EnBW macht wieder Gewinn

21,2 Milliarden Euro Umsatz – fast 200 Mitarbeiter mehr 

„Im Geschäftsjahr 2015 erzielte die EnBW mit 20.288 Mitarbeitern (Vorjahr: 20.092) einen leicht höheren Umsatz von 21,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 21,0 Milliarden Euro). Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (adjusted EBITDA) sank um 2,7 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro.

Der drastische Verfall der Strompreise machte erneute Wertberichtigungen auf den Kraftwerkspark und eine Erhöhung der Drohverlustrückstellungen auf Strombezugsverträge in einer Höhe von insgesamt rund einer Milliarde Euro notwendig. Trotz dieser Belastungen ergab sich ein auf die Aktionäre der EnBW AG entfallender Konzernüberschuss von rund 125 Millionen Euro nach einem Konzernfehlbetrag von -466 Millionen Euro im Vorjahr.

Dies war insbesondere bedingt durch die Realisierung von Veräußerungsgewinnen bei Wertpapieren im ersten Halbjahr 2015. In der Folge stieg auch der auf die Aktionäre der EnBW AG entfallende adjusted Konzernüberschuss auf 952 Millionen Euro an (plus 105 Prozent). Das Investitionsvolumen des EnBW-Konzerns betrug 1,46 Milliarden Euro. Es lag damit wie erwartet um 25,3 Prozent unter Vorjahr, da Großprojekte wie das Kraftwerk RDK 8 und der Offshore-Windpark EnBW Baltic 2 fertiggestellt wurden.

Ausblick auf 2016 – Netze positiv – Mastiaux mit drei Prioritäten

Hochspannungsleitungen bei Darmstadt - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft - 20150505Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die EnBW aufgrund eines nochmal deutlich schlechteren Marktumfelds mit einem adjusted EBITDA zwischen -5 und -10 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Im Segment Netze wird für das adjusted EBITDA eine deutliche Ergebnissteigerung um über 20 Prozent erwartet. Damit werden die Netze das ergebnisstärkste Segment sein. Auch das adjusted EBITDA des Segments Erneuerbare Energien wird erwartungsgemäß weiter steigen, voraussichtlich zwischen 10 und 20 Prozent. Für das Segment Erzeugung und Handel geht die EnBW hingegen von einem weiterhin deutlich rückläufigen adjusted EBITDA von mehr als 20 Prozent aus. Ebenso wie im Segment Vertriebe, in dem ein Ergebnisrückgang von mindestens 20 Prozent erwartet wird.

Mastiaux: ‚Drei klare Prioritäten werden dieses Jahr unser unternehmerisches Handeln bestimmen:

  1. Zum einen die weiterhin konsequente Umsetzung unserer Strategie EnBW 2020 mit den bekannten Wachstums-Schwerpunkten Erneuerbare Energien, dem Netzgeschäft sowie den kundennahen Vertrieben.
  2. Zum zweiten werden wir weitere Maßnahmen der Effizienzverbesserung prüfen, um gegen das erneut verschlechterte wirtschaftliche Umfeld anzukämpfen.
  3. Zudem werden wir uns als dritte Priorität mit der Frage beschäftigen, wie wir uns für die Zukunft nach 2020 aufstellen wollen. Dazu gehört auch die Diskussion, wie etwa die zunehmende Digitalisierung des Energiegeschäfts oder das Kundenverhalten die weitere Entwicklung prägen werden.

Der konsequente Umbau des Unternehmens und seine Neuausrichtung bleiben auch in 2016 Programm.'“

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