Wanka: „Bildung und Forschung in nachhaltigen Räumlichkeiten“

Der Neubau des Bundesbildungsministeriums am Berliner Kapelle-Ufer 1 ist fertig. Zeit- und Kostenrahmen wurden eingehalten, der Umzug ist schon über die Bühne gegangen. Der Neubau steht an prominenter Stelle: am Kapelle-Ufer östlich des Berliner Hauptbahnhofes, unmittelbar am Spreebogen und gegenüber von Bundeskanzleramt und Reichstag. Die bisher auf drei Standorte verteilten Berliner Beschäftigten des Bundesministeriums – derzeit rund 350 Büroarbeitsplätze – arbeiten damit erstmals und dauerhaft zusammen. Die Flächen und Büroräume, die das Ministerium nicht benötigt, werden von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) vermietet. Die BImA hatte den Zuschlag für den Bau des neuen Gebäudes im August 2011 erteilt. Den Auftrag erhielt ein Konsortium unter der Führung der Unternehmen BAM Deutschland AG und Amber GmbH.

Erstes ziviles Bundesgebäude in Öffentlich-Privater Partnerschaft (ÖPP)

Es sei das erste zivile Bundesgebäude, das als Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP) geplant und gebaut wurde und jetzt auch finanziert und betrieben wird, also in Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und Privatwirtschaft. Das Vergabeverfahren für den Neubau des Bundesbildungsministeriums habe gezeigt, dass Qualität und Kosten durch ÖPP-Verfahren optimiert werden können. Es sei gelungen – so eine BMBF-Mitteilung nicht ohne Selbstlob – „ein der prominenten Lage des Grundstücks angemessenes, energetisch zukunftsweisendes Gebäude von hoher architektonischer Qualität zu errichten“. Errichtung und Betrieb des Neubaus zeichneten sich durch hohe Wirtschaftlichkeit aus: Gegenüber einer konventionellen Eigenrealisierung seien 9,5 Prozent der Kosten eingespart worden.

Nur zweieinhalb Jahre Bauzeit

Der Neubau des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Berlin wurde am 25.11.2014 offiziell mit Schlüsselübergabe und Einsegnung eingeweiht. Bauherrin ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und Auftragnehmer die BAM Deutschland AG. Nach nur rund 2 ½-jähriger Bauzeit wurde der Bau planmäßig im August 2014 fertiggestellt.

„Jeder ist eingeladen, das Ministerium zu besuchen“

„Unser neues Gebäude ist energieeffizient und nachhaltig, bietet den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern moderne Büros und passt einfach prima mitten ins Berliner Stadtbild. Bildung und Forschung werden im Zentrum der Hauptstadt für jeden sichtbar“, sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka bei der Einweihung. Sie unterstrich den offenen Charakter des Neubaus. „Jeder ist eingeladen, das Ministerium zu besuchen und sich im Foyer über unsere Arbeit und Angebote zu informieren“, so Wanka.

Barrierefreiheit, Brennstoffzelle und Blockheizkraftwerk

Mit seiner nachhaltigen Architektur, modernen Büroräumen, konsequent umgesetzter Barrierefreiheit und einem innovativen Energiemanagement setzt das 173 Meter lange Haus städtebauliche Maßstäbe. Die Energieversorgung basiert auf einer intelligenten Vernetzung der einzelnen Anlagenkomponenten (Smart Grid) unter Einsatz u.a. einer großen gasbetriebenen Brennstoffzelle und eines Blockheizkraftwerkes zur Strom-, Kälte und Wärmeerzeugung sowie durch PV-Anlagen auf den 22 Meter hohen Dächern und an der Fassade. Diese Systemlösung minimiert den Primärenergiebedarf und den CO2-Ausstoß. Innovative LED-Beleuchtung in allen Räumen trägt zur weiteren Senkung des Stromverbrauchs bei. So kann der Anforderungswert der Energieeinsparverordnung für den Jahresprimärenergiebedarf des Gebäudes um fast drei Viertel unterschritten werden. „Nicht nur unsere Forschung, auch unser Neubau trägt zur Energiewende bei“, so Wanka.

Der Ministeriumsneubau erfüllt die Anforderungen an Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Innovation in vorbildlicher Weise. Das Erreichen der höchsten Auszeichnungsstufe „Gold“ nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude (BNB) wurde vertraglich vereinbart. Die Energieversorgung des Gebäudes erfolgt durch eine intelligente Vernetzung der einzelnen Anlagenkomponenten (Smart Grid) unter Einsatz u.a. einer gasbetriebenen Brennstoffzelle und eines Blockheizkraftwerkes zur Strom-, Kälte und Wärmeerzeugung sowie durch PV-Technik auf den Dächern und an der Fassade. Dadurch erfolgt eine weitgehende schadstoffemissionsreduzierte Eigenenergieerzeugung. Zudem wird ein innovatives System im Gebäude zur mechanischen Be- und Entlüftung, Heizung und Kühlung eingesetzt. (bundesimmobilien.de)

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