Krankheitsgefahr aus dem Wasserhahn

Mögliche Gefahren durch Energiesparen
Technischen „Ideen und Neuerungen“ hätten in der Vergangenheit oft dazu geführt, das Keimrisiko im Warmwassernetz zu vergrößern. Energiesparmaßnahmen im Warmwassernetz könnten das Netz mit Legionellen über den Grenzwert von 100 KbE (Koloniebildende Einheit) pro 100 ml verkeimen. Eine Verkeimung sei vor allen bei älteren und verzinkten Leitungsnetzen meist nur mit hohem finanziellem und zeitlichem Aufwand wieder in den Griff zu bekommen und könne zu Schäden am Leitungsmaterial führen.

Das bedeute, dass ein Energieberater durch seine Empfehlungen zur Energieeinsparung ein „keimfreies“ System in einen verkeimten Zustand gebracht haben könne. Dies könne strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Wasser ist ein verderbliches Lebensmittel, warum solle man es dann speichern und Legionellen in großen Mengen anzüchten um diese danach wieder abzutöten? Die Speicherung habe viele weitere Nachteile wie zum Beispiel Kalkbildung und geringere Solarspeicherung durch die Begrenzung auf 60°C, um nur zwei zu nennen. Sinnvoller sei eine zentrale oder dezentrale Trinkwassererzeugung in Frischwasserstationen, eventuell auch durch elektrische Mini-Durchlauferhitzer.

Leitungen von Fachleuten überprüfen lassen
Legionellen sind eher langsam wachsende Bakterien und verdoppeln sich bei optimalen Bedingungen alle drei Stunden. Das bedeute, aus einer Legionelle könne innerhalb von 48 Stunden eine Kolonie von 65.000 Legionellen entstehen. Deshalb solle man seine Trinkwasserinstallation von einem Fachmann überprüfen lassen. Der Wunsch, Kosten zu sparen hab im Trinkwasser zu erheblichen Problemen geführt, deshalb sei es alleine schon aus rechtlicher Sicht umso wichtiger dem Thema zukünftig mehr Beachtung zu schenken.
->Quelle: www.sonnenenergie.de