Offshore

Der Ausbau der Windenergie läuft in sehr unterschiedlichem Tempo. Während an Land (Onshore) kontinuierlich neue Windräder den Betrieb aufnehmen, geht der Zubau auf dem Meer (Offshore) schleppend voran. Zum Jahresende 2012 waren hierzulande gut 31.300 Megawatt Gesamt-Windleistung installiert, davon nur 280 Megawatt in Offshore-Parks. Dieses Verhältnis wird sich in den kommenden Jahren verschieben, dank zweier wichtiger Neuerungen: Es ist geklärt, wer in welchem Umfang für Verzögerungen beim Netzanschluss im Meer zahlen muss. Und es gibt einen langfristigen Plan für den Ausbau der Infrastruktur.

Jährlicher Plan zum Netzausbau

Bislang hat jeder Windparkbetreiber individuell mit dem zuständigen Netzbetreiber ausgehandelt, wann sein Projekt an das Stromnetz angebunden wird. Das hat sich in der Praxis als nicht durchführbar erwiesen. Zum Januar 2013 gab es daher einen Systemwechsel: Nun erstellen die Übertragungsnetzbetreiber wie beim Netzausbau auf dem Festland einen Offshore-Netzentwicklungsplan. Er legt fest, wie und wann die bis zum Jahr 2022 geplanten Offshore-Parks ans Stromnetz angeschlossen werden. Konkret gehen die Netzbetreiber von 10,6 Gigawatt Leistung in der Nordsee und 2,5 Gigawatt in der Ostsee aus.

Ende 2012 lieferten 68 Windräder mit 280 Megawatt Leistung auf See Strom ins deutsche Netz. Fünf Offshore-Windparks in der Nordsee sind im Bau und ein weiteres Projekt innerhalb der Zwölf-Seemeilen-Zone. Bei sieben Projekten in Nord- und Ostsee ist die Bauvorbereitung fortgeschritten, 16 weitere Windparks sind genehmigt und in Bauvorbereitung. Ziel der Bundesregierung sind 25.000 Megawatt Offshore-Leistung bis zum Jahr 2030. Die Anlagen sollen 15 Prozent des deutschen Stroms liefern.
->Quelle: bmwi-energiewende.de