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Archiv: Ökostrom


Revolution auf dem Energiemarkt

Eine alte Mühle “im Niemandsland zwischen Hamburg und Bremen” mahlt kein Mehl mehr, sondern erzeugt 100.000 Kilowattstunden Strom im Jahr. Das historische Kleinod ist seit kurzem “Teil eines Masterplans für eine komplett neue Stromversorgung”, schreibt Stefan Schultz auf SPIEGEL-Online. Der “Masterplan” ist eigentlich ein Strom-Marktplatz – ein Netzwerk ohne die EVU-Riesen, eine Ausgründung des Ökostromanbieters Lichtblick und heißt Enyway.


Einspeisevorrang beibehalten – Umweltministerium warnt vor Beschneidung von Ökostrom-Privilegien

In der Diskussion um den Einspeisevorrang der Erneuerbaren Energien twitterte Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth am 26.05.2018: “Wir sind offen für Veränderungen bei der EE-Förderung, wenn sie dem beschleunigten Ausbau dienen. Es darf aber nichts geregelt werden, was dem erhöhten Ausbauziel von 65% EE Strom bis 2030 entgegen wirkt.” Auch das das Bundesumweltministerium warnte laut Rheinischer Post vor Rückschritten beim Ausbau Erneuerbarer Energien.


Am 16.03.2018 ist das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) 30 Jahre alt geworden

Das international anerkannte Institut spielt eine wichtige Rolle in der angewandten Forschung zu neuen Energietechnologien. Gemeinsam mit der Wirtschaft entwickeln die Wissenschaftler vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) nachhaltige Energietechnologien, die Politik erhält von ihnen Analysen zum Energiesystem. Die Schwerpunkte an den drei Standorten Stuttgart, Ulm und Widderstall sind erneuerbare Energien, Energiespeicher sowie klimafreundliche Mobilität. Der Institutsumsatz beträgt inzwischen rund 30 Millionen Euro, der größte Teil sind Drittmittel. Im Herbst begehen die Forscher den Jahrestag mit einem Festakt.


Über 100 Städte weltweit werden schon mit über 70 Prozent Ökostrom versorgt

Der Präsident von Energy Watch – Hans-Josef Fell – berichtet am 01.03.2018, wie die kommunale Bewegung für den Klimaschutz mit Erneuerbaren Energien weltweit Fahrt aufnimmt und wie deutsche Städte abgeschlagen werden.
“Wie Clean Technica berichtet, gibt es aktuell weltweit schon über 100 zum Teil große Städte, die schon mit mehr als 70 Prozent Ökostromversorgung auf einem guten Weg zu 100 Prozent Erneuerbaren Energien sind. Über 40 Städte haben sogar schon eine Vollversorgung mit 100 Prozent Ökostrom erreicht.


Tankstelle der Zukunft – ZSW startet Forschungsprojekt zur klimafreundlichen Mobilität

Immer mehr Autos haben künftig einen Elektromotor oder nutzen andere alternative Antriebe. Die dazu passende Tankstelle entwickeln jetzt Wissenschaftler des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW). Mitte Februar 2018 begannen die Forschungsarbeiten. Die Zapfsäule der Zukunft soll den Fahrern Strom, Wasserstoff sowie das Erdgassubstitut Methan aus regenerativen Quellen bereitstellen – und das möglichst effizient, kostengünstig und bedarfsgerecht. Das vom Bundeswirtschaftsministerium mit rund 1,3 Millionen Euro geförderte Vorhaben dauert fünf Jahre und erfolgt im Rahmen des Projekts „QUARREE 100“, in dem die vollständige erneuerbare Energieversorgung eines Stadtteils getestet wird.


Evonik und Siemens erzeugen mit Ökostrom aus CO2 Spezialchemikalien

Evonik und Siemens wollen gemeinsam im Forschungsprojekt Rheticus mithilfe von Strom aus erneuerbaren Quellen und Bakterien CO2 durch Elektrolyse- und Fermentationsprozesse in Spezialchemikalien umwandeln. Das Projekt wurde am 18.01.2018 gestartet und hat eine Laufzeit von zwei Jahren. Bis 2021 soll eine erste Versuchsanlage am Evonik-Standort im nordrhein-westfälischen Marl in Betrieb gehen, die Chemikalien wie Butanol oder Hexanol erzeugt – beides Ausgangsstoffe beispielsweise für Spezialkunststoffe oder Nahrungsergänzungsmittel. Im nächsten Schritt könnte eine Anlage mit einer Produktionskapazität bis 20.000 Tonnen pro Jahr entstehen. Denkbar ist auch die Herstellung anderer Spezialchemikalien oder Treibstoffe (siehe: solarify.eu/synthetische-treibstoffe). Wie die Presseabteilung von Evonik am 18.01.2018 mitteilte, sind rund 20 Wissenschaftler beider Unternehmen an dem Projekt beteiligt.


Fell kritisiert Fehlentwicklungen der bundesdeutschen Klimapolitik

“Seit Jahren haben die schwarz-, rot-, gelben Regierungen in Bund und Ländern den Ausbau der dezentralen Erneuerbaren Energien massiv ausgebremst und zudem fast nur noch auf Windenergie, und das auch noch immer mehr nur im Norden, konzentriert”, so die harsche Kritik des Energieexperten Hans-Josef Fell, Präsident der Energy Watch Group (EWG) und Ko-Autor des EEG. “Als Ergebnis müssen jetzt die Netzbetreiber immer häufiger mit hohen Kosten den Stromausgleich von Norden nach Süden und zwischen windstarken und windschwachen Zeiten ausgleichen.”


Vorschlag der EU-Kommission bremst die Energiewende in der EU

Die EU-Richtlinie für erneuerbare Energien (EERL) war sehr erfolgreich. Grundlage dafür war die Freiheit der EU-Mitgliedstaaten, das für sie am besten geeignete Instrument zur Finanzierung der erneuerbaren Energien zu wählen. Dennoch möchte die EU-Kommission die Mitgliedsstaaten zwingen, nur noch Ausschreibungssysteme zu nutzen und schlägt weitere einschränkende Kriterien für die Ökostrompolitik vor. Jetzt ist in der Reihe WISO-Diskurs der Frierich-Ebert-Stiftung eine kritische Stellungnahme von Uwe Nestle zur europäischen Energiepolitik erschienen.


Neues AEE-Hintergrundpapier beleuchtet den Stromsektor in den Bundesländern

Das auf Basis von Daten im AEE-Länderportal Föderal Erneuerbar erstellte Hintergrundpapier zeigt dabei nicht nur Stand und Entwicklung des Ausbaus Erneuerbarer Energien, sondern geht auch auf die Effizienz der Stromnutzung sowie die Klimawirkung des Kraftwerksparks in den Ländern ein. Hinsichtlich der Entwicklung von Strom aus Wind, Sonne, Biomasse und Co. haben Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern den größten Sprung von 2014 auf 2015 gemacht. Beide Länder können sich inzwischen rechnerisch selbst komplett mit Ökostrom versorgen.


2,5 % Dividende

Greenpeace Energy wächst weiter. Mehr als 130.000 Kunden beziehen mittlerweile sauberen Ökostrom und das Gasprodukt proWindgas. Das Kundenwachstum schlägt sich auch im Bilanzergebnis nieder: Wie die Presseabteilung am 19.06.2017 mitteilt, hat Greenpeace Energy das Geschäftsjahr 2016 mit einem Plus von 2,58 Millionen Euro (EBIT) abgeschlossen. Das geht aus dem Jahresabschluss der Genossenschaft hervor.

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