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Home »Bibliothek»100 Prozent Grünstrom in jedem Fall billiger

100 Prozent Grünstrom in jedem Fall billiger

Veröffentlicht am14. Dezember 20127. Juli 2023Autorgh

Die amerikanische Quelle:
->Quelle: www.sciencedirect.com

Seiten: 1 2 3

KategorienBibliothek, News, Politik, WirtschaftSchlagworteErneuerbare Energien

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Verwandte Themen

  • 2025 war das Rekordjahr für Erneuerbare Energien in Deutschland

    Das Jahr 2025 geht als Rekordjahr für erneuerbare Energien in Deutschland zu Ende. Mit einem historischen Spitzenwert von 67,5 Prozent im zweiten Quartal belegen die Zahlen: Die Transformation des deutschen Stromsektors nimmt Fahrt auf. Ein gutes Jahr für die Energiewende. Das Jahr 2025 markiert einen starken Fortschritt bei der Transformation des deutschen Stromsektors. Nach Daten des Statistischen Bundesamts erreichten erneuerbare Energien im dritten Quartal einen Anteil von 64,1 Prozent an der deutschen Stromerzeugung. Das ist ein neuer Höchststand für ein 3. Quartal. Das zweite Quartal übertraf diesen Wert mit 67,5 Prozent Strom aus erneuerbaren Quellen. Windenergie behauptete mit 26,8 Prozent ihre Position als wichtigster Energieträger in Deutschland. Die Windstromerzeugung stieg gegenüber dem dritten Quartal 2024 um 10,5 Prozent. Noch dynamischer entwickelte sich die Photovoltaik: Die Stromerzeugung aus Solarenergie wuchs voraussichtlich um 19 Prozent auf fast 90 Terawattstunden. Die installierte Bruttoleistung des Solaranlagenbestands erhöhte sich um rund 16 Gigawatt auf nunmehr 118 Gigawatt. Der Zubau erneuerbarer Erzeugungskapazitäten verläuft weiterhin auf hohem Niveau. Nach Angaben der Bundesnetzagentur stieg die installierte Leistung von Erneuerbare-Energien-Anlagen im Jahr 2024 um knapp 20 Gigawatt auf eine Gesamtleistung von etwa 190 Gigawatt – ein Zuwachs von mehr als 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Bereich Photovoltaik wurden 2025 erneut mehr als 17 Gigawatt an neuer Leistung installiert. Auch dezentrale Kleinstanlagen trugen zum Wachstum bei: Im Jahr 2024 wurden rund 435.000 sogenannte Balkonanlagen im Register erfasst. Mit einer Leistung von 0,4 Gigawatt entsprach dies einem Anteil von 2,6 Prozent am gesamten Solarzubau. Im Windenergiesektor wurden die Genehmigungsverfahren gestrafft. Bundesweit erhielten 2024 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 14,5 Gigawatt eine Genehmigung – eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr. Die durchschnittliche Genehmigungsdauer verkürzte sich von 10,8 auf 9,8 Monate. Allein im ersten Halbjahr 2025 kamen weitere 8,4 Gigawatt an genehmigter Leistung hinzu. Trotz dieser Dynamik verfehlte Deutschland das für 2024 vorgesehene Zwischenziel von 69 Gigawatt an Land installierter Windenergieleistung um 5 Gigawatt. Der Netto-Zubau belief sich trotzdem auf stolze 4,5 Gigawatt, wodurch die installierte Gesamtleistung auf mehr als 77 Gigawatt anstieg – ein Plus von sechs Prozent. Der Jahresverlauf 2025 war von erheblichen Schwankungen gekennzeichnet. Im ersten Quartal drückten ungünstige Wetterbedingungen die Stromerzeugung um 5 Prozent. Besonders die Windstromerzeugung an Land brach um mehr als 30 Prozent ein. Das zweite Quartal kompensierte diese Einbußen jedoch und stellte mit 67,5 Prozent Erneuerbaren-Anteil einen historischen Rekord auf. Und die Transformation des Stromsektors schreitet weiter voran. Netzbetreiber verzeichnen eine beispiellose Dynamik: Allein 2024 gingen fast 10.000 Anfragen für neue Großbatteriespeicher mit einer Gesamtkapazität von rund 400 GWh ein. Diese Projekte sollen künftig Schwankungen bei der Einspeisung aus Wind- und Solaranlagen ausgleichen. Ein konkretes Beispiel liefert Hamm, wo kurz vor dem Jahreswechsel ein Großspeicher mit einer Leistung von 174 Megawatt in Betrieb ging. Das starke Wachstum der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und der massive Ausbau von Speicherkapazitäten zeigen: Deutschland ist auf dem richtigen Weg zu einer sicheren, bezahlbaren und CO2-freien Energieversorgung. Die Rekordzahlen von 2025 belegen, dass diese Transformation nicht nur geplant, sondern zunehmend Realität wird. Quellen: Destasis: Stromerzeugung im 3. Quartal 2025: 64,1 % aus erneuerbaren Energiequellen Bundesnetzagentur: Monitoringbericht 2025



  • Erste Wasserstoff-Pipeline Deutschlands geht in Betrieb

    Während über Wasserstoff-Strategien noch debattiert wird, fließt das Gas bereits: 400 Kilometer Pipeline von der Ostsee bis Sachsen-Anhalt sind seit Dezember in Betrieb. Deutschland hat im Dezember 2025 einen Meilenstein beim Aufbau seiner Wasserstoff-Infrastruktur erreicht: Der Fernleitungsnetzbetreiber GASCADE hat erstmals eine großvolumige Pipeline mit Wasserstoff befüllt. Die 400 Kilometer lange Leitung verbindet Lubmin an der Ostseeküste mit Sachsen-Anhalt und durchquert dabei Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Die Strecke ist Teil des FLOW-Projekts, das die Europäische Kommission als „Project of Common Interest“ eingestuft hat. Dieser Status erleichtert den Zugang zu EU-Fördermitteln. Langfristig soll eine Nord-Süd-Achse von 1.630 Kilometern entstehen, die Rostock über Berlin, Leipzig und Erfurt mit Stuttgart verbindet. Die Einspeisungskapazität liegt nach Angaben von GASCADE bei bis zu 20 Gigawatt. Bemerkenswert ist die Bauweise: Rund zwei Drittel der Infrastruktur bestehen aus umgerüsteten Erdgasleitungen, lediglich ein Drittel wurde neu errichtet. Dieses Prinzip der Umwidmung prägt auch den weiteren Ausbau des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes. Die Bundesnetzagentur genehmigte am 22. Oktober 2024 den gemeinsamen Netzausbauplan der Fernleitungsnetzbetreiber und schuf damit den formalen Rahmen für das Gesamtvorhaben. Christoph von dem Bussche, Geschäftsführer von GASCADE, sieht in der bereitstehenden Infrastruktur ein Signal an den Markt: „Jetzt haben Produzenten und Abnehmer die notwendige Planungssicherheit für ihre Investitionen.“ Parallel zur FLOW-Pipeline entwickeln GASCADE und ONTRAS Gastransport das Projekt „doing hydrogen“ – ein regionales Startnetz von 475 Kilometern für Ostdeutschland. Es soll Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin verbinden und 2026 den Betrieb aufnehmen. Das Vorhaben ist als Kandidat für das europäische Förderprogramm IPCEI gelistet. Ralph Bahke, Geschäftsführer von ONTRAS, verwies auf den Austausch zwischen beiden Projekten, um Synergien zu nutzen. Das übergeordnete Wasserstoff-Kernnetz für Deutschland soll insgesamt rund 9.000 Kilometer umfassen. Es verbindet geplante Importkorridore aus dem Nord- und Ostseeraum mit industriellen Verbrauchszentren in West- und Süddeutschland. Die Strategie setzt darauf, dass Wasserstoff künftig sowohl aus heimischer Produktion als auch aus Importen – etwa aus Skandinavien oder Nordafrika – stammen wird. Ob die Infrastruktur rechtzeitig gefüllt werden kann, bleibt offen. Die tatsächliche Verfügbarkeit von grünem Wasserstoff hinkt dem Leitungsbau hinterher. Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass Elektrolyseur-Kapazitäten in Deutschland bislang hinter den Ankündigungen zurückbleiben. Die Inbetriebnahme der ersten Strecke markiert dennoch den Übergang von der Planungs- zur Umsetzungsphase der deutschen Wasserstoffwirtschaft. Quellen: GASCADE puts 400 kilometers of hydrogen core network into operation Wasserstoff-Kernnetz: GASCADE legt los (Mehr zur Pipeline in deutscher Sprache)



  • EU zwingt Autobranche zum Recycling

    Die EU schreibt Recyclingquoten für Autos vor. Ab 2035 müssen 25 % des Plastiks aus Rezyklaten stammen. Was das für Industrie und Kreislaufwirtschaft bedeutet. In zehn Jahren müssen 25 Prozent des Plastiks in Fahrzeugen aus Rezyklaten bestehen. Das soll die jährlich über 3,5 Millionen ausgedienten Fahrzeuge in den EU-Kreislauf zurückbringen und Stahl, Aluminium und Kunststoffe als Rohstoffquelle etablieren. Von der Wegwerfwirtschaft zum geschlossenen Kreislauf: Was die EU-Kommission seit Jahren als Kreislaufwirtschaftsstrategie vorantreibt, wird im Automobilsektor nun verbindlich. Im Dezember 2025 haben sich Rat und Parlament auf eine neue Altfahrzeugverordnung geeinigt, die den gesamten Lebenszyklus – von der Konstruktion über die Herstellung bis zur Entsorgung – unter Kreislaufwirtschaftskriterien stellt. Kernstück ist eine gestaffelte Recyclingquote für Kunststoffe. Innerhalb von sechs Jahren nach Inkrafttreten der Verordnung müssen 15 Prozent des in Neufahrzeugen verbauten Plastiks aus Rezyklat bestehen. Nach zehn Jahren steigt die Quote auf 25 Prozent. Entscheidend ist die sogenannte Closed-Loop-Anforderung: Mindestens 20 Prozent des Rezyklats müssen aus Altfahrzeugen oder im Gebrauch ausgetauschten Teilen stammen. Damit soll verhindert werden, dass die Industrie einfach Plastikabfälle anderer Herkunft verwendet. Ziel ist ein geschlossener Materialkreislauf innerhalb des Automobilsektors. Die ökonomische Dimension ist erheblich: Der Fahrzeugbau verbraucht rund zehn Prozent des gesamten Plastiks in der EU und etwa 20 Prozent der Stahlproduktion. Bisher gehen diese Ressourcen jedoch nach der Nutzung im Fahrzeug verloren. Jährlich „verschwinden“ 3,5 Millionen abgemeldete Fahrzeuge von europäischen Straßen – und mit ihnen wertvolle Rohstoffe. Sie werden oft illegal exportiert, unsachgemäß demontiert oder entsorgt, statt die Materialien wie Stahl, Aluminium, Kupfer oder Kunststoffe zurückzugewinnen. Die neue Verordnung verbietet den Export nicht fahrtüchtiger Fahrzeuge und schreibt professionelle Demontageprozesse vor. „Eine bessere Nutzung der wertvollen Ressourcen, die in unseren alten Autos stecken, ist gut für unsere Umwelt“, kommentierte EU-Umweltkommissarin Jessika Roswall. Exekutiv-Vizepräsident Stéphane Séjourné betonte das „Geschäftsmodell für die Recycling-Lieferkette in ganz Europa“. Die Verordnung zielt darauf ab, dass die Ressourcen innerhalb der EU verbleiben, statt als Schrott exportiert oder auf Deponien entsorgt zu werden. Die Automobilindustrie sieht die Vorgaben jedoch mit gemischten Gefühlen. Die ursprüngliche Forderung der Kommission nach einem Rezyklat-Anteil von 25 Prozent bereits nach sechs Jahren wurde auf zehn Jahre gestreckt – ein Zugeständnis mit Blick auf wirtschaftliche Belastungen und technische Machbarkeit. Kritiker aus der Recyclingbranche fordern dagegen höhere Quoten, insbesondere für Stahl und Aluminium, die mengenmäßig den größten Teil der Fahrzeugmasse ausmachen. Die Verordnung ist als Provisorium vereinbart und muss noch formell von Rat und Parlament verabschiedet werden. Sie tritt 20 Tage nach der Veröffentlichung im EU-Amtsblatt in Kraft. Die Kommission ist verpflichtet, per delegierten Rechtsakten auch Quoten für recycelten Stahl, Aluminium, Magnesium und kritische Rohstoffe festzulegen. Plastik ist also nur der Anfang. Ob die Verordnung die 3,5 Millionen „verschwundenen“ Fahrzeuge tatsächlich zurück in den Kreislauf holt, hängt von Vollzug und Kontrolle ab. Die Erfahrung zeigt: EU-Regulierung auf dem Papier und nationale Durchsetzung klaffen oft auseinander. Entscheidend wird sein, wie konsequent die Mitgliedstaaten illegale Exporte unterbinden und Demontagebetriebe überwachen. Quelle: Europäische Kommission: „Kreislaufwirtschaft: Politische Einigung zur Verordnung für Altfahrzeuge“



  • Chemisches Recycling: Deutschland verschläft Potenzial

    Eine neue Studie zeigt: Deutschland könnte jedes Jahr mehr als eine halbe Million Tonnen Kunststoffabfall chemisch recyceln. Aktuell sind es gerade mal 30 000 Tonnen. Während die Politik erste Schritte macht, fehlt es an industriellen Anlagen. Jährlich fallen in Deutschland sechs Millionen Tonnen Plastikmüll an. Der größte Teil davon wird mechanisch recycelt oder verbrannt. Für gemischte Kunststoffe aus der gelben Tonne, die verschmutzt sind oder aus verschiedenen Sorten bestehen, bleibt oft nur die Müllverbrennung. Chemisches Recycling könnte diese Lücke schließen. Doch eine aktuelle Studie des Marktforschungsunternehmens Conversio zeigt: Deutschland nutzt das Potenzial nicht. Derzeit sind in Deutschland vier kleine Pilotanlagen für gemischtes Plastik mit einer maximalen Jahreskapazität von jeweils 4000 Tonnen in Betrieb. Hinzu kommt eine industrielle Anlage, die 20 000 Tonnen Altreifen pro Jahr per Pyrolyse verarbeitet. Insgesamt liegt die Kapazität somit bei lediglich rund 30 000 Tonnen, was nur einen Bruchteil des Möglichen darstellt. Laut der Studie könnten bis 2035 etwa 500 000 Tonnen Kunststoffabfälle für das chemische Recycling zur Verfügung stehen. Was Plastikrecycling angeht, liegt Deutschland im internationalen Vergleich weit zurück. Die Studie wurde von der BKV GmbH, Plastics Europe Deutschland und dem Verband der Chemischen Industrie in Auftrag gegeben. Sie untersucht die Situation im Jahr 2024 und gibt einen Ausblick bis 2030 und 2035: Die Technik existiert, doch es fehlt an Investitionen und Rechtssicherheit. Derzeit befinden sich zwei industrielle Anlagen mit Kapazitäten von 24 600 und 50 000 Tonnen pro Jahr im Bau. Zehn weitere Projekte sind in Planung, doch ihre Realisierung steht noch nicht fest. Beim chemischen Recycling werden Kunststoffe durch hohe Temperaturen oder chemische Verfahren in ihre Grundbausteine zerlegt. Daraus lassen sich neue Kunststoffe oder chemische Produkte herstellen. Das bekannteste Verfahren ist die Pyrolyse, bei der Kunststoffe bei Temperaturen bis 850 °C in Öle umgewandelt werden. Diese Öle können in Raffinerien weiterverarbeitet werden. Allerdings ist der Energieaufwand hoch und die Anlagen sind teuer. Im November 2025 hat das Bundesumweltministerium einen Entwurf für ein neues Verpackungsgesetz vorgelegt. Darin wird das chemische Recycling erstmals als Ergänzung zum mechanischen Recycling anerkannt. Ab 2028 können bis zu fünf Prozent der Recyclingquote für Kunststoffverpackungen durch chemisches Recycling erfüllt werden. Die Industrie begrüßt die Anerkennung, kritisiert jedoch fehlende Investitionsanreize und hohe Kosten. Die Konsultationsfrist lief bis Anfang Dezember, der Gesetzentwurf soll Anfang 2026 verabschiedet werden. Parallel dazu arbeiten Start-ups an neuen Ansätzen. So entwickelt das Münchner Unternehmen Radical Dot einen Prozess, der bei niedriger Temperatur und mit Katalysatoren arbeitet und dabei Energie erzeugen statt verbrauchen soll. Im März 2025 sammelte das Start-up 2,7 Millionen Euro ein, um einen Prototyp an der Technischen Universität München zu bauen. Ob die Technologie industriell funktioniert, ist offen. Die Conversio-Studie macht deutlich: Das Potenzial ist vorhanden, jedoch stockt die Umsetzung. Ohne klare Regulierung und wirtschaftliche Anreize werden viele Projekte nicht über das Planungsstadium hinauskommen. Chemisches Recycling wird die mechanische Verwertung zwar nicht ganz ersetzen, könnte aber Abfallströme schließen, die bisher in der Verbrennung enden. Quelle: Conversio-Studie „Chemisches Recycling in Deutschland“ Chemie-Startup radical-dot entwickelt neueartige Recyclingtechnologie  



  • EU verschärft Klimagesetz: 90 Prozent Emissionsreduktion bis 2040

    Die EU nimmt ein ambitioniertes Zwischenziel ins Klimagesetz auf. Doch sie lässt Hintertürchen offen: internationale Gutschriften und ein um ein Jahr verschobener CO2-Preis für Verkehr und Gebäude. Am 10. Dezember 2025 einigten sich der Rat der Europäischen Union und das Europäische Parlament auf eine Verschärfung des europäischen Klimagesetzes. Die Treibhausgasemissionen sollen bis 2040 um 90 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 sinken. Damit schreibt die EU einen rechtlich verbindlichen Pfad zur Klimaneutralität bis 2050 fest. Das Zwischenziel für 2040 liegt zwischen dem bereits geltenden Ziel einer Reduktion um 55 Prozent bis 2030 und der vollständigen Klimaneutralität bis 2050. Die 90 Prozent beziehen sich auf die Netto-Emissionen, also Emissionen abzüglich natürlicher und technischer CO2-Quellen. Faktisch bedeutet das ein inländisches Reduktionsziel von 85 Prozent, ergänzt durch bis zu fünf Prozentpunkte aus hochwertigen internationalen Emissionsgutschriften. Diese können ab 2036 angerechnet werden und müssen mit dem Pariser Abkommen kompatibel sein. Die Europäische Kommission wird den Fortschritt künftig alle zwei Jahre überprüfen. Dabei werden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse, technologische Entwicklungen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der EU berücksichtigt. Zudem sieht die Einigung eine Verschiebung des geplanten Emissionshandelssystems ETS2 vor: Der Start wird von 2027 auf 2028 verschoben. ETS2 soll künftig CO2-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe in Gebäuden und im Straßenverkehr bepreisen. Wirtschaftssektoren, die bislang nicht oder nur teilweise vom bestehenden Emissionshandel erfasst werden. Tschechien, Ungarn, die Slowakei und Polen stimmten gegen den Beschluss, Belgien und Bulgarien enthielten sich. Der wissenschaftliche Beirat der EU hatte ursprünglich sogar eine Reduktion von 95 Prozent empfohlen. Also deutlich ambitionierter als die nun beschlossenen 85 Prozent. Umweltorganisationen wie Carbon Market Watch kritisierten die Anrechenbarkeit internationaler Gutschriften als Schlupfloch, das die tatsächliche Transformation in Europa verlangsamen könnte. Dazu gibt es Rückendeckung aus der Wirtschaft: Mehr als 150 Unternehmen und Investoren wie die Allianz, Unilever, Iberdrola und Schneider Electric setzen sich in einem offenen Brief für das 90-Prozent-Ziel ein. Deutschland, dessen neue Koalitionsregierung klimapolitisch umstritten ist, unterstützte das Ziel offiziell. Allerdings bleibt es fraglich, wie viel politisches Kapital die Bundesregierung tatsächlich in die Realisierung der EU-Klimapolitik investiert. Denn  innenpolitisch setzt die Bundesregierung stärker auf kurzfristig wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit. Die formale Annahme durch Parlament und Rat steht noch aus. Nach der Veröffentlichung im Amtsblatt der EU tritt das geänderte Klimagesetz 20 Tage später in Kraft. Damit wird das 2040-Ziel dann offiziell und vollständig rechtsverbindlich  und zum Maßstab für alle künftigen Energie-, Verkehrs- und Industriepolitiken der EU. Quelle: Europäisches Parlament  Kritik von Carbon Watch    



  • Mieten statt kaufen: EU-Studie rechnet Rohstoff-Ersparnis vor

    Mehr als die Hälfte aller ausgedienten Elektrogeräte verstaubt in Kellern, Schubladen oder landet im Restmüll statt in der Recyclinganlage. Was dagegen helfen könnte, zeigt jetzt eine Studie der EU. Bohrmaschinen oder Smartphones im Abo statt im Eigentum. Die Sharing Economy ist eine Lösung für eines der drängendsten Probleme Europas: den Mangel an kritischen Rohstoffen. Das Joint Research Centre (JRC) der Europäischen Kommission hat erstmals wissenschaftlich untersucht, welche Auswirkungen Leih-Angebote, sogenannte Produkt-as-a-Service-Modelle (PaaS), auf die Kreislaufwirtschaft haben. Abonnementbasierte Nutzungsmodelle können die Rückgewinnung kritischer Rohstoffe nicht nur verbessern, sondern sogar revolutionieren. Für die Studie analysierten die Forscher einen Akku-Handstaubsauger, der wahlweise gekauft oder über ein Abo-Modell genutzt werden kann. Die Materialflussanalyse zeigt erhebliche Unterschiede: Während beim klassischen Kauf nur 41 Prozent der ausgedienten Geräte ordnungsgemäß gesammelt werden, liegt die Quote bei PaaS bei fast 100 Prozent. Noch dramatischer fällt der Unterschied bei der Wiederverwendungsrate von Komponenten aus – sie steigt von null auf 90 Prozent. Bei Aluminium und Kupfer verdreifacht sich der Anteil recycelter Materialien dank der Rückgabe von 18 auf 52 Prozent. Die Gründe dafür liegen in der Logik des Geschäftsmodells: Bei PaaS behält der Anbieter das Eigentum am Produkt. Nach Beendigung der Vertragslaufzeit erfolgt automatisch die Rückführung des Geräts zum Hersteller, welcher in der Lage ist, Komponenten mit Restlebensdauer gezielt für eine erneute Nutzungsphase zu gewinnen. Da der Hersteller die Reparatur- und Ersatzkosten übernimmt, ist er wirtschaftlich daran interessiert, Produkte langlebig zu gestalten und Komponenten mehrfach zu nutzen. Bei verkauften Produkten hingegen verschwinden 59 Prozent in privaten Schubladen, auf Dachböden oder werden illegal entsorgt. Die meisten alten Geräte werden nicht in einer geeigneten Recyclinganlage entsorgt. Für wichtige Rohstoffe wie Kobalt, Lithium, Neodym und Dysprosium, von denen Europa stark auf den Import angewiesen ist, sind diese Erkenntnisse besonders wichtig. In der Studie wurde ein Staubsauger als Beispiel genutzt. Dieser enthält insgesamt 647 Gramm verschiedener Substanzen in Batterie, Motor und Leiterplatte. Laut der Untersuchung verringert sich der Materialbedarf bei Leih-Modellen im Vergleich zum Kaufmodell um 50 bis 97 Prozent. Das bedeutet, dass sich mit denselben Rohstoffen doppelt so viele Nutzungszyklen realisieren lassen. Die Forscher identifizierten vier Hauptfaktoren für ressourceneffiziente PaaS-Angebote: Materialgehalt der Komponenten, Nutzungsdauer des Services, Recyclingquoten und Wiederverwendungsraten. Insbesondere die Wiederverwendung von Komponenten stellt einen äußerst effektiven Hebel dar – ihre Bedeutung liegt um das Zehnfache über der Nutzungsdauer. Es gibt konkrete Auswirkungen auf das Design: Hersteller sollten ihre Produkte so entwerfen, dass Batterien, Motoren und Leiterplatten leicht austauschbar sind und über mehrere Generationen hinweg passen. Obwohl dieses Potenzial gegeben ist, finden sich PaaS-Modelle im europäischen Rechtsrahmen heute bisher nicht. Weder die Ökodesign-Richtlinie noch die Batterienverordnung oder der Critical Raw Materials Act enthalten spezifische Anreize oder Regelungen für diese Modelle. Obwohl die Umweltbilanz von gemieteten und verkauften Produkten grundlegend unterschiedlich ist, behandelt die erweiterte Herstellerverantwortung sie gleich. Deshalb fordern die Forschenden die EU-Kommission auf, PaaS in den Kreislaufwirtschaftsstrategien ausdrücklicher zu integrieren und transparente Bewertungs- und Kennzeichnungssysteme zu entwickeln. Quellen: JRC EU SCIENCE-HUB: Product-as-a-Service: a consumer model for a more circular economy EU-Kommission Research-Paper: Product-as-a-Service as an essential enabler for circular economy in the EU



  • Kreislaufwirtschaft: 120 Millionen Jobs, aber oft ohne Schutz

    Die Kreislaufwirtschaft beschäftigt weltweit über 120 Millionen Menschen. Eine neue Studie von ILO, Weltbank und Circle Economy zeigt jedoch, dass ihr Wachstum im Globalen Süden oft auf prekären Arbeitsbedingungen beruht – und stellt damit die Frage, wer den Preis für die grüne Transformation zahlt. Ein dreijähriges Forschungsprojekt von Circle Economy, ILO und Weltbankgruppe legt erstmals umfassende Daten zur weltweiten Beschäftigung in der Kreislaufwirtschaft vor. Die Studie erfasst 177 Länder und quantifiziert sowohl formelle als auch informelle Arbeit in zirkulären Sektoren. Das Ergebnis zeigt eine Branche von beträchtlichem Umfang, mit erheblichen strukturellen Problemen. Zwischen 121 und 142 Millionen Menschen arbeiten weltweit in der Kreislaufwirtschaft – das entspricht etwa sechs Prozent der globalen Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft. Zum Vergleich: Das ist mehr als die gesamte Erwerbsbevölkerung Deutschlands und Frankreichs zusammengenommen. Fast die Hälfte dieser Arbeitskräfte, 46 Prozent, ist in Reparatur und Wartung beschäftigt. Die Fertigung macht ein Viertel der Arbeitsplätze aus, die Abfallwirtschaft acht Prozent. Regional weisen Süd- und Nordamerika mit 6,4 Prozent den höchsten Anteil kreislaufwirtschaftlicher Beschäftigung auf, dicht gefolgt von Asien mit 5,8 Prozent. Die Studie unterscheidet zwischen vollständig zirkulären Sektoren und teilweise zirkulären Bereichen. Für die nicht zirkulären Bereiche, wie etwa Bergbau, verarbeitendes Gewerbe und Bausektor, entwickelten die Forschenden für die Sektoren ein Zirkularitäts-Ranking auf Grundlage von Input-Output-Tabellen und Materialflussanalysen. So lässt sich feststellen und vergleichen, wie effizient und wie stark verschiedene Sektoren die Möglichkeiten der Kreislaufwirtschaft umsetzen. Mehr als die Hälfte aller kreislaufwirtschaftlich Beschäftigten, also über 74 Mio., arbeitet informell ohne arbeitsrechtliche Absicherung, Krankenversicherung oder Rentenansprüche. Die starke Präsenz von Kreislaufwirtschaft im Globalen Süden bedeutet, dass zirkuläre Praktiken wie die Aufarbeitung von Bergbauabfällen, die Herstellung aus Abfallströmen und die Wiederverwendung von Baumaterialien zwar zur Schonung der Ressourcen beitragen, jedoch unter prekären Bedingungen stattfinden. Die Geschlechterverteilung ist mit einem Frauenanteil von 26 Prozent deutlich unausgewogen. Eine Fallstudie aus Ruandas Bausektor illustriert das Dilemma: Zwar wurden dort fünf Prozent der Arbeitsplätze als hochgradig grün klassifiziert und 58 Prozent als teilweise grün – die Mehrheit der Beschäftigten arbeitet also in Tätigkeiten, die zur Kreislaufwirtschaft beitragen. Doch diese ökologische Klassifizierung sagt nichts über Entlohnung, Arbeitsschutz oder soziale Absicherung aus. Baustellen im Globalen Süden verwenden zwar Abrissmaterialien wieder, bergen Metalle aus Bauruinen und nutzen recycelte Zuschlagstoffe – zirkuläre Praktiken, die jedoch unter prekären Bedingungen stattfinden. Die Studie macht deutlich: Zirkularität und menschenwürdige Arbeit müssen von Anfang an zusammen gedacht werden, sonst bleibt die Kreislaufwirtschaft eine ökologische Verbesserung auf Kosten der Beschäftigten. Die ILO kritisiert, dass die Umwelt- und Klimapolitik bislang ökologische Ziele priorisiert habe, während die soziale Dimension vernachlässigt wurde. Die Organisation fordert deshalb, Arbeitnehmerrechte und Sozialschutz nicht nachträglich zu ergänzen, sondern von vornherein in Kreislaufwirtschaftsstrategien zu integrieren. Die Studie liefert erstmals eine globale Grundlage für die Messung kreislaufwirtschaftlicher Beschäftigung und ermöglicht künftig die Modellierung von Politikszenarien und deren Auswirkungen auf Arbeitsplätze, Arbeitsbedingungen und Materialströme. Die zentrale Erkenntnis bleibt jedoch bestehen: Ohne strukturelle Veränderungen droht die Kreislaufwirtschaft, existierende Ausbeutungsmuster unter ökologischem Vorzeichen fortzuschreiben. Quelle:  International Labour Organization (ILO) IDOS Fallstudie: Unternehmensbefragung in Kigali (Ruanda)



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