Windgas senkt Energiewendekosten um Milliarden…

Ohne Speicherwende keine Energiewende

„Windgas gewährleistet auch bei einer regenerativen Vollversorgung die Sicherheit und Zuverlässigkeit unserer Energieversorgung, wie wir es heute gewohnt sind“, resümiert der Energiespeicher-Experte. Daher sei es eine Frage der energiewirtschaftlichen Vernunft, diese Technik einzuführen. Dafür brauche es nun einen Entwicklungsplan. „Ohne eine Speicherwende ist die Energiewende nicht zu schaffen“, betont Sterner. Im Strombereich müssten laut Studie bis 2050 maximal 134 GW an Windgas-Anlagen gebaut werden.

Dieser Bedarf sinkt, wenn ergänzend zu Windgas andere und vielleicht günstigere Möglichkeiten zum Ausgleich der schwankenden Produktion erneuerbarer Energien erschlossen werden, etwa Batteriespeicher, kundenseitige Verbrauchsanpassung oder steuerbare erneuerbare Energien. „Als Langzeitspeicher wird Windgas aber in jedem Fall unverzichtbar sein“, sagt Marcel Keiffenheim von Greenpeace Energy. „Damit die Technologie verfügbar sein wird, wenn wir sie brauchen, müssen allerdings zügig regulatorische Hemmnisse abgebaut werden, die Investitionen in Windgas heute häufig erschweren.“ Als Beispiele nennt er eine einfachere Genehmigung von Windgas-Projekten, besseren Zugang zu Regelenergie-Märkten und die Möglichkeit, überschüssigen Windstrom zum tatsächlichen Marktwert beziehen zu können. „Mit zunehmender technologischer Reife wird Windgas immer kostengünstiger werden“, sagt Marcel Keiffenheim, „damit diese für die Energiewende zentrale Technologie ihr Potenzial entfalten kann, müssen nun aber faire Marktbedingungen geschaffen werden.“

Hintergrundinfos: Die Energie-Genossenschaft Greenpeace Energy wurde 1999 von Greenpeace Deutschland gegründet und arbeitet bis heute nach den ökologischen Vorgaben der Umweltschutzorganisation. Greenpeace Energy versorgt rund 110.000 Kunden mit Ökostrom und mehr als 10.500 Kunden mit dem Gasprodukt proWindgas. Die 100-prozentige Tochter Planet energy hat neun Windparks und drei Solaranlagen errichtet und ist an zwei Windparks beteiligt. Als Genossenschaft ist Greenpeace Energy in alleinigem Besitz seiner 23.000 Genossenschaftsmitglieder und arbeitet aus Prinzip nicht profitmaximierend. Die Forschungsstelle für Energienetze und Energiespeicher (FENES) an der Ostbayerischen- Technischen Hochschule (OTH) Regensburg ist eine Hochschuleinrichtung, die sich mit energietechnischen, energiewirtschaftlichen und energiepolitischen Fragestellungen im Bereich der Strom- und Energieversorgungsnetze und Energiespeicher-Technologien befasst. Die Kernkompetenz von FENES liegt im Bereich Energiespeicher in zwei Bereichen: der chemischen Energiespeicherung und der energiewirtschaftlichen Systemanalyse. Energy Brainpool ist ein unabhängiger Marktspezialist für die Energiebranche mit Fokus auf den Strom- und Energiehandel in Europa. Mit seinem fundamentalen Energiemarktmodell Power2Sim bietet das Analyseinstitut langfristige Strompreisprognosen und -szenarien bis 2050 an. Die Expertise umfasst zudem die Analyse, Prognose und Modellierung der Energiemärkte und -preise, wissenschaftliche und praxisnahe Studien, individuelle Beratungsangebote sowie Training und Experten-Schulungen für die Energiebranche.

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