Lesehinweis: Warum die Windstudie nicht stimmt

Verbrauchte Luft –  ERNEUERBARE ENERGIEN widerspricht der fundierten Effizienzstudie zu Windkraft

Windenergie ist angeblich weit weniger effizient als bisher angenommen – möglicherweise gar um den Faktor sieben. Mit dieser These hat eine Studie anerkannter Wissenschaftler zwei Tage lang bundesweit medial Furore gemacht. Kritiker der Studie (siehe solarify.eu/die-grenzen-des-windes) schütteln hingegen nur den Kopf. Ein lesenwerter Artikel von Tilman Weber in ERNEUERBARE ENERGIEN.

„Von wegen unerschöpfliche Windkraft: Maximal 26 Prozent der natürlichen Windenergie lassen sich für Strom nutzen. Das zeigt eine aktuelle Berechnung.“ So schreibt beispielsweise die Wochenzeitung Die Zeit auf ihrem Online-Portal – und kaum ein großes Nachrichtenmedium in Deutschland scheint die Schlagzeile über die vermeintliche Neuheit ausgelassen zu haben. Die Erkenntnisse aus der zitierten Studie sind im Fachjournal der amerikanischen Akademie der Wissenschaften zu lesen. Sie beschreiben das in der Windenergiebranche inzwischen unumstrittene Phänomen, wonach immer mehr Windparks unter dem wachsenden und starken Zubau in Deutschland zu geringeren Erträgen der Einzelanlagen führen. Denn die Windturbinen greifen einander im Wortsinne den Wind ab. Hinter jeder Windenergieanlage ist der Luftstrom energieärmer – reduzierter als bisher angenommen, argumentieren die Forscher.

Weber hat nachgefragt – eines seiner Ergebnisse: “Zu echter Besorgnis über eine längere Debatte zur angeblich mangelnden Effizienz der Windenergie reicht es nach Ansicht von Experten, die ERNEUERBARE ENERGIEN hierzu befragt hat, dann doch nicht: ‘Sehr viele Vereinfachungen und Annahmen. Eine Diskrepanz zu realen Messungen wird sogar selbst in dem Paper erkannt’, urteilt Stephan Barth. Der Geschäftsführer des Windenergieforschungszentrums Forwind der Universitäten Oldenburg, Hannover und Bremen mutmaßt, es handele sich nach erstem Anschein um eine Nachricht für die in manchen Feldern wie der Wissenschaft immer noch nachrichtenarme Zeit, ‘Sommerloch’ genannt. Forwind ist indes eine der führenden Wissenschaftsorganisationen in Deutschland, wenn es um die Windschatteneffekte großer Windparks in Deutschland geht.”

->Quelle und ganzer Artikel: erneuerbareenergien.de/verbrauchte-luft

->Experten sagen ihre Meinung: erneuerbareenergien.de/experten