5,7 Prozent weniger Strom

1. Halbjahr 2020

5,7 Prozent weniger Strom als im Vorjahr wurden nach vorläufigen Berechnungen des BDEW in Deutschland im ersten Halbjahr 2020 verbraucht. Insgesamt wurden 272 Mrd. kWh Strom verbraucht, wie der BDEW mitteilt. Der Rückgang ist vor allem auf die schwache Wirtschaftslage und den damit verbundenen geringeren Strombedarf in der Industrie zurückzuführen. Die Industrie ist der größte Stromverbraucher, entsprechend hat ein Rückgang hier den größten Effekt auf den Stromverbrauch. Der Lockdown infolge der Corona-Pandemie hat die Effekte der bereits seit Monaten anhaltenden konjunkturellen Abschwächung noch verstärkt. weiterlesen…

Regierungs-Prognosen des Stromverbrauchs fraglich

Sieben bis zehn oder 23 Mio. E-Autos bis 2030?

Zweifel am für 2030 von der Bundesregierung prognostizierten Stromverbrauch formulierten die der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einer Kleinen Anfrage (19/17690). Doch die Bundesregierung hält an ihrer Prognose des Stromverbrauchs für 2030 fest, schreibt sie in ihrer Antwort (19/18989) auf die Grünen-Anfrage – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag (hib) am 25.05.2020. Unterschiede zu anderen Studien erkläre die Regierung (das BMWi) in der Antwort durch abweichende Berechnungsgrundlagen. So rechne die Bundesregierung beispielsweise mit sieben bis zehn Millionen Elektrofahrzeugen 2030 – eine von den Fragestellern zitierte Prognose unterstelle dagegen 23 Millionen E-Autos im selben Jahr. Dadurch ergäben sich Abweichungen beim Bruttostromverbrauch von etwa 25 Prozent und verschiedene Angaben zum zukünftigen Energiemix. Besonders der Anteil der Erneuerbaren Energien (EE) wird unterschiedlich angegeben. weiterlesen…

Coronakrise senkt Stromverbrauch nur kurzfristig

Ökostromlücke von 100 TWh bis 2030 durch schnelleren Ausbau EE vermeiden

„Bedingt durch die Coronakrise sinken der industrielle Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen in Deutschland. Diese kurzfristigen Effekte dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Energiebedarf mittel- und langfristig deutlich steigen wird. Um einerseits wettbewerbsfähig zu bleiben und andererseits die Klimaziele zu erfüllen, müssen Industrieunternehmen, die Wärmeversorgung und der Verkehrssektor klimafreundlich modernisiert und die Sektorenkopplung vorangebracht werden. Nach allen Expertisen braucht es perspektivisch deutlich mehr Strom für den wachsenden Bedarf an klimafreundlichen Wärmepumpen, Elektromobilität und Power-to-X-Anwendungen. Für ein nachhaltiges und widerstandsfähiges Energiesystem sind Erneuerbare Energien in ihrer ganzen Kraft und Vielfalt nötig, sonst droht 2030 eine gewaltige Ökostromlücke in Höhe von 100 TWh. Anstatt drängende Entscheidungen bei der Energiewende weiter auszusitzen, muss die Bundesregierung rasch bestehende Barrieren beseitigen und den längst überfälligen Fahrplan für den Ausbau der Erneuerbaren bis 2030 vorlegen“, so Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V. (BEE). weiterlesen…

Corona beeinflusst Industriestromnachfrage, Strompreisniveau und CO2-Emissionen

Enervis: Pandemie könnte Stromnachfrage um 10 – 20% drücken

Die globale Wirtschaft bekommt die Auswirkungen der Corona-Pandemie massiv zu spüren. Im ersten Halbjahr 2020 und auch für das Gesamtjahr wird eine Rezession immer wahrscheinlicher. Dies strahlt zwangsläufig auch in die Energiewirtschaft aus. Deren größter Kunde in Deutschland ist die Industrie. Knapp die Hälfte des Stromverbrauchs, rund 250 TWh, entfällt auf diese Verbrauchergruppe. Ein spürbarer Nachfragerückgang würde direkt das Strompreisniveau beeinflussen – so Mirko Schlossarczyk von der Unternehmenberatung enervis energy advisors. weiterlesen…

Erneuerbare decken fast drei Viertel des Stromverbrauchs

65-Prozent-Ziel jedoch durch dramatische Situation beim Windenergie-Ausbau und zu wenig neue PV-Anlagen gefährdet

Die Erneuerbaren Energien haben in den ersten drei Quartalen 2019 zusammen 42,9 Prozent des Bruttostromverbrauchs in Deutschland gedeckt. Das ist ein Anstieg von fast fünf Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahreszeitraum (38,1 Prozent) und ein neuer Bestwert. Im März erreichten die Erneuerbaren aufgrund des außerordentlich starken Windaufkommens sogar 52 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommen das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in einer ersten Auswertung. Wenn sich das Wind- und Sonnenaufkommen im vierten Quartal wie im Durchschnitt der letzten Jahre gestaltet, könnte der Erneuerbaren-Anteil im Gesamtjahr 2019 bei gut 42 Prozent liegen. weiterlesen…

Verbesserungen bei der Energieeffizienz

Private Haushalte fallen zurück/Langfristentwicklung hinter Zielvorstellungen

In Deutschland hat sich die gesamtwirtschaftliche Energieeffizienz deutlich verbessert. 2018 verzeichnete die Entwicklung – bereinigt um Temperatur- und Lagerbestandseffekte – einen Sprung von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Um Waren und Dienstleistungen im Wert von 1.000 Euro zu produzieren, wurden nach vorläufigen Schätzungen der AG Energiebilanzen in Deutschland nur noch 4,5 Gigajoule (GJ) Primärenergie eingesetzt. Das ist ein weltweit vorbildlicher Wert und entspricht einer Verbesserung von über 40 Prozent gegenüber 1990. weiterlesen…

Kohle sinkt zweistellig

AGEB mit Halbjahreszahlen 2019

Der Energieverbrauch in Deutschland lag in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um 1,7 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) erreichte der Verbrauch insgesamt 6.536 Petajoule (PJ), beziehungsweise 223,0 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE) = 1.820 GW. Bei den Kohlen lagen die Rückgänge im zweistelligen Bereich. Die Erneuerbaren legten insgesamt um 4 Prozent zu. Bei Mineralöl und Erdgas wurden ebenfalls mehr verbraucht. Ohne den steigernden Effekt der etwas kühleren Witterung hätte der Verbrauchsrückgang nach Berechnungen der AG Energiebilanzen sogar bei etwa 2 Prozent gelegen. weiterlesen…

Bitcoin als Stromfresser

CO2-Fußabdruck der Kryptowährung so groß wie Hamburg

Der Einsatz von Bitcoins verursacht jährlich rund 22 Mt CO2 – ähnlich viel wie Hamburg, Kansas, ein kleines Land wie Jordanien – oder Las Vegas. Ein interdisziplinäres Forschungsteam der Technischen Universität München (TUM) hat in der ersten Analyse des Stromverbrauchs der Kryptowährung auf der Grundlage empirischer Daten aus IPO-Anmeldungen und der Lokalisierung von IP-Adressen und unter anderem durch die Auswertung von Börsenunterlagen von Hardware-Herstellern die bislang detaillierteste Kalkulation des CO2-Fußabdrucks erstellt. Die am 12.06.2019 in der Zeitschrift Joule veröffentlichte Studie legt daher nahe, dass auch die Kryptowährungen die globalen CO2-Emissionen verstärken, ein Thema, das bei den Bemühungen um den Klimaschutz berücksichtigt werden muss. weiterlesen…

Fast 15 Mrd. kWh im Dezember aus Windkraft

BDEW mit Zahl der Woche – Speicher fehlen

Die Windkrafträder an Land und auf See haben laut einer Medienmitteilung des BDEW im Dezember 14,83 Mrd. kWh Strom erzeugt – genug, um den Stromverbrauch von Berlin oder Schleswig-Holstein für ein ganzes Jahr zu decken – will heißen, damit könnten alle Verbraucher des jeweiligen Bundeslandes – von den Haushalten über Gewerbe, Handel und Dienstleistungen bis hin zur Industrie und dem Schienenverkehr – mit Strom versorgt werden.
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Rekord: Erneuerbare decken 38 Prozent des Stromverbrauchs

ZSW und BDEW zum Bruttostromverbrauch 2018

Erneuerbare Energien werden 2018 voraussichtlich gut 38 Prozent des Bruttostromverbrauchs in Deutschland decken – ein Anstieg um 2 Prozentpunkte gegenüber 2017. Im Januar, April und Mai haben die Erneuerbaren sogar bis zu 43 Prozent erreicht – voraussichtlich wird das auch im Dezember der Fall sein. Zu diesem Ergebnis kommen das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in einer ersten Schätzung für das Gesamtjahr 2018. Bis Jahresende könnten fast 229 Mrd. kWh Strom aus regenerativen Quellen erzeugt werden. weiterlesen…