BMWi und BMU: Politik und Wirtschaft ziehen an einem Strang

Mittelstandsinitiative Energiewende gestartet

Energie in den Betrieben sparen, Energieeffizienz verbessern – das sind die Ziele der vom Bundeswirtschaftsministerium, Bundesumweltministerium, DIHK und ZDH getragenen „Mittelstandsinitiative Energiewende“. Sie unterstützt Unternehmen mit Dialogangeboten, Informationen und Qualifizierungen. Und sie vermittelt Ansprechpartner direkt vor Ort.

Der Startschuss für die „Mittelstandsinitiative Energiewende“ fiel am 1. März in Berlin. Bundesweite „Regionaldialoge“ sollen einen direkten Austausch zwischen Politik, Industrie und Handwerk ermöglichen, um Chancen und Herausforderungen der Energiewende zu meistern – so eine gemeinsame Presseerklärung von BMWi und BMU.

Erste Anstöße

Bundesumweltminister Altmaier eröffnete gemeinsam mit Bundeswirtschaftsminister Rösler, dem Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Hans Driftmann, und dem Präsidenten des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Otto Kentzler, die „Regionaldialoge“.

Zum Auftakt führten die Minister und die Verbandspräsidenten eine erste Diskussion mit mittelständischen Unternehmerinnen und Unternehmern. In ganz Deutschland sollen ähnliche Gespräche zwischen der Wirtschaft und der politischen Leitung des Bundesumweltministeriums und Bundeswirtschaftsministeriums folgen.

Mittelständische Unternehmen seien zugleich Träger und Betroffene der Energiewende, sagte Bundesumweltminister Peter Altmaier bei der Eröffnungsveranstaltung. Der Minister verwies darauf, dass der Mittelstand durch Wertschöpfung aus erneuerbaren Energien einerseits profitiere, aber andererseits durch Strompreissteigerungen belastet werde. „Wir wollen mit dieser Initiative dem Mittelstand helfen, energieeffizient zu wirtschaften und die Chancen zu nutzen, die die Energiewende bietet. Gemeinsam mit dem Mittelstand wollen wir die Energiewende zu einem Erfolg werden lassen: für die Unternehmen, für die Verbraucher, für den Klimaschutz.“

Rösler kündigte Energieeffizienz als einen wichtigen Schwerpunkt an. Eine umweltverträgliche Produktion, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit müssten miteinander vereinbart werden. Diskussionen zur Strompreis-Sicherung, zu Konsequenzen einer verstärkten Eigenproduktion von Energie, zum Netzausbau und vor allem zu Anforderungen an Ausbildung und Forschung wurden angestoßen.  „Die Energiewende ist derzeit das wohl größte gesamtgesellschaftliche Projekt in Deutschland. Ihr Erfolg hängt nicht nur von der Akzeptanz der Bevölkerung, sondern maßgeblich von unserem Mittelstand ab. Es ist wichtig, dass unsere Unternehmen die neuen Chancen, die sich hier bieten, auch nutzen können. Deshalb werde ich mich auch künftig dafür einsetzen, dass die von der Energiewende verursachten Belastungen für den Mittelstand im Rahmen bleiben.“

DIHK-Präsident Driftmann: „Für den Mittelstand reicht es nicht aus, den weiteren Anstieg der Strompreise zu bremsen, sondern die Energiekosten für die Betriebe müssen insgesamt gesenkt werden. Besonders die Stromsteuer bietet sich hierfür an.“

ZDH-Präsident Kentzler: „Wir sehen die Energiewende in erster Linie als Chance: für Wachstum, für Innovation, für den Klimaschutz. Energieeffizienz ist die entscheidende Säule der Energiewende. Sie gelingt aber nur, wenn die Bürger und Betriebe mitgenommen werden und investieren.“

Mit gutem Beispiel voran

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung wurden außerdem vier Klimaschutz-Unternehmen für ihr Engagement ausgezeichnet. Das Caféhaus Langes, die Hettich Unternehmensgruppe, Neumarkter Lammsbräu und Weidmüller Interface hatten mit innovativen Projekten zur Energieeinsparung und zur Umweltverträglichkeit überzeugt.

->Quelle:  mittelstand-energiewende.de; bundesregierung.de