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Archiv: Allgemein


Reinemachen bei den EEG-Ausnahmen

Eine Studie der enervis-Autoren Julius Ecke und Leonard Göke im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) macht Vorschläge, wie Verbraucher bei den Kosten der Energiewende entlastet werden könnten. Die Energiewende im Stromsektor wird vor allem von den Verbrauchern, sowie von Handel und Gewerbe über Umlagen und Entgelte finanziert. Allein die EEG-Umlage beträgt mittlerweile jährlich ca. 25 Milliarden Euro, hinzukommen ansteigende Netzentgelte. Durchsetzungsstarke Akteure wie die deutsche Industrie haben sich allerdings weitgehend aus der gemeinsamen Finanzierung verabschieden können.


Deutsche Umwelthilfe verweist auf drohende Fahrverbote – VW wirft 10.000-€-Köder aus

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) warnt vor den aktuellen Werbeangeboten und Versprechen der Autokonzerne („Umweltprämien“) für den Neukauf von Diesel-Pkw. Denn es 2018 würden Diesel-Fahrverbote auch für besonders schmutzige Euro 6 Diesel kommen- wie etwa für den schmutzigsten derzeit von der DUH gemessene Diesel, einen Audi A8, obwohl Euro 6 mit auf der Straße gemessener 24-facher Überschreitung der Stickoxid-Laborgrenzwerte. Solange sich die Automobilindustrie weigere, die Einhaltung der Abgasgrenzwerte auch auf der Straße und bei winterlichen Temperaturen sicherzustellen, sollten Verbraucher Diesel-Neuwagen meiden.


Von Fraunhofer IISB entwickelt

Am Fraunhofer IISB (Fraunhofer Institute for Integrated Systems and Device Technology IISB) in Erlangen wurde nach institutseigenen Angaben ein Verstromungssystem entwickelt, das wasserstoffreiches Abgas aus einer Halbleiterfertigungsanlage in elektrische Energie umwandelt. Das Herzstück der Verstromungsanlage ist ein modernes Brennstoffzellensystem. Den Forschern des IISB ist damit die Verstromung auch nicht-reiner wasserstoffreicher Gasgemische gelungen.


Entscheidung zwischen Soft- und Hardware

Am Tag vor dem Diesel-Gipfel am 02.08.2017 im BMVI sah der Berliner Tagesspiegel „die Bundesregierung in der Sackgasse“, denn die Ministerien waren uneins über die zu stellenden Forderungen an die Autoindustrie. Die Grünen schlugen eine „Zukunftskommission“ unter Vorsitz von Klaus Töpfer vor. VW, Daimler, BMW, Opel und Co sollten darlegen, wie sie Diesel-Motoren nachrüsten wollen, dass sie weniger gesundheitsgefährdende Abgase ausstoßen. Die Bundesregierung tat sich aber offensichtlich schwer mit gemeinsamen Forderungen an die Adresse der Konzerne. Umweltverbände blieben ausgesperrt.


Dii in jetziger Form aufgelöst

Die Dii (Desertec Industrial Initiative) hat sich in ihrer jetzigen Form aufgelöst und wird nur noch als Beraterfirma weiter existieren. Prof. Robert Pitz-Paal, Direktor im Institut für Solarforschung des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erläutert, wie sich die Idee, Strom mit Solarthermischen Kraftwerken in sonnenreichen Regionen zu generieren, aus seiner Sicht weiterentwickeln wird.


Jahrestreffen des Leibniz-Wissenschafts­Campus GraFOx in Berlin Adlershof

Ob für Hochspannungsschalter oder Touchscreens – Oxide zählen zu den Materialien, die aktuell für die Elektronik entdeckt und erforscht werden. Funktional vielfältiger als Silizium eignen sie sich besonders für die Entwicklung neuartiger elektronischer Bauelemente und Energieanwendungen mit herausragender Leistungsfähigkeit. Mit dem Leibniz-WissenschaftsCampus GraFOx, den das Paul-Drude-Institut für Festkörperelektronik (PDI) koordinierte, setzte die Leibniz-Gemeinschaft klare Akzente für diese Pionierforschung. Beim ersten Jahrestreffen am 20. und 21.07.2017 in Berlin-Adlershof trafen internationale Koryphäen der Oxidforschung mit der lokalen Forschungsszene zusammen, um das Material für die Technologien der Zukunft zu diskutieren.


Weltraumforschung, Klimaschutz und Entwicklungszusammenarbeit

„Die Weltraumverträge der Vereinten Nationen verpflichten Deutschland zu einer Genehmigung und Überwachung nichtstaatlicher Raumfahrtaktivitäten“, heißt es in der Antwort der Bundesregierung (18/13078) auf eine Kleine Anfrage (18/12662) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen: „Neben der steigenden Bedeutung einer funktionsfähigen Weltrauminfrastruktur für die moderne Industriegesellschaft machen auch die wachsende Zahl universitärer Kleinsatelliten sowie die mögliche Zunahme privatwirtschaftlicher Raumfahrtaktivitäten künftig eine gesetzliche Regelung erforderlich. Ein entsprechender Gesetzentwurf wird erarbeitet.“ Weiter nähmen Klimawandel und Entwicklungszusammenarbeit in der Weltraumforschung breiten Raum ein.


Eine Analyse von Klaus Oberzig

Auf der Webseite der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenenergie (DGS) spricht sich der Erneuerbare-Energieexperte Oberzig für eine CO2-Steuer aus, fordert zunächst allerdings die Herstellung „konsensfähiger Vorstellungen darüber, wie diese Besteuerung funktionieren solle“. Anhand der jüngst präsentierten Vorschläge von BEE und Greenpeace Energy sortiert er das Für und Wider der Vorschläge und kritisiert, dass sie nur für den Strommarkt gelten sollen.


Erste kommerzielle Anlage saugt im Jahr 900 Tonnen CO2 aus der Atmosphäre

climeworks-logoAir-Capture heißt die nach eigenen Angaben der Firma Climeworks jetzt im schweizerischen Hinwil in Betrieb gegangene Anlage, die kommerziell Kohlendioxid aus der Luft gewinnt (Solarify berichtete). Eine Filtertechnik fängt rund 900 Tonnen CO2 pro Jahr aus der Atmosphäre ein. Die Variante des Geo-Engineering soll langfristig zum Kampf gegen den Klimawandel beitragen. Bald sollen der jetzt eröffneten weitere, größere Anlagen ihrer Art folgen.


„Für größere Anstrengungen im Kampf gegen Klimawandel“

Der Arktische Rat hat sich einem Tagesschau-Bericht zufolge „mit der Stimme der USA für größere Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel ausgesprochen“. Der Rat habe mit Besorgnis zur Kenntnis genommen, dass die Temperatur nördlich des Polarkreises mehr als doppelt so schnell steige wie überall sonst, heißt es im Abschlussdokument der Konferenz in Fairbanks im US-Bundesstaat Alaska.

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