ifo Institut für langsameren Ausstieg aus der Braunkohle

Bepreisung von CO2 verlangt

Das Ifo-Institut hat vor einem schnellen Ausstieg aus der Braunkohle gewarnt. Es gebe erhebliche Risiken für die Stromversorgung, sagte Wirtschaftsprofessor Joachim Ragnitz am 24.01.2019 in Dresden. Er will einen bedächtigen Ausstieg aus der Braunkohle. „Energiepolitisch spricht viel für einen langsamen Ausstieg“, sagte der ifo-Forscher. Er sieht erhebliche Risiken für die Versorgung bei einem schnellen Ausstieg, da es bislang noch an Alternativen fehlt, um die Grundlast abzusichern. weiterlesen…

Für mehr Transparenz bei den Netzentgelten

vzbv fordert Anpassung im Energiewirtschaftsgesetz

Der Bundesgerichtshof (BGH) verpflichtet die Bundesnetzagentur (BNetzA), die Transparenz bei den Netzentgelten einzuschränken. Den zugehörigen Beschluss veröffentlichte der BGH Ende Januar 2019. Vorausgegangen war ein Rechtsstreit zwischen Netzbetreibern und Regulierungsbehörde um die Veröffentlichung von Netzentgeltdaten. Eigentlich sollte die Anreizregulierungsverordnung die Transparenz bei der Netzentgeltregulierung durch das Veröffentlichen von Netzbetreiberdaten erhöhen. Eine Stellungnahme der Verbraucherzentrale Bundesverband vom 07.02.2019: weiterlesen…

Deutschland Europameister beim Stromexport

Neue Monatsrekorde bei Stromerzeugung und -export

Im Januar 2019 produzierten die deutschen Kraftwerke so viel Strom wie nie zuvor. Die Erzeugung lag bei insgesamt 52,3 TWh. Das sind 2% mehr als im bisherigen Rekordmonat Januar 2017. So die neuen Zahlen der “Energy Charts”, die das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg kontinuierlich veröffentlicht. weiterlesen…

Reallabor SINTEG als Transformationsmodell für Energiewende

Bareiß und Projektleiter wagen Rückblick zur Halbzeit

Während andernorts noch darüber diskutiert wird, wie Atom- und Kohleausstieg am besten zu bewerkstelligen seien, entwickeln die Projektpartner im Reallabor SINTEG konkrete Lösungen für eine nachhaltige, sichere und bezahlbare Stromversorgung. Das teilt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit. Im Rahmen einer Pressekonferenz aus Anlass der beginnenden Essener E-world energy & water nahmen Staatssekretär Thomas Bareiß und die Projektleiter der fünf „Schaufenster“ Lothar Ahle (DESIGNETZ), Prof. Werner Beba (NEW 4.0), Ulf Brommelmeier (enera), Markus Graebig (WindNODE) und Albrecht Reuter (C/sells) die Halbzeit des Reallabors zum Anlass für einen Rückblick auf die vergangenen zwei Jahre und einen Ausblick auf die anstehende Demonstrationsphase. Denn die entwickelten innovativen Lösungen der einzelnen Schaufenster werden nun vor Ort einem großflächigen Praxistest unterworfen. weiterlesen…

Windenergie liefert fast drei Viertel des erwarteten Stroms

Alterung und Windschatten-Effekte schmälern tatsächlichen Ertrag – 20 Prozent Differenz bleiben ungeklärt

Die Energiewende in Deutschland hat gerade einen neuen Rekord erreicht. Fast 40 Prozent des erzeugten Stroms kamen 2018 aus erneuerbaren Quellen, allein 17 Prozent aus Windkraft. Damit trägt die Windenergie etwa in dem Maße zum Strommix bei, wie unter den Windbedingungen in Deutschland zu erwarten ist. Das haben einer Medienmitteilung vom 06.02.2019 zufolge Forscher des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie festgestellt, indem sie die mögliche mit der tatsächlich gewonnenen Energie der Windturbinen verglichen. weiterlesen…

Klimaschutzbericht 2018: Klassenprimus muss nachsitzen

“Aktuell erwartete Lücke 8 Prozentpunkte”

Peinlich für den selbsternannten Vorreiter: Deutschland wird das für 2020 gesteckte Klimaziel deutlich verfehlen. Daran lässt der Klimaschutzbericht 2018, den das Kabinett am 06.02.2019 nach Vorlage von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) gebilligt hat, keinen Zweifel. Statt – wie lange Zeit aus allen Polit-Ecken heraus vollmundig hinausposaunt – minus 40 Prozent wird Deutschland trotz zusätzlicher Maßnahmen nur 32 Prozent weniger Treibhausgase als 1990 in die Atmosphäre pusten: “Die aktuell erwartete Lücke wird trotz Beiträgen nach einer Studie des Bundesweltministeriums nach wie vor bei etwa 8 Prozentpunkten liegen”, heißt es kleinlaut in dem Dokument. weiterlesen…

EE-Ausbau senkt Strompreis und CO2-Emissionen

Neue Analyse zum Kohleausstieg von Energy Brainpool

Seitdem der Kompromiss der Kohlekommission vorliegt, warnt vor allem die Industrie vor stark steigenden Strompreisen durch den Kohleausstieg. Das Bundesumweltministerium wiederum verweist auf eine Studie, die einen gegenteiligen Effekt prognostiziert. Ebenso Greenpeace Energy einer Medienmitteilung zufolge: Wenn ein ehrgeiziger Ausbau von Windkraft und Solaranlagen über die bisherige EEG-Planung hinaus den geplanten Kohleausstieg begleitet, kann dies den Strompreis und die europäischen CO2-Emissionen deutlich senken. weiterlesen…

Deutschland hinkt hinterher

Deutsche Pläne zum Kohleausstieg müssen Fahrt aufnehmen, um Pariser Abkommen zu erfüllen

“Wenn Deutschland aus dem Kohleausstieg maximale wirtschaftliche und soziale Vorteile ziehen und seine Verpflichtungen aus dem Pariser Abkommen erfüllen will, dann muss es beim Kohleausstieg ein deutlich höheres Tempo anschlagen”, schreibt Nigel Topping, CEO der We Mean Business Coalition, am 06.02.2019 für EURACTIV. weiterlesen…

Franzosen heizen mit deutscher Kohle

Bundesrepublik liefert im Januar 2019 an Frankreich so viel Strom wie nie zuvor. Das treibt die Kohle- und Gaskraftwerke hierzulande an.

Im Januar war eine ungewöhnliche Konstellation am europäischen Strommarkt zu beobachten: Deutschland exportierte in der Monatsbilanz fast 1,5 Milliarden Kilowattstunden nach Frankreich – per Saldo gerechnet, also kurzzeitige Importe bereits abgezogen. Ein solcher Exportüberschuss nach Frankreich ist einmalig, wie Bernward Janzing am 03.02.2019 in der taz schrieb. weiterlesen…

Arktischer Klimawandel und Umweltverschmutzung

Auswirkung auf Nahrungssuche und Fitness von Krabbentauchern schon innerhalb von zehn Jahren

Die anhaltenden globalen Veränderungen setzen die Meeres-Ökosysteme der Arktis drastischen Umweltveränderungen aus, vor allem durch die Erwärmung der Meere, den Schwund des Meereises und die zunehmende Verschmutzung. Um die Auswirkungen auf das ökologische Funktionieren der arktischen Meere zu testen, haben Forscher aus Frankreich, Kanada und den USA eine 12jährige integrative Studie mit Krabbentauchern (alle alle), dem am häufigsten vorkommenden Seevogel in der atlantischen Arktis, durchgeführt und in Nature publiziert. weiterlesen…