EE-Jobs weltweit mehr – in Deutschland weniger

IRENA: Weltweite Zunahme der Beschäftigten im Erneuerbare Energien Bereich, Rückgang in Deutschland

Die IRENA schätzt, dass die Beschäftigung weltweit in 2015 um 5% auf 8,1 Millionen angestiegen ist, nochmal dazu zu rechnen sind 1,3 Millionen Beschäftigte bei der großen Wasserkraft. Das Beschäftigungswachstum hat im Vergleich zu den vorherigen Jahren etwas abgenommen. Allerdings steht das Wachstum in der Erneuerbaren Branche im starken Kontrast zu den Beschäftigungsverhältnissen in den anderen Energiesektoren. „Diese stehen unter starkem Druck, was wieder einmal zeigt, dass sich die Ära der fossilen Energie dem Ende zuneigt“, kommentiert Energy-Watch-Group-Präsident Hans-Josef Fell.

Die höchsten Beschäftigungszahlen weltweit haben China, Basilien, die USA, Indien, Japan und Deutschland; Asien hat den größten Anteil mit etwa 60%. Die Solarbranche ist der größte Arbeitgeber mit 11% Wachstum seit 2014. Die Zahl der Beschäftigten in der EU nahm aber ab.
Im Windsektor wurde ein Rekordjahr verzeichnet. Weltweit sind 1,1 Millionen Menschen beschäftigt. Deutschland, USA, Brasilien und Indien sind hier die Hauptarbeitgeber. Obwohl in Deutschland ein Rückgang der Arbeitsplätze von 4% verzeichnet wurde, ist Deutschland in der EU dennoch der größte Arbeitgeber in der Erneuerbaren Branche. Der Rückgang der Beschäftigung steht im Zusammenhang mit den Rückgang der Investitionen in Erneuerbare Energien, die 2014 noch zwei Drittel der Investitionen von 2010 betrugen. Besonders in der Solar- und Bioenergiebranche sind 2014 Jobs verloren gegangen. Im Solarbereich waren es etwa 32%, in der Bioenergie 5%. Absolut sind das minus 25.700 Arbeitsplätze in 2014.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Beschäftigungsverhältnisse hierzulande mit der EEG-Novelle ändern. Durch den geplanten Wegfall der Förderung für Bioenergie ist ein weiterer Stellenabbau in dieser Branche oder Abwanderung des Wissens ins Ausland zu erwarten.

->Quelle: oekonews.at