Minimax-Werte an den Polen am geringsten
Die täglichen Temperaturschwankungen – also die Maximalwerte am Tag und die Minimalwerte in der Nacht – sind der Studie nach an den Polen am geringsten. Relativ klein sind sie auch in der Nähe von großen Gewässern und auf geringen Höhen. Die jährlichen Temperaturwechsel wiederum sind in den Tropen am kleinsten und steigen zu den Polen hin an. „In Temperaturzonen, die bislang relativ zu den Jahresschwankungen geringere Tagesunterschiede aufwiesen, haben sich die jahreszeitlichen Änderungen in den letzten 30 bis 40 Jahren nicht geändert“, erläutert Michael Dillon. „Aber die Tagesschwankungen sind beträchtlich gewachsen. Wenn aber die Jahresvariabilität konstant ist und die Tagestemperaturen ansteigen, werden Gebiete außerhalb der Tropen tropischer werden.“
Kein Ort vor dem Klimawandel sicher
Die Ergebnisse zeigen, dass kein Ort vor dem Klimawandel sicher ist. „Die meisten Menschen sind zu Recht über den Anstieg des Meeresspiegels besorgt, glauben aber, dass sie davon nicht betroffen sind, wenn sie nicht in Meeresnähe leben. Unsere Arbeit zeigt, dass Regionen, die weit von den Meeren entfernt sind, die größte tägliche und jahreszeitliche Temperaturvariabilität haben werden, weil sie weit entfernt sind von den Pufferwirkungen der Ozeane“, sagt Wang. Das wird somit Auswirkungen in der Landwirtschaft haben, weil es die Ernten beeinträchtigen wird, aber auch die Ausbreitung von Parasiten und Krankheiten wird sich ändern. NW/HR
->Quelle: tuebingen.mpg.de