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Home »Bibliothek»100 Prozent Grünstrom in jedem Fall billiger

100 Prozent Grünstrom in jedem Fall billiger

Veröffentlicht am14. Dezember 20127. Juli 2023Autorgh

Die amerikanische Quelle:
->Quelle: www.sciencedirect.com

Seiten: 1 2 3

KategorienBibliothek, News, Politik, WirtschaftSchlagworteErneuerbare Energien

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Verwandte Themen

  • München wird Kreislaufstadt: Stadt beschließt verbindliche Strategie

    „Kreislaufwirtschaft ist kein Nischenthema“, sagte Münchens Bürgermeister bei der Verabschiedung. „Sie ist die Grundlage, um München fit für die Zukunft zu machen.” Als deutsche EU-Pilotstadt beschloss München eine verbindliche Strategie mit fünf messbaren Zielen bis 2045. Ob die ambitionierten Ziele bei einem aktuellen Rohstoffverbrauch von 32 Tonnen pro Kopf und Jahr erreicht werden können, bleibt fraglich. Der Münchner Stadtrat hat im Dezember 2025 einen Beschluss mit Signalwirkung über die Stadtgrenzen hinaus gefasst: Die Münchner Kreislaufwirtschaftsstrategie (MKWS) ist die erste verbindliche Roadmap einer deutschen Großstadt zur Kreislaufwirtschaft. Mit fünf messbaren Zielen bis 2045, einem eigenen Maßnahmenplan für den Bausektor und einer städtischen Bauteilbörse macht München ernst. Das Timing ist kein Zufall. München ist die deutsche Stadt, die als Pilotstandort der EU-Initiative „Circular Cities and Regions Initiative” (CCRI) ausgewählt wurde. Berlin und Südostniedersachsen nehmen lediglich als sogenannte Fellows teil, was eine andere Kategorie mit weniger intensiver Betreuung darstellt. Was München in den kommenden Jahren umsetzt, wird in Brüssel genau beobachtet. Der größte Hebel liegt im Bauwesen. Hier fließen etwa 60 Prozent aller Materialien, weshalb die Stadt hier konkret ansetzt: Eine städtische Bauteilbörse soll dafür sorgen, dass Abbruchbeton, Fenster oder Stahlträger künftig direkt in neue Projekte wandern, statt auf der Deponie zu landen. Für kommunale Bauvorhaben werden Recyclingquoten zur Pflicht. Die Stadtverwaltung selbst soll mit einem nachhaltigen Beschaffungswesen vorangehen. Wirtschaftlich gilt München bereits als Hotspot der Kreislaufwirtschaft. In der Stadt hat sich in den vergangenen Jahren ein aktives Start-up-Ökosystem rund um zirkuläre Geschäftsmodelle entwickelt, das auch bei Investorinnen und Investoren auf Interesse stößt. Die Strategie soll dieses Umfeld weiter stärken und mindestens 2.000 Unternehmen und Organisationen aktiv einbinden. Parallel dazu läuft seit 2020 das Programm „Zero Waste City”. Das Motto lautet: Abfallvermeidung statt Entsorgung. Konkret bedeutet das weniger Verpackungsmüll in Kantinen, Mehrwegsysteme im Handel und eine Reparaturförderung für Haushaltsgeräte. Die Stadt will damit auch die Bürgerinnen und Bürger erreichen und nicht nur die Unternehmen.  „Kreislaufwirtschaft ist kein Nischenthema“, sagte Bürgermeister Dominik Krause bei der Verabschiedung. „Sie ist die Grundlage, um München fit für die Zukunft zu machen.” An der Strategie haben über 100 Experten aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft mitgearbeitet. Die Ausgangslage ist allerdings schwierig. München verbraucht pro Kopf deutlich mehr Rohstoffe als der deutsche Durchschnitt und recycelt nur einen Bruchteil davon. Fast alles muss importiert werden. Die Ziele sind ambitioniert: Bis 2035 soll der Material-Fußabdruck um 30 Prozent sinken und bis 2045 um die Hälfte. Ob das gelingt, hängt davon ab, wie konsequent die Maßnahmen umgesetzt werden. Quellen: Stadtportal München: Kreislaufwirtschaft in München EU: Circular Cities and Regions Initiative Abfallwirtschaft München: Zero-Waste-City München Circularity Gap Report München



  • Plastikrecycling schließt eine große Lücke: PET-Schalen zurück in den Lebensmittelkreislauf

    Eine Sortieranlage erfasst Kunststoffflakes im Sekundentakt. Cirrec in Duiven verarbeitet insgesamt 60.000 Tonnen Lebensmittelschalen pro Jahr und recycled verlässlich lebensmitteltaugliches Plastik. Im niederländischen Duiven hat die Firma Cirrec geschafft, woran die Recyclingbranche seit Jahren arbeitet: Ein Werk verwandelt gebrauchte PET-Verpackungen in neue Lebensmittelschalen. Laut dem Unternehmen in derselben Qualität wie Neuware. Die im Dezember 2025 öffentlich gemachte Zusammenarbeit zwischen der Faerch-Gruppe und dem Sortiertechnik-Spezialisten TOMRA zeigt, dass lebensmitteltaugliches Plastikrecycling im industriellen Maßstab möglich ist. Die Partnerschaft zwischen der Faerch-Gruppe und dem norwegischen Sortiertechnologie-Spezialisten TOMRA markiert einen Wendepunkt für die Kreislaufwirtschaft bei Kunststoffverpackungen. Plastik sortieren, das für Lebensmittel wiederverwendet werden kann. Was simpel klingt, ist technisch hochkomplex. Nur Plastik, das strenge Hygiene- und Qualitätsstandards erfüllt, darf erneut mit Lebensmitteln in Kontakt kommen. Herkömmliche optische Sensoren können jedoch nicht unterscheiden, ob eine Kunststoffflocke ursprünglich eine Shampoo-Flasche war oder ein Joghurtbecher. Anders als bei Getränkeflaschen, die in relativ sauberen Strömen gesammelt werden, sind Lebensmittelschalen stark und unterschiedlich kontaminiert – mit Essensresten, Fremdkunststoffen und anderen Materialien. Diese Verunreinigungen zuverlässig zu entfernen und gleichzeitig die Herkunft des Materials zu identifizieren, war bisher eines der größten Hindernisse für echte Kreislaufwirtschaft. Dafür läuft das Material durch einen mehrstufigen Prozess aus Vorsortierung, Waschen, Trocknen und anschließender hochpräziser Flake-Sortierung. Cirrec hat vor kurzem mehrere TOMRA-Flake-Sortierlösungen installiert. Seitdem sind die Verunreinigungen in den Endströmen gesunken, die Anlage sortiert verlässlich lebensmitteltaugliche PET-Flakes. Das Ergebnis übertraf die Erwartungen: Die Verarbeitungs-Kapazität verdoppelte sich auf 60.000 Tonnen pro Jahr, während gleichzeitig die Qualität stieg. Die sortierten PET-Flocken werden vor Ort zu Granulat verarbeitet und fließen direkt in die Produktion neuer Lebensmittelschalen mit bis zu 70 Prozent Recyclinganteil. „Diese Zusammenarbeit hat klar gezeigt, dass hochwertiges Tray-to-Tray-Recycling möglich ist und bereits im industriellen Maßstab stattfindet“, erklärt Simone Tirelli, Projektleiterin bei Cirrec. Der Kooperationspartner TOMRA entwickelt parallel KI-gestützte Sortierung. Eine Technik, die bei den Plastic Recycling Awards Europe 2025 als „Recycling Machinery Innovation of the Year“ ausgezeichnet wurde. Es soll unter anderem Food- von Non-Food-Verpackungen unterscheiden können, also praktisch: Joghurtbecher oder Shampoo-Flasche. Eine Fähigkeit, die mit bisherigen Sensoren unmöglich zu erreichen war. Für die Kreislaufwirtschaft ist das ein Durchbruch. Bisher endeten viele gebrauchte Lebensmittelverpackungen im Downcycling. Sie wurden zu minderwertigeren Produkten wie Fasern oder Folien verarbeitet. Mit der neuen Technologie können sie im Verpackungskreislauf bleiben. Das ist auch regulatorisch relevant, denn die EU-Verpackungsverordnung wird künftig hohe Recyclinganteile in Verpackungen vorschreiben.   Quellen:  TOMRA: Recycling: Faerch Recycling Success: High-Quality Sorting Solutions GAINnext crowned Recycling Machinery Innovation of the Year



  • NABU-Schmähpreis für den „Dinosaurier des Jahres“

    Der NABU verleiht seinen Negativpreis „Dinosaurier des Jahres“ an CDU-Agrarminister Peter Hauk, stellvertretend für alle CDU-Agrarminister. Begründet wurde diese Entscheidung mit der Blockade des EU-Naturschutzgesetzes. Es ist ein schwerer Vorwurf: Die Unionsminister hätten sich geweigert, die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur umzusetzen. Dieses verpflichtet die Mitgliedstaaten, geschädigte Ökosysteme wie Moore, Wälder, Flüsse und Auen in einen guten Zustand zu versetzen. Diese Lebensräume sind nicht nur für die Artenvielfalt, sondern auch für den Klimaschutz, die Bodengesundheit und den Wasserrückhalt von großer Bedeutung. Im Juni 2025 hatten die Unionsminister die Verordnung in einem offenen Brief scharf kritisiert. Ihre Argumentation: Das Gesetz bedeute unzumutbare Belastungen für die Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft. Der NABU hält dagegen und verweist auf eine Umfrage, der zufolge sich 85 Prozent der Bevölkerung mehr intakte Natur und einen stärkeren politischen Umsetzungswillen wünschen. Parallel dazu setzte die CSU auf ihrer Winterklausur ein weiteres rückwärtsgewandtes Signal. Die Landesgruppe unter ihrem neuen Vorsitzenden Alexander Hoffmann fordert die Rückkehr zur Kernenergie, obwohl der Atomausstieg in Deutschland bereits vollzogen wurde. Die Christsozialen sprechen von einer „Kreislaufwirtschaft für Kernenergie“ und stellen Reaktoren „ohne radioaktive Abfälle“ in Aussicht. Man wolle nicht zur Kernkraft der 1970er Jahre zurückkehren, sondern auf eine neue Generation setzen: klimaneutral und sicher. Diese Argumentation wirkt jedoch widersprüchlich. Während die Union bei der Wiederherstellung von Naturflächen auf wirtschaftliche Belastungen verweist, soll bei der Atomkraft eine bislang nicht verfügbare Technologie Abhilfe schaffen. Gemeint sind sogenannte Mini-Reaktoren oder Anlagen der vierten Generation, die kein Endlagerproblem verursachen sollen. An solchen Reaktoren wird geforscht, doch existieren noch keine ansatzweise, marktreifen Anlagen. Anstatt auf bereits verfügbare Lösungen zu setzen, wird ein Konzept aufgegriffen, das weder technisch erprobt noch wirtschaftlich abgesichert ist. Die Verknüpfung mit dem Begriff der Kreislaufwirtschaft erscheint dabei erklärungsbedürftig. Der Kontrast könnte nicht größer sein: Die Union bremst bei der Wiederherstellung von Mooren, Wäldern und Flüssen. Maßnahmen mit unmittelbarem Nutzen für Klimaschutz und Biodiversität. Stattdessen werden technologische Versprechen gemacht, deren Umsetzung Jahrzehnte dauern könnte und deren Kosten kaum kalkulierbar sind. Ein Blick nach Großbritannien verdeutlicht die Risiken. Dort wurde massiv in Kernenergie investiert, auch in kleinere Reaktorkonzepte. Mehrere Projekte verzeichneten erhebliche Kostensteigerungen. So soll das Kernkraftwerk Hinkley Point C, das ursprünglich mit rund 18 Milliarden Pfund veranschlagt war und für 2025 geplant war, inzwischen mehr als 55 Milliarden Pfund kosten. Die Inbetriebnahme wurde mehrfach verschoben und wird derzeit frühestens für 2029, eher jedoch für 2031 erwartet – zu einem Zeitpunkt also, zu dem Strom aus erneuerbaren Energien voraussichtlich deutlich günstiger sein wird. Zwei Kernkraftprojekte mussten sogar nach massiven Investitionen eingestellt werden. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob es wirtschaftlich sinnvoll ist, in Deutschland erneut auf Kernkraft zu setzen. Deren Planung und Bau würden viele Jahre in Anspruch nehmen und hohe Investitionen für eine risikobehaftete Technologie erfordern, obwohl es verfügbare Alternativen gibt. Für die grüne Transformation bleibt damit eine Grundsatzfrage: Welchen Stellenwert hat der Schutz bestehender Ökosysteme gegenüber technologischen Großprojekten? Die EU-Wiederherstellungsverordnung wäre eine konkrete, kurzfristig und tatsächlich umsetzbare Möglichkeit, Klimaschutz zu betreiben. Die Kernkraft der nächsten Generation hingegen bleibt bislang vor allem ein Versprechen, das schon in der Theorie funktioniert. Zu den Gästen der CSU-Winterklausur zählen unter anderem Bundeskanzler Friedrich Merz und der litauische Präsident Gitanas Nauseda. Die Energiepolitik dürfte dabei nicht das einzige kontroverse Thema gewesen sein. Der NABU-Dinosaurier hat jedenfalls seinen Platz gefunden – als Symbol für eine Naturschutzpolitik, die aus Sicht der Umweltverbände mit den aktuellen Herausforderungen nicht Schritt hält. Quellen: NABU: „Dino des Jahres 2025“ CSU-Landesgruppe-Positionspapier: „AGENDA FÜR DEN POLITIKWECHSEL“ Euronews: „UK’s flagship nuclear plant hit by more delays as costs balloon“



  • Vom Kohlekraftwerk zur Wasserstofffabrik: Hamburg startet Bau von 100-MW-Elektrolyseur in Moorburg

    Wo bis vor wenigen Jahren noch Kohle verbrannt wurde, entsteht bald Hamburgs neues Zentrum für grünen Wasserstoff. Auf dem ehemaligen Kraftwerksgelände in Moorburg wird ein leistungsstarker Elektrolyseur errichtet, der ab 2027 jährlich tausende Tonnen saubere Energie liefern soll. Bund und Stadt unterstützen das Großprojekt mit Millioneninvestitionen, wobei eine spätere Erweiterung der Kapazitäten bereits fest eingeplant ist. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher hat den Grundstein für den Hamburg Green Hydrogen Hub (HGHH) gelegt. Wo bis 2021 eines der modernsten, aber auch klimaschädlichsten Kohlekraftwerke Deutschlands stand, soll künftig grüner Wasserstoff entstehen. Die Symbolik ist gewollt – und die Dimensionen beachtlich. Der Elektrolyseur nutzt die Proton-Exchange-Membrane-Technologie (PEM) von Siemens Energy. Dabei wird Wasser mithilfe von Strom entlang einer Membran in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten. Der Vorteil: Mit dieser Technik kann flexibel auf Schwankungen im Stromnetz reagiert werden, und sie sind damit besonders geeignet für den Betrieb mit erneuerbaren Energien. Wenn viel Wind- oder Solarstrom verfügbar ist, läuft die Produktion auf Hochtouren. Betreiber des Projekts ist die Hamburg Green Hydrogen GmbH & Co. KG, ein Zusammenschluss des Hamburger Asset Managers Luxcara und der Hamburger Energiewerke. Die Investition wird im Rahmen des IPCEI-Programms gefördert – „Important Projects of Common European Interest“. Bund und Land Hamburg steuern zusammen 154,1 Millionen Euro bei. Der Förderbescheid wurde bereits im Sommer 2024 übergeben. Die Bauarbeiten liegen im Zeit-Plan: Die Bodenplatte ist betoniert, der Hochbau hat begonnen. Bis Mitte 2026 sollen die Gebäude für Elektrolyseur und Kompressoren stehen. Die kommerzielle Inbetriebnahme ist für die zweite Jahreshälfte 2027 vorgesehen. Der produzierte Wasserstoff soll über das Hamburger Wasserstoff-Verteilnetz HH-WIN sowie eine geplante Trailer-Verladestation an Abnehmer aus Industrie und Verkehr geliefert werden. Zu den potenziellen Kunden zählen die Stahl- und Chemieindustrie sowie Logistikunternehmen, die schwere Nutzfahrzeuge auf Brennstoffzellenantrieb umstellen wollen. Doch 100 Megawatt sind erst der Anfang. Im Rahmen der europäischen Wasserstoffstrategie ist am Standort Moorburg ein weiterer Ausbau auf bis zu 800 Megawatt vorgesehen. Damit könnte der Standort zu einem zentralen Knotenpunkt der norddeutschen Wasserstoffwirtschaft werden und dafür auch schon eingebunden in das geplante überregionale Leitungsnetz, das bis 2032 über 9.000 Kilometer umfassen soll. Das Projekt ist eines der großen Projekte in Deutschland: In Emden hat der Energieversorger EWE mit dem Bau einer 320-Megawatt-Anlage begonnen, in Münnerstadt entsteht ein 8-Megawatt-Elektrolyseur mit fünf Millionen Euro Förderung. Deutschland will bis 2030 Elektrolysekapazitäten von mindestens 10 Gigawatt aufbauen – aktuell sind erst wenige hundert Megawatt installiert. Ob die Transformation gelingt, hängt nicht nur von Fördermitteln ab. Entscheidend wird sein, ob genügend günstiger Grünstrom verfügbar ist und ob die Abnehmer tatsächlich auf Wasserstoff umsteigen. Die Verunsicherung in der Branche ist ein harter Faktor: Wirtschaftliche Unsicherheit, verzögerte Investitionsentscheidungen und die unklare politische Lage durch die Bundesregierung bremsen den Optimismus. Das Projekt in Moorburg aber zeigt: Die Transformation von fossiler zu grüner Infrastruktur ist baulich machbar. Quelle: Hamburg Green Hydrogen Hub feiert Grundsteinlegung für 100-MW-Elektrolyseur HGHH: Hamburgs Green Hydrogen Hub



  • 2025 war das Rekordjahr für Erneuerbare Energien in Deutschland

    Das Jahr 2025 geht als Rekordjahr für erneuerbare Energien in Deutschland zu Ende. Mit einem historischen Spitzenwert von 67,5 Prozent im zweiten Quartal belegen die Zahlen: Die Transformation des deutschen Stromsektors nimmt Fahrt auf. Ein gutes Jahr für die Energiewende. Das Jahr 2025 markiert einen starken Fortschritt bei der Transformation des deutschen Stromsektors. Nach Daten des Statistischen Bundesamts erreichten erneuerbare Energien im dritten Quartal einen Anteil von 64,1 Prozent an der deutschen Stromerzeugung. Das ist ein neuer Höchststand für ein 3. Quartal. Das zweite Quartal übertraf diesen Wert mit 67,5 Prozent Strom aus erneuerbaren Quellen. Windenergie behauptete mit 26,8 Prozent ihre Position als wichtigster Energieträger in Deutschland. Die Windstromerzeugung stieg gegenüber dem dritten Quartal 2024 um 10,5 Prozent. Noch dynamischer entwickelte sich die Photovoltaik: Die Stromerzeugung aus Solarenergie wuchs voraussichtlich um 19 Prozent auf fast 90 Terawattstunden. Die installierte Bruttoleistung des Solaranlagenbestands erhöhte sich um rund 16 Gigawatt auf nunmehr 118 Gigawatt. Der Zubau erneuerbarer Erzeugungskapazitäten verläuft weiterhin auf hohem Niveau. Nach Angaben der Bundesnetzagentur stieg die installierte Leistung von Erneuerbare-Energien-Anlagen im Jahr 2024 um knapp 20 Gigawatt auf eine Gesamtleistung von etwa 190 Gigawatt – ein Zuwachs von mehr als 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Bereich Photovoltaik wurden 2025 erneut mehr als 17 Gigawatt an neuer Leistung installiert. Auch dezentrale Kleinstanlagen trugen zum Wachstum bei: Im Jahr 2024 wurden rund 435.000 sogenannte Balkonanlagen im Register erfasst. Mit einer Leistung von 0,4 Gigawatt entsprach dies einem Anteil von 2,6 Prozent am gesamten Solarzubau. Im Windenergiesektor wurden die Genehmigungsverfahren gestrafft. Bundesweit erhielten 2024 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 14,5 Gigawatt eine Genehmigung – eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr. Die durchschnittliche Genehmigungsdauer verkürzte sich von 10,8 auf 9,8 Monate. Allein im ersten Halbjahr 2025 kamen weitere 8,4 Gigawatt an genehmigter Leistung hinzu. Trotz dieser Dynamik verfehlte Deutschland das für 2024 vorgesehene Zwischenziel von 69 Gigawatt an Land installierter Windenergieleistung um 5 Gigawatt. Der Netto-Zubau belief sich trotzdem auf stolze 4,5 Gigawatt, wodurch die installierte Gesamtleistung auf mehr als 77 Gigawatt anstieg – ein Plus von sechs Prozent. Der Jahresverlauf 2025 war von erheblichen Schwankungen gekennzeichnet. Im ersten Quartal drückten ungünstige Wetterbedingungen die Stromerzeugung um 5 Prozent. Besonders die Windstromerzeugung an Land brach um mehr als 30 Prozent ein. Das zweite Quartal kompensierte diese Einbußen jedoch und stellte mit 67,5 Prozent Erneuerbaren-Anteil einen historischen Rekord auf. Und die Transformation des Stromsektors schreitet weiter voran. Netzbetreiber verzeichnen eine beispiellose Dynamik: Allein 2024 gingen fast 10.000 Anfragen für neue Großbatteriespeicher mit einer Gesamtkapazität von rund 400 GWh ein. Diese Projekte sollen künftig Schwankungen bei der Einspeisung aus Wind- und Solaranlagen ausgleichen. Ein konkretes Beispiel liefert Hamm, wo kurz vor dem Jahreswechsel ein Großspeicher mit einer Leistung von 174 Megawatt in Betrieb ging. Das starke Wachstum der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und der massive Ausbau von Speicherkapazitäten zeigen: Deutschland ist auf dem richtigen Weg zu einer sicheren, bezahlbaren und CO2-freien Energieversorgung. Die Rekordzahlen von 2025 belegen, dass diese Transformation nicht nur geplant, sondern zunehmend Realität wird. Quellen: Destasis: Stromerzeugung im 3. Quartal 2025: 64,1 % aus erneuerbaren Energiequellen Bundesnetzagentur: Monitoringbericht 2025



  • Erste Wasserstoff-Pipeline Deutschlands geht in Betrieb

    Während über Wasserstoff-Strategien noch debattiert wird, fließt das Gas bereits: 400 Kilometer Pipeline von der Ostsee bis Sachsen-Anhalt sind seit Dezember in Betrieb. Deutschland hat im Dezember 2025 einen Meilenstein beim Aufbau seiner Wasserstoff-Infrastruktur erreicht: Der Fernleitungsnetzbetreiber GASCADE hat erstmals eine großvolumige Pipeline mit Wasserstoff befüllt. Die 400 Kilometer lange Leitung verbindet Lubmin an der Ostseeküste mit Sachsen-Anhalt und durchquert dabei Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Die Strecke ist Teil des FLOW-Projekts, das die Europäische Kommission als „Project of Common Interest“ eingestuft hat. Dieser Status erleichtert den Zugang zu EU-Fördermitteln. Langfristig soll eine Nord-Süd-Achse von 1.630 Kilometern entstehen, die Rostock über Berlin, Leipzig und Erfurt mit Stuttgart verbindet. Die Einspeisungskapazität liegt nach Angaben von GASCADE bei bis zu 20 Gigawatt. Bemerkenswert ist die Bauweise: Rund zwei Drittel der Infrastruktur bestehen aus umgerüsteten Erdgasleitungen, lediglich ein Drittel wurde neu errichtet. Dieses Prinzip der Umwidmung prägt auch den weiteren Ausbau des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes. Die Bundesnetzagentur genehmigte am 22. Oktober 2024 den gemeinsamen Netzausbauplan der Fernleitungsnetzbetreiber und schuf damit den formalen Rahmen für das Gesamtvorhaben. Christoph von dem Bussche, Geschäftsführer von GASCADE, sieht in der bereitstehenden Infrastruktur ein Signal an den Markt: „Jetzt haben Produzenten und Abnehmer die notwendige Planungssicherheit für ihre Investitionen.“ Parallel zur FLOW-Pipeline entwickeln GASCADE und ONTRAS Gastransport das Projekt „doing hydrogen“ – ein regionales Startnetz von 475 Kilometern für Ostdeutschland. Es soll Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin verbinden und 2026 den Betrieb aufnehmen. Das Vorhaben ist als Kandidat für das europäische Förderprogramm IPCEI gelistet. Ralph Bahke, Geschäftsführer von ONTRAS, verwies auf den Austausch zwischen beiden Projekten, um Synergien zu nutzen. Das übergeordnete Wasserstoff-Kernnetz für Deutschland soll insgesamt rund 9.000 Kilometer umfassen. Es verbindet geplante Importkorridore aus dem Nord- und Ostseeraum mit industriellen Verbrauchszentren in West- und Süddeutschland. Die Strategie setzt darauf, dass Wasserstoff künftig sowohl aus heimischer Produktion als auch aus Importen – etwa aus Skandinavien oder Nordafrika – stammen wird. Ob die Infrastruktur rechtzeitig gefüllt werden kann, bleibt offen. Die tatsächliche Verfügbarkeit von grünem Wasserstoff hinkt dem Leitungsbau hinterher. Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass Elektrolyseur-Kapazitäten in Deutschland bislang hinter den Ankündigungen zurückbleiben. Die Inbetriebnahme der ersten Strecke markiert dennoch den Übergang von der Planungs- zur Umsetzungsphase der deutschen Wasserstoffwirtschaft. Quellen: GASCADE puts 400 kilometers of hydrogen core network into operation Wasserstoff-Kernnetz: GASCADE legt los (Mehr zur Pipeline in deutscher Sprache)



  • EU zwingt Autobranche zum Recycling

    Die EU schreibt Recyclingquoten für Autos vor. Ab 2035 müssen 25 % des Plastiks aus Rezyklaten stammen. Was das für Industrie und Kreislaufwirtschaft bedeutet. In zehn Jahren müssen 25 Prozent des Plastiks in Fahrzeugen aus Rezyklaten bestehen. Das soll die jährlich über 3,5 Millionen ausgedienten Fahrzeuge in den EU-Kreislauf zurückbringen und Stahl, Aluminium und Kunststoffe als Rohstoffquelle etablieren. Von der Wegwerfwirtschaft zum geschlossenen Kreislauf: Was die EU-Kommission seit Jahren als Kreislaufwirtschaftsstrategie vorantreibt, wird im Automobilsektor nun verbindlich. Im Dezember 2025 haben sich Rat und Parlament auf eine neue Altfahrzeugverordnung geeinigt, die den gesamten Lebenszyklus – von der Konstruktion über die Herstellung bis zur Entsorgung – unter Kreislaufwirtschaftskriterien stellt. Kernstück ist eine gestaffelte Recyclingquote für Kunststoffe. Innerhalb von sechs Jahren nach Inkrafttreten der Verordnung müssen 15 Prozent des in Neufahrzeugen verbauten Plastiks aus Rezyklat bestehen. Nach zehn Jahren steigt die Quote auf 25 Prozent. Entscheidend ist die sogenannte Closed-Loop-Anforderung: Mindestens 20 Prozent des Rezyklats müssen aus Altfahrzeugen oder im Gebrauch ausgetauschten Teilen stammen. Damit soll verhindert werden, dass die Industrie einfach Plastikabfälle anderer Herkunft verwendet. Ziel ist ein geschlossener Materialkreislauf innerhalb des Automobilsektors. Die ökonomische Dimension ist erheblich: Der Fahrzeugbau verbraucht rund zehn Prozent des gesamten Plastiks in der EU und etwa 20 Prozent der Stahlproduktion. Bisher gehen diese Ressourcen jedoch nach der Nutzung im Fahrzeug verloren. Jährlich „verschwinden“ 3,5 Millionen abgemeldete Fahrzeuge von europäischen Straßen – und mit ihnen wertvolle Rohstoffe. Sie werden oft illegal exportiert, unsachgemäß demontiert oder entsorgt, statt die Materialien wie Stahl, Aluminium, Kupfer oder Kunststoffe zurückzugewinnen. Die neue Verordnung verbietet den Export nicht fahrtüchtiger Fahrzeuge und schreibt professionelle Demontageprozesse vor. „Eine bessere Nutzung der wertvollen Ressourcen, die in unseren alten Autos stecken, ist gut für unsere Umwelt“, kommentierte EU-Umweltkommissarin Jessika Roswall. Exekutiv-Vizepräsident Stéphane Séjourné betonte das „Geschäftsmodell für die Recycling-Lieferkette in ganz Europa“. Die Verordnung zielt darauf ab, dass die Ressourcen innerhalb der EU verbleiben, statt als Schrott exportiert oder auf Deponien entsorgt zu werden. Die Automobilindustrie sieht die Vorgaben jedoch mit gemischten Gefühlen. Die ursprüngliche Forderung der Kommission nach einem Rezyklat-Anteil von 25 Prozent bereits nach sechs Jahren wurde auf zehn Jahre gestreckt – ein Zugeständnis mit Blick auf wirtschaftliche Belastungen und technische Machbarkeit. Kritiker aus der Recyclingbranche fordern dagegen höhere Quoten, insbesondere für Stahl und Aluminium, die mengenmäßig den größten Teil der Fahrzeugmasse ausmachen. Die Verordnung ist als Provisorium vereinbart und muss noch formell von Rat und Parlament verabschiedet werden. Sie tritt 20 Tage nach der Veröffentlichung im EU-Amtsblatt in Kraft. Die Kommission ist verpflichtet, per delegierten Rechtsakten auch Quoten für recycelten Stahl, Aluminium, Magnesium und kritische Rohstoffe festzulegen. Plastik ist also nur der Anfang. Ob die Verordnung die 3,5 Millionen „verschwundenen“ Fahrzeuge tatsächlich zurück in den Kreislauf holt, hängt von Vollzug und Kontrolle ab. Die Erfahrung zeigt: EU-Regulierung auf dem Papier und nationale Durchsetzung klaffen oft auseinander. Entscheidend wird sein, wie konsequent die Mitgliedstaaten illegale Exporte unterbinden und Demontagebetriebe überwachen. Quelle: Europäische Kommission: „Kreislaufwirtschaft: Politische Einigung zur Verordnung für Altfahrzeuge“



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