Menü
SOLARIFY

SOLARIFY

Circular Valley

Primäres Menü

Zum Inhalt springen
  • home
    • wir über uns
    • Circular Valley®
    • statistik
  • forschung
    • grundlagenforschung
    • energieforschung
    • batterieforschung
  • politik
    • energiepolitik
    • forschungspolitik
    • klimaschutz
    • nachhaltigkeit
  • wirtschaft
    • erneuerbare energien
    • fossile energieträger
  • umwelt
    • umweltpolitik
    • verbraucher
    • finanzethik
  • bibliothek
    • randnotizen
    • selbstgespräch
    • buchtipps
    • energie abc
    • links
Suchen
Home »Bibliothek»Kolumnen»

Veröffentlicht am24. Dezember 202010. Februar 2021Autorgh

Das Solarify-Team wünscht frohe Weihnachten und ein besseres neues Jahr als es 2020 in Bezug auf das Virus war!

KategorienKolumnen

Beitragsnavigation

← Zurück Vorheriger Beitrag: H2-Herstellung mit Licht und Farbstoffen
Weiter → Nächster Beitrag: AGEB: Energieverbrauch 2020 auf historischem Tief

– Energie für die Zukunft –

SOLARIFY, das unabhängige Informationsportal für Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft,
Erneuerbare Energien, Klimawandel und Energiewende.

2023 haben Besucher und Besucherinnen pro Monat mehr als eine Million mal die Solarify-Seite angeklickt.
Mehr darüber »

Verwandte Themen

  • E-world 2026: Volle Hallen, offene Fragen

    Erstmals in der Geschichte der E-world waren alle sechs Messehallen vollständig belegt. Das Wachstum zeigt: Die Energiebranche investiert – trotz politischer Unsicherheiten. Die E-world 2026 in Essen versammelte vom 10. bis 12. Februar mehr als 1.100 Aussteller aus 33 Ländern. Nach Angaben der Veranstalter stieg die Ausstellerzahl um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr, die Fläche für Start-ups wuchs um 40 Prozent. Über 30 Prozent der Aussteller kamen aus dem Ausland, Besucher reisten aus mehr als 80 Nationen an. So sehr sich die Veranstalter über diese Rekord-Zahlen freuen können – sie sind auch ein Zeichen dafür, dass die Branche unter Druck steht. Die Stärken der erneuerbaren Energien treffen in Deutschland noch immer auf Netze, die nicht auf dezentrale Erzeugung ausgelegt sind. Und trotz Rekordausbau bei Wind und Solar fehlen ausreichende Speicherkapazitäten. Politische Vorgaben verschärfen den Handlungsdruck: Zum Beispiel müssen kommunale Wärmepläne bis 2028 vorliegen, doch vielerorts fehlen Datengrundlage und Infrastruktur. NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur forderte auf der Messe „Verlässlichkeit und Investitionssicherheit“ – ein Appell, der die Nervosität der Branche spiegelt. Als Antwort auf diese Volatilität rückte Künstliche Intelligenz ins Zentrum vieler Messestände. Das Wuppertaler Start-up heatbrAIn präsentierte KI-Modelle, die kommunale Wärmeplanung automatisieren sollen – dort, wo Städte bislang mühsam Gebäudedaten zusammentragen. Der norwegische Anbieter Volue zeigte, wie KI-gestützte Wetterprognosen den Intraday-Stromhandel verbessern – also den kurzfristigen Kauf und Verkauf von Strom, der bei schwankender Wind- und Sonnenproduktion immer wichtiger wird. Erstmals veranstaltete die E-world einen „Municipalities Day“. Kommunen trafen dort direkt auf Technologieanbieter, ohne Umweg über Beratungsfirmen. Ein überfälliger Schritt: Die Energiewende entscheidet sich zu großen Teilen auf lokaler Ebene, von der Fernwärme bis zur Ladeinfrastruktur. Ein Thema blieb hingegen am Rand: die Kreislaufwirtschaft. Windräder, Solarmodule und Batterien benötigen Kupfer, Lithium und seltene Erden. Was am Ende ihrer Lebensdauer damit passiert, ist weiterhin eine Nebensache. Großtechnische Recyclinglösungen existieren bislang kaum. Wer heute Anlagen installiert, schiebt das Problem in die 2040er Jahre. Die E-World 2026 zeigte eine Branche in Bewegung – mit konkreten Werkzeugen für drängende Probleme und blinden Flecken, die noch adressiert werden müssen. Die Dynamik ist da. Ob sie ausreicht, wird sich nicht auf Messen entscheiden, sondern in Kommunen, Netzen und Investitionen.   Quellen: E-World 2026 mit neuem Ausstellerrekord: Über 1.100 Unternehmen gestalten die Energiezukunft Europas Fraunhofer zur Messe E-World: Wärmewende passiert in den Kommunen



  • Langzeitstudie: Solarmodule halten länger als erhofft

    Solarmodule rechnen sich deutlich besser als gedacht: Neue Langzeitstudien zeigen, dass die Anlagen über 30 Jahre zuverlässig Strom liefern. Weit länger als die üblichen 25 Jahre Garantie. Was bedeutet das für Investitionsrechnungen und die Klimabilanz? Die 25-Jahre-Garantie hat sich als Verkaufsargument etabliert und ist kein Verfallsdatum. Das ist das Ergebnis eines Forschungsteams der Schweizer Fachhochschule SUPSI. Das Team hat sechs Photovoltaik-Systeme analysiert, die zwischen 1987 und 1993 installiert wurden. Also um die Zeit als Deutschland gerade wiedervereinigt wurde und das World Wide Web noch in den Kinderschuhen steckte. Das Ergebnis der Studie: Die Module liefern nach über drei Jahrzehnten im Feld noch immer mehr als 80 Prozent ihrer ursprünglichen Leistung. Die jährliche Degradationsrate liegt bei nur 0,24 Prozent. Ein Viertel dessen, was in der Fachliteratur oft als Richtwert angegeben wird. Die Zahlen allein erzählen nur die halbe Geschichte. Entscheidend ist, woraus die Module gemacht sind. Die sogenannte Bill of Materials. Also welche Stoffe die Zellen schützen, wie dick das Glas ist, welcher Kleber verwendet wurde. Was macht den Unterschied zwischen einer Anlage, die 30 Jahre durchhält, und einer, die nach 20 Jahren deutlich nachlässt? In den Labortests zeigte sich: Module mit hochwertigen Komponenten degradieren signifikant langsamer als Billigvarianten. Das Klima spielt ebenfalls eine Rolle. In den kühlen Schweizer Alpen altern Panels langsamer als in wärmeren Gebieten. Die Studie hat Vergleichswerte von rund 20 Grad Celsius Temperaturunterschied zwischen Höhenlagen und tiefer gelegenen Standorten. Dieser Unterschied schlägt sich direkt in der Lebensdauer nieder. Wärme beschleunigt die Alterung des Encapsulants, der Kunststoffschicht, die die empfindlichen Solarzellen vor Feuchtigkeit und mechanischen Belastungen schützt. Für Betreiber älterer Anlagen ist das eine gute Nachricht. Wer vor 15 oder 20 Jahren in Photovoltaik investiert hat, kann die Installation vermutlich deutlich länger nutzen als gedacht. Die Anlagen sind meist längst abbezahlt. Jede Kilowattstunde, die produziert wird, ist reiner Gewinn. Die von den Forschern analysierten Systeme stammen aus den späten 1980er und frühen 1990er Jahren. Eine Zeit, in der Photovoltaik noch Nischenprodukt war und Hersteller mit anderen Fertigungsstandards arbeiteten als heute. Der Boom setzte erst in den 2000er Jahren ein, mit Massenproduktion, Preisdruck und globalisierten Lieferketten. Ob Module aus der aktuellen Generation genauso lange durchhalten, lässt sich also noch nicht wissenschaftlich sagen. Quelle: EES SOLAR: Ebrar Özkalay et al. (2025): „Performance and degradation of photovoltaic modules from the early 1990s“



  • Umweltbundesamt berichtet: Recycling klappt, nur noch nicht im großen Maßstab

    Deutschlands neue Recyclingzahlen sind da: 5,5 Millionen Tonnen Verpackungen gehen zurück in den Kreislauf. Doch für jedes Kilo Recyclingkunststoff kommen acht Kilo Neuware aus Primärrohstoffen dazu. Am 27. Januar 2026 stellten das Umweltbundesamt (UBA) und die Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) neue Recyclingzahlen vor. Demnach hat Deutschland beim Recycling von Kunststoffverpackungen erstmals die 70-Prozent-Marke überschritten.  Nur zwölf Prozent aller Rohstoffe stammen aus Recycling.  Auch Papier, Weißblech und Aluminium erfüllen die gesetzlichen Vorgaben.  Laut Dr. Bettina Rechenberg, Leiterin des Fachbereichs Abfallwirtschaft des Umweltbundesamtes (UBA), ist dies vor allem auf strengere gesetzliche Vorgaben zurückzuführen. Doch der Blick aufs große Ganze fällt ernüchternd aus. Glas und Getränkekartons bleiben unter dem Ziel. Oft sind die Zusammensetzung der Produkte das Problem: Mehrschichtverpackungen wie Tetra Paks, bei denen Kunststoff, Aluminium und Pappe fest miteinander verklebt sind, lassen sich mit der heutigen Technik kaum wirtschaftlich in ihre Bestandteile zerlegen. Wo Sortierung und Verwertung an ihre Grenzen stoßen, endet der Kreislauf in der Verbrennungsanlage. Jeder Mensch in Deutschland verbraucht pro Jahr umgerechnet rund 16 Tonnen Rohstoffe. Das Gewicht von zwei voll beladenen Betonmischern. Davon stammen gerade einmal etwa zwölf Prozent aus Recycling, der Rest wird der Erde als Primärmaterial entnommen. Erze, Holz und fossile Rohstoffe. Gemessen an diesem Verhältnis wirken die Fortschritte beim Verpackungsrecycling wie eine Nebensache. Die im Dezember 2024 vom Kabinett verabschiedete Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) soll dagegen ansetzen. Bis 2030 soll der Sekundärrohstoffanteil deutlich steigen und der Primärrohstoffverbrauch pro Kopf bis 2045 halbiert werden. Ein Aktionsprogramm soll bis 2027 konkrete Maßnahmen für Bereiche wie die Bauwirtschaft, die Textilindustrie und den Fahrzeugbau liefern. Zu den geplanten Instrumenten gehören digitale Produktpässe, die bis 2030 EU-weit alle wichtigen Produktgruppen begleiten sollen. Verbraucher und Verbraucherinnen könnten dann per Scan sehen, aus welchen Materialien ein Produkt besteht und wie es sich recyceln lässt. Die Grundstoffindustrie, also Stahl, Aluminium, Kunststoffe und Beton, verursacht bereits bei der Gewinnung und Vorverarbeitung der Rohstoffe, also lange bevor ein Produkt in der Fabrik Form annimmt, zwischen 60 und 80 Prozent ihrer Treibhausgasemissionen. Wer hier Primärmaterial durch Recyclingware ersetzt, spart Emissionen dort, wo sie am stärksten anfallen. Allerdings konkurrieren Sekundärrohstoffe auf dem Weltmarkt mit billigen Primärrohstoffen. Solange hier eine Recycling-Infrastruktur fehlt, bleibt der Kreislauf die Ausnahme. Für das Jahr 2026 plant die Bundesregierung laut Umweltminister Schneider gerade neue Pfandregelung für weitere Produktgruppen, darunter Handys und Batterien. Wer ein altes Gerät zurückgibt, erhält Geld zurück und die wertvollen Metalle im Inneren gelangen zurück in die Produktion, statt in der Schublade zu landen. Die aktuellen Zahlen zeigen ein klares Muster: Recycling funktioniert dort, wo klare Quoten, etablierte Technologien und wirtschaftliche Anreize zusammenkommen. Auch wenn die Quote beim Plastikrecycling beeindruckt. Zwischen den aktuellen zwölf Prozent und dem Zielwert für 2030 liegt nicht nur eine Verdopplung, sondern auch ein notwendiger Umbau der Infrastruktur. Quellen:  Umweltbundesamt &  Verpackungsregister: Faktencheck Verpackungsrecycling Tagesspiegel: Weitere Pfandsysteme? Umweltminister für mehr Recycling



  • Volkswagen macht Zwickau zum Kreislaufwirtschafts-Zentrum

    Volkswagen wandelt sein Zwickauer Werk von der Produktion zur Demontage um. Ein Schritt, der zeigt, wie EU-Regulierung und wirtschaftlicher Druck die Automobilindustrie zur Kreislaufwirtschaft treiben. Das Zwickauer Werk galt seit 2019 als Vorzeigestandort für Elektromobilität – hier rollte der erste ID.3 vom Band. Nach den Tarifverhandlungen im Dezember 2024 sieht die Lage jedoch anders aus: Mehrere Fahrzeugmodelle wurden an andere Werke verlagert, die Produktion am Standort deutlich reduziert. Zwickau drohte, an Bedeutung zu verlieren. Am 21. Januar 2026 hat Volkswagen nun einen strategischen Neustart verkündet. Das sächsische Werk soll künftig Altfahrzeuge demontieren, Bauteile aufbereiten und Rohstoffe zurückgewinnen. Der Konzern investiert bis zu 90 Millionen Euro in Anlagen, Prozesse und Infrastruktur, der Freistaat Sachsen steuert rund 10,8 Millionen Euro Förderung bei. Der Zeitpunkt der Umwidmung ist nicht zufällig. Die EU-Altfahrzeugverordnung, die ab 2026 schrittweise in Kraft tritt, verschärft die Anforderungen: Künftig müssen 25 Prozent der in Fahrzeugen verbauten Kunststoffe aus Rezyklaten bestehen, ein Teil davon explizit aus Altfahrzeugen. Ziel ist, dass 95 Prozent eines Altfahrzeugs wiederverwendbar oder stofflich verwertbar sind. Zusammen mit der EU-Batterierichtlinie, die ab 2027 verbindliche Recyclingquoten für Lithium, Kobalt und Nickel vorschreibt, entsteht ein regulatorischer Rahmen, der Kreislaufwirtschaft in der Automobilindustrie zur Pflicht macht. Volkswagen ist nicht allein. Laut einer Studie des Capgemini Research Institute haben die meisten Automobilhersteller bereits eine umfassende Kreislaufwirtschaftsstrategie. Die Branche steht vor erheblichen Investitionen: Bis 2040 rechnet die Industrie mit rund 6,6 Milliarden Euro, die in den Aufbau entsprechender Kapazitäten fließen müssen. Der Hochlauf in Zwickau erfolgt schrittweise: Noch 2026 starten die ersten Demontageprozesse mit 500 Pilotfahrzeugen, ab 2027 soll die Kapazität ausgebaut werden. Und bis 2030 sollen es bis zu 15.000 Fahrzeuge pro Jahr sein. Die Demontage folgt einem modularen Konzept – je nach Zustand werden Fahrzeuge entweder komplett zerlegt oder nur einzelne Bauteile entnommen. E-Fahrzeug-Batterien und andere Komponenten sollen entweder als Gebrauchtteile weiterverwendet oder zur Rohstoffgewinnung aufbereitet werden. Zwickau soll dabei nicht nur demontieren, sondern dabei helfen, konzernweite Standards zu setzen. Demontageprozesse werden hier definiert, getestet und industrialisiert. Datenbasierte Plattformen und KI-Anwendungen sollen Materialflüsse und Recyclingquoten transparent steuern, so VW in einer Pressemitteilung. Das Projekt fügt sich in die konzernweite Strategie „REDUCE & GROW“ ein, die Volkswagen seit einigen Jahren verfolgt. Im Werk Salzgitter betreibt VW bereits seit 2021 eine Pilotanlage für Batterierecycling mit einer Kapazität von 3.600 Batteriesystemen pro Jahr. Ziel ist es, bis zu 90 Prozent der wertvollen Rohstoffe wie Lithium, Nickel, Kobalt und Mangan zurückzugewinnen. Zwickau ergänzt diesen Ansatz nun um das Fahrzeug-Recycling und wird laut VW zum zentralen Kompetenzzentrum für Kreislaufwirtschaft im gesamten Konzern. Die Kreislaufwirtschaft ist für Zwickau beides: strategische Neuausrichtung und wirtschaftliche Notwendigkeit. Der Standort erhält eine neue Perspektive, der Konzern macht einen Schritt Richtung geschlossener Materialkreisläufe. Ob tatsächlich 15.000 Fahrzeuge pro Jahr verarbeitet werden können, hängt von mehreren Faktoren ab: der Verfügbarkeit geeigneter Altfahrzeuge, der Nachfrage nach aufbereiteten Bauteilen und der Wirtschaftlichkeit der Prozesse. Quellen: VW Newsroom: Start of the Circular economy VolkwagenGroup: Resource use and circular economy Capgemini Research:SUSTAINABILITY IN AUTOMOTIVE  



  • Einweg-E-Zigaretten: Neues Rücknahme-Gesetz reicht nicht

    Fünf Millionen Einweg-Vapes pro Woche, täglich Brände in Müllwagen und Sortieranlagen, enorme Rohstoffverschwendung: Seit Januar ist die Elektro-Novelle   in Kraft, die bald alle Händler zur Rücknahme verpflichten. Doch Kritiker bezweifeln, dass eine Rücknahmepflicht viel bewirkt. Branchenberichten zufolge werden in Deutschland jede Woche rund fünf Millionen Einweg-Vapes konsumiert. Die ElektroG-Novelle, seit Januar 2026 in Kraft, verpflichtet ab dem 1. Juli alle Händler zur Rücknahme – unabhängig von der Verkaufsfläche. Ein neues einheitliches Symbol mit grünem Stecker und Pfeilen soll Verbraucher auf die Abgabemöglichkeit hinweisen. Bei Verstößen drohen Bußgelder. Doch die Regelung greift zu kurz. Supermärkte verfügen längst über Sammelstellen für Elektroschrott. Das eigentliche Problem liegt in der falschen Entsorgung: Laut britischen Studien landen mehr als die Hälfte aller Einweg-Vapes im Hausmüll. Die Folgen sind dramatisch. Der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft berichtet von täglichen Bränden in Sortieranlagen, Müllwagen und Wertstofftonnen. Die fest verbauten Lithium-Ionen-Akkus entzünden sich bei mechanischer Beschädigung. Die Folgen reichen von Schwelbränden bis zu Großfeuern, die Anlagen für Tage stilllegen und Hunderttausende Euro Schaden verursachen. Der Auslöser: Geräte, die wenige Euro kosten und nach wenigen Zügen im Müll landen. Mit dem neuen Gesetz werden vielleicht ein paar mehr Geräte korrekt entsorgt. Aber eine Motivation gegen die falsche Entsorgung im Hausmüll oder anderweitiges Wegwerfen liefert das Gesetz nicht. Dafür bräuchte es ein Pfand oder etwas Ähnliches. Die Deutsche Umwelthilfe hält die Rücknahmepflicht daher für unzureichend und fordert sogar ein vollständiges Verbot von Einweg-E-Zigaretten. Die Organisation verweist auf die strukturellen Schwächen des Systems: Selbst in Ländern mit bestehenden Rückannahmepflichten landen die meisten Geräte im Restmüll. Ab 2027 schreibt die EU-Batterieverordnung zwar austauschbare Akkus vor. Doch bis dahin werden weitere Millionen Wegwerfgeräte verkauft und falsch entsorgt. Neben der Brandgefahr haben wir es hier mit einer beispiellosen Rohstoffverschwendung zu tun. In den Wegwerfprodukten stecken kritische Batterierohstoffe wie Lithium – unverzichtbar für die Energiewende. Eine britische Studie von Material Focus belegt das Ausmaß für das Vereinigte Königreich: Allein das dort jährlich weggeworfene Lithium würde für 1.200 Elektroauto-Batterien reichen. Sechs Einweg-Vapes enthalten zusammen so viel Akkukapazität wie ein Smartphone. Doch weil die Komponenten fest verbaut sind, gestaltet sich das Recycling komplex und teuer. Geräte, die im Restmüll landen, werden thermisch verwertet – die wertvollen Materialien gehen verloren. Die ElektroG-Novelle ist ein Schritt in die richtige Richtung. Doch angesichts der Brandgefahr und der Rohstoffverluste braucht es mehr als Sammelpunkte und Hinweissymbole. Wer die Kreislaufwirtschaft ernst nimmt, muss Produkte vom Markt nehmen, die sich nicht sinnvoll recyceln lassen. Ein Verbot oder eine Motivation wie ein Pfandsystem wären hilfreich – eine bloße Rücknahmepflicht ist es nicht. Quellen: Bundesumweltministerium: Händler von Einweg-E-Zigaretten müssen ab 2026 ausgediente Geräte zurücknehmen Material Focus UK Study: Disposable vapes waste and lithium revoery data Elorec: ElektroG: Novelle bringt 2026 diese Änderungen  



  • Stromautobahnen vollständig genehmigt: Grünes Licht für die Energiewende

    A-Nord, Ultranet, SuedLink und SuedOstLink – vier Namen, die für die Energiewende entscheidend sind. Nach jahrelangen Planungen sind alle vier Stromautobahnen komplett genehmigt. Künftig wird Windenergie aus dem Norden dorthin fließen, wo sie gebraucht wird: in die Industriezentren und Großstädte des Südens. Die Bundesnetzagentur hat am 2. Januar 2026 die Bilanz des Netzausbaus für das Jahr 2025 veröffentlicht. Was sich da drin ebenfalls finden lässt: Erstmals wurden für alle vier großen Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen (HGÜ) die letzten Genehmigungen erteilt. Damit kommt ein jahrzehntelanger Planungsprozess zu einem Ende. Jetzt läuft die Bauphase. Die vier Projekte werden das Rückgrat der künftigen Stromversorgung bilden. SuedLink beispielsweise führt über rund 700 Kilometer von Schleswig-Holstein und Niedersachsen nach Baden-Württemberg und Bayern. SuedOstLink erstreckt sich über rund 540 Kilometer von Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt nach Bayern. A-Nord bringt Windstrom aus Emden nach Nordrhein-Westfalen und Ultranet verbindet Baden-Württemberg mit dem Ruhrgebiet. Alle vier Trassen werden unteridisch verlegt, was eine technische und planerische Herausforderung darstellt. Zusammen schaffen die vier Verbindungen eine Transportkapazität von zwölf Gigawatt. Das entspricht der Leistung mehrerer großer Kraftwerke. Die Bundesnetzagentur rechnet vor: Allein SuedLink kann mit vier Gigawatt rund zehn Millionen Haushalte versorgen. Überwiegend wird Windenergie aus dem windreichen Norden in die Industrie- und Ballungsräume im Süden und Westen Deutschlands transportiert. Der Fortschritt ist spürbar: Im vergangenen Jahr wurden fast doppelt so viele Leitungen genehmigt wie im Jahr davor. Mehr Personal bei den Behörden, klarere gesetzliche Vorgaben – das Netzausbaubeschleunigungsgesetz zeigt Wirkung. Die lange Phase stockender Verfahren scheint überwunden. Knapp die Hälfte der geplanten Stromleitungen ist mittlerweile genehmigt oder im Bau. Der Rest steckt in Genehmigungsverfahren. Noch ist also Arbeit zu leisten, aber die Dynamik hat sich gedreht.Die vier Stromautobahnen gehen gestaffelt ans Netz. Ultranet soll noch dieses Jahr Strom transportieren, A-Nord folgt 2027. SuedLink und SuedOstLink sind für 2028 geplant. Ursprünglich war alles früher geplant – die Verzögerungen summieren sich auf Jahre. Gründe gibt es viele: Genehmigungsverfahren dauerten länger als gedacht, Anwohner legten Einsprüche ein, Materialpreise stiegen, Tiefbaufirmen fanden zu wenig Personal. Auch die Kosten sind höher als anfangs kalkuliert. Der Netzausbau bleibt eine zentrale Herausforderung. Ohne leistungsfähige Übertragungsleitungen verpufft Windkraft im Norden, während im Süden fossile Kraftwerke einspringen müssen. Die Genehmigung der vier Stromautobahnen beseitigt einen Engpass. Ob die Bauarbeiten nach Plan verlaufen, wird sich zeigen. Die Rahmenbedingungen sind jedenfalls gesetzt. Quelle: Bundesnetzagentur: Ener­gie­wen­de nimmt ent­schei­den­de Hür­de



  • Rekord bei Windkraft-Ausschreibung – Preise sinken deutlich

    Windkraft wird günstiger: Bei der Ausschreibung vom November 2025 sank der durchschnittliche Zuschlagswert auf 6,06 Cent pro Kilowattstunde – fast acht Prozent weniger als zuvor. Über 8 Gigawatt wurden eingereicht, ein Rekordwert. Der Grund: Mehr Wettbewerb als je zuvor. Die Bundesnetzagentur hat am 8. Januar 2026 die Ergebnisse der neusten Windkraft-Ausschreibung veröffentlicht. Das Ergebnis übertrifft alle bisherigen Runden: Es wurden mehr als doppelt so viele Anlagen eingereicht, wie Zuschläge vergeben wurden. Ein klares Signal, dass die Branche liefern kann. Die starke Nachfrage wirkt sich direkt auf die Preise aus. So sank der durchschnittliche Zuschlagswert spürbar – um fast acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mehr Wettbewerb bedeutet günstigere Konditionen für die Energiewende. Die Bundesnetzagentur zieht Konsequenzen: Für das Jahr 2026 senkt sie den zulässigen Höchstwert weiter ab. Damit reagiert die Behörde auf die gesunkenen Stromgestehungskosten bei Windkraft. Regional dominieren zwei Bundesländer das Geschehen: Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sicherten sich zusammen fast zwei Drittel aller Zuschläge. Bemerkenswert ist dabei der Aufstieg von NRW, das traditionell nicht als Windenergie-Hochburg galt und nun an der Spitze liegt. Die Verteilung zeigt, dass Windkraftprojekte inzwischen auch in dicht besiedelten Regionen entstehen. Die hohe Beteiligung ist kein Zufall. Hinter dem Rekord stehen verbesserte Rahmenbedingungen: schnellere Genehmigungsverfahren, mehr verfügbare Flächen und eine größere Planungssicherheit. Nach Jahren der Stagnation scheinen Projektentwickler zunehmend Vertrauen in die Realisierbarkeit ihrer Vorhaben zu haben. So konnte die durchschnittliche Genehmigungsdauer für neue Anlagen zuletzt auf unter zehn Monate reduziert werden. Alle vier Ausschreibungsrunden des Jahres 2025 wurden zum ersten Mal komplett überbucht – es gibt mehr Angebote als nötig. Die Branche hat ein robustes Angebot aufgebaut, das einen wichtigen Puffer bietet: Sollten einzelne Vorhaben an Finanzierung, Lieferketten oder Netzanschlüssen scheitern, stehen Alternativen bereit. Zwischen Zuschlag und Inbetriebnahme liegen allerdings oft mehrere Jahre. Die hohe Zahl genehmigter Projekte muss sich erst noch in tatsächlich installierter Leistung niederschlagen. Mit einer Gesamtkapazität von über 77 Gigawatt schloss Deutschland das Jahr 2025 ab – ein solides Wachstum, aber noch weit entfernt von den Ausbauzielen. Die sinkenden Preise haben einen einfachen Grund: Windkraft wird technisch immer besser. Moderne Anlagen sind höher, haben größere Rotoren und produzieren mehr Strom pro Anlage. Vor zehn Jahren kostete Windstrom noch über 9 Cent pro Kilowattstunde – heute sind es nur noch 6 Cent. Selbst Kohle- und Gaskraftwerke können da kaum mithalten. Was in Nordrhein-Westfalen funktioniert, zeigt: Auch dicht besiedelte Regionen können Windkraft ausbauen, wenn die Planung stimmt. Die nächste Ausschreibungsrunde startet bereits im Februar 2026. Die Rahmenbedingungen stimmen: Deutschland baut mehr Windkraftanlagen, der Markt funktioniert, die Preise sinken. Der deutsche Energiemix wird nicht nur grüner, sondern auch günstiger. Quelle: Bundesnetzagentur: Bekanntgabe der Zuschläge (Stand: 08. Januar 2026) BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. :  Wind an Land: Sechste Überzeichnung der Ausschreibung in Folge



kontakt  |  impressum  |  datenschutz
Copyright © 2026 SOLARIFY. Alle Rechte vorbehalten. Datenschutz | Powered by Circular Valley
Nach oben scrollen
  • home
    • wir über uns
    • Circular Valley®
    • statistik
  • forschung
    • grundlagenforschung
    • energieforschung
    • batterieforschung
  • politik
    • energiepolitik
    • forschungspolitik
    • klimaschutz
    • nachhaltigkeit
  • wirtschaft
    • erneuerbare energien
    • fossile energieträger
  • umwelt
    • umweltpolitik
    • verbraucher
    • finanzethik
  • bibliothek
    • randnotizen
    • selbstgespräch
    • buchtipps
    • energie abc
    • links
Zustimmung verwalten
Um dir ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn du diesen Technologien zustimmst, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn du deine Zustimmung nicht erteilst oder zurückziehst, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.
Funktional Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt. Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.
Optionen verwalten Dienste verwalten Verwalten von {vendor_count}-Lieferanten Lese mehr über diese Zwecke
Einstellungen ansehen
{title} {title} {title}