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Archiv: CO2-Zertifikate


Steuerzahlern drohen Riesenlasten, weil Deutschland im Klimaschutz hinterher hinkt

Deutschland hat sich in Abstimmung mit den anderen EU-Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, die CO2-Emmissionen von Gebäuden, Verkehr und Landwirtschaft deutlich zu mindern. Die europarechtlich verbindlichen Ziele werden ohne Trendumkehr in jedem der kommenden Jahre weit verfehlt werden. Um die Defizite auszugleichen, muss Deutschland bis 2030 für bis zu 60 Milliarden Euro Emissionszertifikate (siehe solarify.eu/emissions-handel) von anderen EU-Ländern zukaufen. Sinnvoller wäre es, Klimaschutzmaßnahmen in Deutschland voranzubringen und so auch Wachstum und Innovationen zu fördern – so eine gemeinsame Untersuchung der Thinktanks Agora Energiewende und Agora Verkehrswende unter dem Titel Die Kosten von unterlassenem Klimaschutz für den Bundeshaushalt.


Regierung profitiert vom ETS

Dank der hohen Preise am ETS-Markt für CO2-Zertifikate klingelt die Kasse von Bundesfinanzminister Olaf Scholz: Der kann sich nach Schätzungen 2018 über unerwartete Zusatzeinnahmen in Höhe von 2 Mrd. Euro freuen. Denn nach Informationen der Welt am Sonntag müssen Industrie und Stromkonzerne für die Verschmutzerrechte tief in die Tasche greifen: Der Preis der Zertifikate habe sich verdreifacht. Die Bieter müssen im Schnitt fast acht Prozent mehr als noch im Vormonat zahlen.


Der Wechsel von Kohle zu anderen Energieträgern könnte beschleunigt werden

Die Preise für europäische CO2-Emissionszertifikate könnten sich für die Jahre 2019-2023 bei durchschnittlich 35 bis 40 Euro pro Tonne einpendeln, heißt es in einem neuen Report von Carbon Tracker. Dadurch könnte der Wechsel von Kohle auf Erdgas und andere Energieformen beschleunigt werden, wie Claire Stam am 21.08.2018 in EURACTIV.com schrieb. Aus dem Englischen von Tim Steins.


Studie der WU-Wien: Ohne Wettbewerbslösungen können Klimaziele nicht erreicht werden

Trotz zahlreicher politischer Maßnahmen kann nach wie vor ein weltweiter CO2-Anstieg beobachtet werden. Auch Österreich verfehlt sein Klimaschutzziel. Professor Klaus Gugler von der Wirtschaftsuniversität Wien untersuchte in seinen Studien die derzeitige Energiepolitik und ihre wettbewerblichen Effekte. Er sieht das Problem vor allem in einer falschen Subventionspolitik und zu niedrigen Preisen für CO2-Zertifikate.


EU-Länder für effektiveren Klimaschutz und Erhalt der Industrie beim Emissionshandel – Berlin akzeptiert Verfallsdatum für Zertifikate

Am 28.02.2017 haben sich die EU-Länder einer BMUB-Mitteilung zufolge im Umweltrat auf eine gemeinsame Position zur Reform des Emissionshandels verständigt. Die Klimaschutzwirkung des Emissionshandels werde gestärkt: Doppelt so viele überschüssige Zertifikate sollen in die Reserve verschoben und damit dem Markt entzogen werden. Die im internationalen Wettbewerb stehende Industrie werde effektiv geschützt. Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth (SPD) habe sich beim Umweltministerrat der Europäischen Union sehr dafür eingesetzt, dass sie mehr Kohlendioxid-Zertifikate kostenlos zugeteilt bekämen, als die EU-Kommission vorgeschlagen habe.

Regierung reist weiter klimaneutral


Klimaschutzprojekt-Anbieter aus aller Welt können sich für Kompensationsverfahren bewerben

Die Bundesregierung stellt laut einer gemeinsamen Medienmitteilung von Umweltbundesamt und BMUB erneut ihre Dienstreisen klimaneutral. Die Emissionen sollen über hochwertige Klimaschutzprojekte kompensiert werden. Dafür will die Bundesregierung für das Jahr 2015 insgesamt 203.630 Emissionsgutschriften kaufen und unwiderruflich stilllegen. Klimaschonendes Handeln – Vermeiden, Reduzieren, Kompensieren – hat damit auch für Dienstreisen weiterhin einen festen Platz.


Kommentar zum Zertifikatehandel von Tilman Weber
mit freundlicher Genehmigung von Erneuerbare Energien

Ach wie schön, dass es Trump gibt. Und Putin. Und die deutschen Talk-Shows. Da geht unter, dass gerade das EU-Parlament eine sehr schlechte Reform des CO2-Zertifikatehandels beschlossen hat.


Gericht erklärt jährliche Höchstmenge kostenloser Emissionszertifikate für ungültig

EuGH logoMitgliedstaaten können Unternehmen Treibhausgas-Emissionsrechte – sogenannte Zertifikate – ausstellen, ermächtigt durch eine Richtlinie der Union, die eine Verringerung der Treibhausgasemissionen vorsieht. Ein Teil der verfügbaren Zertifikate wird kostenlos zugeteilt. Das soll besonders im internationalen Wettbewerb unter Druck stehende Branchen von der Abwanderung aus Europa abhalten. In diesen Mechanismus hat jetzt der Europäische Gerichtshof (EuGH) eingegriffen.

Stahl contra ETS


Ungerechtfertigte Mobilmachung der Stahl-Industrie gegen Emissionshandel: Auch ThyssenKrupp profitiert von CO2-Zertifikatehandel

bund logoAls unlauter bezeichnete der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die für 11.03.2016 angekündigten Proteste der Stahl-Industrie gegen eine Reform des Europäischen Emissionshandels und deren Unterstützung durch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Stahl logoBeide werden als Hauptredner zu einer Kundgebung beim sogenannten Stahlaktionstag vor der ThyssenKrupp-Hauptverwaltung erwartet.


Studie: 4,5 Mrd. Euro zwischen 2008 und 2014 durch CO2-Handel – Energieverbraucher fordern Abschaffung des Systems

Bund der Energieverbraucher - logoEnergieintensive deutsche Unternehmen hätten in der zweiten Handelsperiode des EU-Emissionshandels unerwartete Milliarden-Gewinne durch so genannte Windfall-Profits aus dem Handel mit Emissionsberechtigungen verbuchen können. Zwischen 2008 und 2014 seien dies 4,5 Mrd. Euro gewesen – so eine Pressemitteilung des Bundes der Energieverbraucher fußend auf einem Artikel im Brancheninformationsdienst Energie & Management.Energie & Management logo

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