Speicher: Der Trick mit dem Kalk

Anwendungen in Industrie und Kraftwerken

Die Einsatzmöglichkeiten für Thermochemische Speicher liegen unter anderem bei Sonnenkraftwerken. Hier werden große Wärmespeicher benötigt, damit die Kraftwerke auch in den Abendstunden und in der Nacht Strom generieren können. Derzeit werden in Sonnenkraftwerken teure Flüssigsalz-Speicher eingesetzt. In der Industrie können die Speicher überall dort zum Einsatz kommen, wo energieintensive Prozesse ablaufen. Dies kann bei sehr hohen Temperaturen, wie zum Beispiel in der Keramikindustrie, der metallverarbeitenden Industrie oder bei der Glasherstellung sein. Der Endenergieverbrauch für Prozesswärme im Industriesektor betrug im Jahr 2008 über 1600 Petajoule. Speicher können zumindest einen Teil dieser Prozesswärme auffangen, so dass diese an anderer Stelle wieder zum Einsatz kommen kann. So können sie einen wichtigen Beitrag zur Effizienzsteigerung leisten. Im CWS-Projekt wurde der Grundstein für das Verständnis Thermochemischer Speicher gelegt. Ziel der Forschungsarbeiten ist es, die technologische Machbarkeit zu demonstrieren und diese innovativen Energiespeicher für konkrete Anwendungen in Zusammenarbeit mit der Industrie zur Marktreife zu bringen.

Energie- und Werkstoffforscher unter einem Dach

Die Testanlage befindet sich im Gebäude des CeraStorE (Competence Center for Ceramic Materials and Thermal Storage in Energy Research). Im CeraStorE forschen Energie- und Werkstoffforscher aus dem DLR-Institut für Werkstoffforschung, dem DLR-Institut für Technische Thermodynamik und dem DLR-Institut für Solarforschung an keramischen Materialien für Brennkammern, Strahlungsempfängern für Turmkraftwerke sowie an innovativen Wärmespeichern. Hier wollen die Wissenschaftler ihre neu entwickelten Werkstoffe und Speicher an anwendungsnahen Versuchsanlagen testen und ihre Machbarkeit demonstrieren. Damit schlagen sie bei der Entwicklung von Innovationen zur Marktreife eine wichtige Brücke zwischen Forschung und Anwendung. CeraStorE und die nun in Betrieb genommene Testanlage wurden mit Mitteln des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.
->Quelle: www.dlr.de