Geesthacht und Oldenburg: Zwei neue DLR-Institute

Für Mobilitäts- und Energiewende

Die Bereinigungssitzung des Deutschen Bundestags am 14.11.2019 hat Medienmitteilungen aus dem BMWi und dem DLR vom 15.11.2019 folgend die Grundlage für zwei neue Institute des DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) gelegt. Künftig widmen sich zwei neue DLR-Institute innovativen Technologien für die Mobilitäts- und Energiewende. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat die Mittel für die Gründung bewilligt. Insgesamt stellt das BMWi dafür 17,25 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung.

„Wir freuen uns über die neuen Institute, denn sie sind ein weiterer Beweis für das Vertrauen von Bund und Ländern in die Spitzenforschung des DLR“, betont Prof. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des DLR. „Wissenschaftliche Kompetenz mit einer hohen gesellschaftlichen Relevanz ist eine der wichtigen Grundlagen zur Stärkung des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes Deutschland. Wir freuen uns, unsere Forschungen auf den hoch relevanten Gebieten Energie und Verkehr mit den neuen Instituten verstärken zu können.“

Der Koordinator der Bundesregierung für die Maritime Wirtschaft, Norbert Brackmann: „Mit der Gründung von zwei neuen DLR-Instituten investiert das BMWi konsequent in Technologien für die Mobilitäts- und Energiewende. Die neuen DLR-Institute widmen sich den drängenden Herausforderungen unserer Zeit und bieten der Industrie eine leistungsfähige Forschungsinfrastruktur. Mit den beiden Instituten stärken wir nicht nur die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft, sondern leisten auch einen aktiven Beitrag zur Entwicklung der Regionen und der Wertschöpfung in Deutschland. Dabei setzen wir auch in der Forschungslandschaft auf Synergieeffekte. So soll zum Beispiel das neue DLR-Institut in Geesthacht eng mit dem Helmholtz-Zentrum in Geesthacht, den Hochschulen in Hamburg und Schleswig-Holstein sowie dem vom BMWi geförderten Reallabor Westküste kooperieren.“

Das Institut für Maritime Energiesysteme soll in Geesthacht in Schleswig-Holstein angesiedelt werden. Das Institut soll sich schwerpunktmäßig der Entwicklung von integrierten Systemen zur energieeffizienten und emissionsarmen Bereitstellung von Strom sowie Wärme und Kälte für Fracht- und Passagierschiffe jeder Größenordnung widmen. Die Weiterentwicklung von Brennstoffzellen für maritime Anwendungen spielt eine wichtige Rolle. Hierbei stehen die Lebensdauer, die Serienproduktion und die Massentauglichkeit im Mittelpunkt. Besonderes Augenmerk soll auf die flexible und effiziente Erzeugung von Wärme und Kälte gelegt werden. Ergänzend erarbeitet das Institut Konzepte für große Energiespeicher an Bord und entsprechende Versorgungsinfrastrukturen an Land für alternative Treibstoffe.

Das Institut für System Engineering für zukünftige Mobilität in Oldenburg in Niedersachen entsteht aus einer Ausgliederung des Bereichs Verkehr des Instituts OFFIS, der schon lange mit dem DLR eng zusammenarbeitet. Vom Verbund von Verkehrssystemen bis hinab zum Hardware-Software Co-Design werden integrierte und damit über alle Systemebenen durchgängige Entwicklungs- und Verifikationsansätze in Verbindung mit der Industrie erforscht und umgesetzt. Durch die Überführung des Bereichs Verkehr in ein neues DLR-Institut für System Engineering für zukünftige Mobilität entsteht ein Mehrwert für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Deutschland.

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