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Archiv: Bürgerenergie


Bürgerenergie muss Druck auf Bundesregierung erhöhen

In den aktuellen EU-Verhandlungen über die europäische Erneuerbaren-Energien-Richtlinie verweigert sich die Bundesregierung weiterhin den Plänen, mehr Rechte für kleine Eigenerzeuger von Solarstrom – so genannte „Prosumer“ – zu schaffen. EU-Parlament und Kommission befürworten diese Rechte und wollen zudem finanzielle Hürden für den Handel mit dezentralem Bürgerstrom abbauen. Die Bundesregierung bestätigt ihre unveränderte Haltung in ihrer am 27.03.2018 veröffentlichten Antwort auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Julia Verlinden (Grüne).


Studie bestätigt erhebliche Verwerfungen in NRW-Windkraftbranche

Die im vergangenen Jahr erstmals durchgeführten Ausschreibungen bei der Windenergie führen zu einer Verdrängung kleiner, bürgernaher Akteure und begünstigen wenige große Projektierer. Auch die für 2018 eingeführten Änderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) werden daran nichts ändern können. Das geht aus der am 14.02.2018 vorgestellten Studie „Bürgerwind in NRW“ des Weltwindverbandes (WWEA) sowie des Landesverbandes Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) hervor. Die Verbände fordern angesichts dieser Entwicklung die rasche Einführung einer De-minimis-Regelung, um die akzeptanzfördernde Bürgerenergie zu schützen.


Bürgerenergie bleibt Schlüssel für erfolgreiche Energiewende

Für eine erfolgreiche Energiewende in Deutschland spielen die Bürgerinnen und Bürger als Energieproduzenten eine Schlüsselrolle. Wie aus einer Studie des Instituts trend:research für die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) hervorgeht, sind Privatpersonen weiterhin die mit Abstand wichtigsten Investoren für Erneuerbare-Energien-Anlagen. Ihnen gehört in Deutschland knapp ein Drittel der installierten Leistung zur regenerativen Stromproduktion. Damit liegen sie weit vor Energieversorgern, Projektierern, Gewerbebetrieben, Fonds und Banken. „Bürgerengagement bleibt ein entscheidender Erfolgsfaktor für den weiteren erfolgreichen Ausbau der Erneuerbaren Energien“, betont AEE-Geschäftsführer Philipp Vohrer.


Windbranche begrüßt Bundesratsinitiative der NRW-Landesregierung

Mit einer Erhöhung der Ausschreibungsmenge um insgesamt 1.400 Megawatt im Jahr 2018 will die nordrhein-westfälische Landesregierung einem Ausbaueinbruch bei der Windenergie vorbeugen. Dies geht aus einer am 10.01.2018 veröffentlichten Bundesratsinitiative hervor. Der Landesverband Erneuerbare Energien NRW e.V. (LEE NRW) sieht darin einen zwingend notwendigen Schritt, um einen Strukturbruch in der Branche zu verhindern und den Ausbau der Windenergie zu sichern.


Veranstaltungsbericht der Böll-Stiftung

Der weitgehende Umstieg auf Erneuerbare Energieträger bis 2050 ist auch für die Ukraine und Belarus technisch möglich und ökonomisch sinnvoll. Zu diesem Schluss gelangen die nach anerkannten wissenschaftlichen Modellen berechneten Szenarien, deren Ergebnisse am 08.12.2017 in der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin präsentiert und diskutiert wurden. Robert Sperfeld berichtet von der Tagung.

„Wattpapiere“ von E.ON


EVU steigt bei greenXmoney ein

Es sieht so aus, als ob eines der EVU, das bisher die Energiewende arrogant verschlafen hat, jetzt aufwacht. Das legt jedenfalls eine Medienmitteilung von E.ON nahe: „Von den Chancen der Energiewende profitieren, auch wenn keine eigene Dachfläche für eine Photovoltaikanlage zur Verfügung steht: Diese Möglichkeit bietet E.ON jetzt allen Bürgern.“ E.ON sei dazu eine Partnerschaft mit greenXmoney eingegangen. Mit der Beteiligung will E.ON seine digitalen Lösungen erweitern und ab sofort auch „Wattpapiere“ an.


In erster Ausschreibung 95% Zuschläge für Bürgerwindprojekte – Greenpeace Energy prüft

Einer Einer Medienmitteilung des BMWi zufolge sind Bürgerenergiegesellschaften die „großen Gewinner der ersten Ausschreibungsrunde Wind an Land“. Das geht aus der Auswertung der ersten Ausschreibung nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz 2017 für Windenergie an Land durch die Bundesnetzagentur hervor. Das sei „zunächst einmal begrüßenswert“, kommentierte Greenpeace Energy. Allerdings müsse genau „geprüft werden, ob hier am Ende doch versteckte Großinvestoren dahinter stecken“.


Bündnis Bürgerenergie stellt neuen Bericht „Bürgerenergie – heute und morgen“ vor

BBEn logo kleinDie gemeinschaftliche Nutzung von erneuerbarer Energie dürfte zur tragenden Säule eines zukünftigen Energiesystems werden. Voraussetzung für einen Boom des so genannten „Prosumings“ ist allerdings, dass Bürgerenergie-Akteure ihre Stärken konsequent weiterentwickeln und die Politik regulatorische Hemmnisse abbaut. Dies sind die zwei wichtigsten Erkenntnisse aus dem Bericht „Bürgerenergie – heute und morgen“, den das Bündnis Bürgerenergie am 06.04.2017 in Berlin vorgestellt hat.

Prokon erneut mit Problemen


Zweistelliger Millionenverlust – aber: „komfortable Liquiditätslage“

Der Windparkbetreiber Prokon ist offenbar schon wieder in Schwierigkeiten. Am 03.02.2017 bestätigte Prokon-Vorstand Henning von Stechow dem Magazin Wirtschaftswoche einen Verlust für 2016 in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe. Polen habe die Auflagen für Windparks verschärft und die Steuern erhöht, so von Stechow. „Wir mussten deshalb unser Geschäft in Polen neu bewerten“.


Wirkungsvolle Einmischung in den Bundestagswahlkampf geplant

< BBEn logoDas Bündnis Bürgerenergie – ein Zusammenschluss von mehr als 100 Organisationen – will sich aktiv insbesondere in den bevorstehenden Bundestagswahlkampf einmischen. Seine inhaltlichen Forderungen hat das Bündnis im „Bremer Manifest“ zusammengefasst.

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