Nachhaltige Gesellschaft „offener, resilienter und gerechter“

Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Die Bundesregierung hat am 27.04.2021 den Bericht des BMBF zur „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) für die 19. Legislaturperiode vorgelegt. Er befasse sich mit dem Stand und der Entwicklung von BNE in Deutschland von 2017 bis 2021 und bilde die BNE-Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder und Länderkonferenzen sowie der Kommunen ab. Aufgeführt würden – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – außerdem die BNE-Aktivitäten weiterer gesellschaftlicher Akteure aus dem Bereich der nachhaltigen Entwicklung. Auch werde dargestellt, welchen Beitrag BNE zur Erreichung der 17 Nachhaltigkeitsziele aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen (VN) geleistet habe.

Agenda 2030, die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals – SDGs)

Der 198seitigen (!) Vorlage zufolge muss sich die Gesellschaft mit zunehmenden globalen Herausforderungen, wie Ungleichheiten, Klimawandel, Ressourcenknappheit und Pandemien auseinandersetzen. Eine Antwort darauf seien 2015 die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen gewesen. Denn eine nachhaltige Gesellschaft sei „offener, resilienter und gerechter“. Dieser Gedanke stehe im Zentrum der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie und ihrer Neuauflagen sowie des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung.

„Nachhaltigkeit unserer Gesellschaft gelingt nur gemeinsam“, heißt es in dem Bericht weiter. Dafür brauche man eine Bildung, die auf nachhaltige Entwicklung ausgerichtet sei. Bildung für nachhaltige Entwicklung verfolge das Ziel, „die Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln zu befähigen“. Sie ermögliche einen kritischen, aber dennoch empathischen und umfassenden Blick. BNE ermögliche es jedem Einzelnen und in jedem Alter, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen, ist die Bundesregierung überzeugt.

Dem Bericht zufolge wurden die Maßnahmen der Bundesregierung im BNE-Bereich in der 19. Legislaturperiode erheblich ausgebaut. In den vergangenen Jahren seien unter anderem BNE-Landesstrategien verabschiedet oder weiterentwickelt, neue Leitperspektiven für Lehrpläne erarbeitet und Lehrmaterialien für BNE veröffentlicht worden. Auch sei 2020 mithilfe einer Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung der Weg für ein BNE-Kompetenzzentrum bereitet worden, um die Kommunen dabei zu unterstützen, BNE in ihren Bildungsstrukturen zu verankern. hib/ROL

Wörtlich heißt es am Schluss des Berichts: „BNE gelangt immer mehr in die Strukturen der verschiedenen Bildungsbereiche, und das auf allen Ebenen. In den letzten Jahren wurden u.a. BNE-Landesstrategien verabschiedet oder weiterentwickelt, BNE wurde in den Leitbildern von Bildungseinrichtungen verankert, neue Leitperspektiven für Lehrpläne wurden erarbeitet oder Lehrmaterialien für BNE veröffentlicht. Auch wurde 2020 mithilfe einer BMBF-Förderung der Weg für ein BNE-Kompetenzzentrum bereitet, um die Kommunen dabei zu unterstützen, BNE in ihren Bildungsstrukturen zu verankern.Dem Folgeprogramm des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung (WAP BNE) (2015–2019) sieht die Bundesregierung mit großem Interesse entgegen. Das neue internationale UNESCO-Programm „Education for Sustainable Development: Towards achieving the SDGs (ESD for 2030)“ rückt die 17 SDGs nun stärker in den Mittelpunkt. Die Bundesregierung begrüßt diese Ausrichtung ausdrücklich und wird dies auch im nationalen Prozess vorantreiben, denn BNE ist ein zentraler Schlüssel für das Erreichen aller SDGs.
Bei der Umsetzung von BNE müssen die Akteurinnen und Akteure im Bildungsbereich beispielsweise in Zukunft vermehrt darauf achten, die Lehrenden zu befähigen, BNE in der Bildungspraxis anzuwenden. Die Weiterbildung von Erzieherinnen und Erziehern und Kita-Leitungen sollte weiter gestärkt werden. Auch in der Berufsbildung und der Hochschulbildung sollen Maßnahmen zur Unterstützung der Multiplikatorinnen und Multiplikatoren umgesetzt werden.
Um die Umsetzung noch weiter zu verbessern, müssen zukünftig die verschiedenen Themen, die aktuell zeitgleich an unterschiedlichen Stellen im Bildungssystem implementiert werden, noch mehr zusammengedacht werden.“

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