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Archiv: Ökostrom


Tankstelle der Zukunft – ZSW startet Forschungsprojekt zur klimafreundlichen Mobilität

Immer mehr Autos haben künftig einen Elektromotor oder nutzen andere alternative Antriebe. Die dazu passende Tankstelle entwickeln jetzt Wissenschaftler des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW). Mitte Februar 2018 begannen die Forschungsarbeiten. Die Zapfsäule der Zukunft soll den Fahrern Strom, Wasserstoff sowie das Erdgassubstitut Methan aus regenerativen Quellen bereitstellen – und das möglichst effizient, kostengünstig und bedarfsgerecht. Das vom Bundeswirtschaftsministerium mit rund 1,3 Millionen Euro geförderte Vorhaben dauert fünf Jahre und erfolgt im Rahmen des Projekts „QUARREE 100“, in dem die vollständige erneuerbare Energieversorgung eines Stadtteils getestet wird.


Evonik und Siemens erzeugen mit Ökostrom aus CO2 Spezialchemikalien

Evonik und Siemens wollen gemeinsam im Forschungsprojekt Rheticus mithilfe von Strom aus erneuerbaren Quellen und Bakterien CO2 durch Elektrolyse- und Fermentationsprozesse in Spezialchemikalien umwandeln. Das Projekt wurde am 18.01.2018 gestartet und hat eine Laufzeit von zwei Jahren. Bis 2021 soll eine erste Versuchsanlage am Evonik-Standort im nordrhein-westfälischen Marl in Betrieb gehen, die Chemikalien wie Butanol oder Hexanol erzeugt – beides Ausgangsstoffe beispielsweise für Spezialkunststoffe oder Nahrungsergänzungsmittel. Im nächsten Schritt könnte eine Anlage mit einer Produktionskapazität bis 20.000 Tonnen pro Jahr entstehen. Denkbar ist auch die Herstellung anderer Spezialchemikalien oder Treibstoffe (siehe: solarify.eu/synthetische-treibstoffe). Wie die Presseabteilung von Evonik am 18.01.2018 mitteilte, sind rund 20 Wissenschaftler beider Unternehmen an dem Projekt beteiligt.


Fell kritisiert Fehlentwicklungen der bundesdeutschen Klimapolitik

„Seit Jahren haben die schwarz-, rot-, gelben Regierungen in Bund und Ländern den Ausbau der dezentralen Erneuerbaren Energien massiv ausgebremst und zudem fast nur noch auf Windenergie, und das auch noch immer mehr nur im Norden, konzentriert“, so die harsche Kritik des Energieexperten Hans-Josef Fell, Präsident der Energy Watch Group (EWG) und Ko-Autor des EEG. „Als Ergebnis müssen jetzt die Netzbetreiber immer häufiger mit hohen Kosten den Stromausgleich von Norden nach Süden und zwischen windstarken und windschwachen Zeiten ausgleichen.“


Vorschlag der EU-Kommission bremst die Energiewende in der EU

Die EU-Richtlinie für erneuerbare Energien (EERL) war sehr erfolgreich. Grundlage dafür war die Freiheit der EU-Mitgliedstaaten, das für sie am besten geeignete Instrument zur Finanzierung der erneuerbaren Energien zu wählen. Dennoch möchte die EU-Kommission die Mitgliedsstaaten zwingen, nur noch Ausschreibungssysteme zu nutzen und schlägt weitere einschränkende Kriterien für die Ökostrompolitik vor. Jetzt ist in der Reihe WISO-Diskurs der Frierich-Ebert-Stiftung eine kritische Stellungnahme von Uwe Nestle zur europäischen Energiepolitik erschienen.


Neues AEE-Hintergrundpapier beleuchtet den Stromsektor in den Bundesländern

Das auf Basis von Daten im AEE-Länderportal Föderal Erneuerbar erstellte Hintergrundpapier zeigt dabei nicht nur Stand und Entwicklung des Ausbaus Erneuerbarer Energien, sondern geht auch auf die Effizienz der Stromnutzung sowie die Klimawirkung des Kraftwerksparks in den Ländern ein. Hinsichtlich der Entwicklung von Strom aus Wind, Sonne, Biomasse und Co. haben Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern den größten Sprung von 2014 auf 2015 gemacht. Beide Länder können sich inzwischen rechnerisch selbst komplett mit Ökostrom versorgen.


2,5 % Dividende

Greenpeace Energy wächst weiter. Mehr als 130.000 Kunden beziehen mittlerweile sauberen Ökostrom und das Gasprodukt proWindgas. Das Kundenwachstum schlägt sich auch im Bilanzergebnis nieder: Wie die Presseabteilung am 19.06.2017 mitteilt, hat Greenpeace Energy das Geschäftsjahr 2016 mit einem Plus von 2,58 Millionen Euro (EBIT) abgeschlossen. Das geht aus dem Jahresabschluss der Genossenschaft hervor.


Bahn kassiert wettbewerbsverzerrend für Schienennetz-Nutzer

Nicht zwingend das Ende“ untertitelte die taz, doch die jüngste Privatbahn-Firma Locomore hat Insolvenz anmelden müssen. Am 12.05.2017 fuhr der vorerst letzte Zug von Locomore, dem (laut SPIEGEL) „sympathischen Start-up, das sich über Crowdfunding finanziert, im Dezember den Betrieb zwischen Berlin und Stuttgart aufgenommen und ambitionierte Expansionspläne hatte“. Kritische Kommentare begleiteten das vorläufige Scheitern der kleinen Bahn-Konkurrenz.

Die Öko-Bahn


Locomore: Crowdfunding-Zug fährt mit Grünstrom

Zum ersten Mal fährt ein Fernzug mit zertifiziertem Grünstrom eines unabhängigen Öko-Energieversorgers: Das alternative Bahnunternehmen Locomore bedient ab 14.12.2016 täglich einmal die Strecke von Stuttgart über Frankfurt und Hannover nach Berlin und zurück. Angetrieben wird der mittels Crowdfunding finanzierte Locomore-Zugzug-des-start-up-unternehmens-locomore-foto-naturstrom-ag durch zertifizierten Ökostrom der NATURSTROM AG. Bei einem prognostizierten Jahresbedarf von rund 8,5 Mio. Kilowattstunden vermeidet das Berliner Start-up gegenüber dem deutschen Durchschnittsstrommix somit jährlich über 4.000 Tonnen CO2.


EU strebt Reform an -Bündnis fordert Ende der Verbrauchertäuschung

Lichtblick LogoDer Druck für eine Reform der umstrittenen Stromkennzeichnung in Deutschland nimmt zu. Die EU-Kommission strebt in ihrem am 30.11.2016 veröffentlichten „Winterpaket“ zur Energiepolitik auch Änderungen bei der Stromkennzeichnung an. Unterdessen setzt sich in Deutschland ein Bündnis aus der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und den Ökostromanbietern Greenpeace Energy, NATURSTROM, EWS Schönau und LichtBlick für ein Ende der Verbrauchertäuschung beim Strommix ein, wie die Presseabteilung von Lichtblick am 01.12.2016 meldete.


GrünStromJetons machen Ökostromverbrauch sichtbar

Dass der persönliche Ökostromtarif am tatsächlichen Strommix aus der Steckdose nichts ändert, hat sich herumgesprochen. Dieser Umstand sorgt bei vielen umweltbewussten Verbrauchern für Ernüchterung. Eine neue Lösung schafft jetzt Abhilfe. gruenstromjeton-logoSie ermöglicht es, den Verbrauch von Grünstrom zuverlässig nachzuweisen und direkt zu steuern. Sogenannte GrünStromJetons belegen die tatsächliche Nutzung von Ökostrom.

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