetzentwurf vor, der nun an den Bundestag geht. weiterlesen…