Offshore-Wind: Politik soll Arbeitsplätze erhalten

Cuxhavener Appell richtet sich an kommende Bundesregierung

Offshore-Windenergie produziere bereits heute sauberen Strom rund um die Uhr und schaffe Arbeitsplätze in ganz Deutschland. “Damit dieser Erfolg der letzten Jahre nicht zunichte gemacht” werde, hat heute ein breites politisches Bündnis den Cuxhavener Appell unterzeichnet. Die Forderung: Die neue Bundesregierung muss umgehend wieder Planungssicherheit für die junge Branche schaffen.

Der Cuxhavener Appell wurde unterzeichnet von den Wirtschaftsministern der Länder Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, den Oberbürgermeistern und Bürgermeistern der Städte Bremerhaven, Brunsbüttel, Cuxhaven, Emden, Nordenham, Stade, Wilhelmshaven und Wismar sowie der Offshore-Windindustrie und der IG Metall Küste. Foto © wab.net

„Deutschland hat die richtige Technologie, die Häfen, die Schiffe, die qualifizierten Mitarbeiterinnen, Investoren, die investieren wollen und wir haben bewiesen, dass Offshore-Wind in der Nordsee funktioniert. Das, was den Ausbau behindert, ist die fehlende politische Sicherheit seitens der Bundesregierung.“, so Ronny Meyer, Geschäftsführer der mitunterzeichnenden Windenergieagentur WAB. Die Unterzeichner des Cuxhavener Appells sind überzeugt, dass die Offshore-Windenergie in Zukunft einen essenziellen und zuverlässigen Beitrag zur Energieversorgung liefern kann. “Dies kann nur gelingen, wenn die Politik einen verlässlichen Rahmen und damit Planungssicherheit schafft. Dies ist eine dringende und zentrale Hausaufgabe der kommenden neuen Bundesregierung.”, so Ronny Meyer.

Offshore-Windenergie-Anlagen in der Nord- und Ostsee haben besonders lange Projektvorlaufzeiten und hohe Investitionssummen, die bereitgestellt werden müssen. Durch die Verunsicherung der vergangenen Debatten zur Reform des Erneuerbaren-Energie-Gesetz (EEG) sind viele Investoren und Betreiber verunsichert. Ein politisch gesicherter Ausbau ermöglicht große Kostenersparnisse und eine Reduzierung der Strompreise, wie eine kürzlich veröffentliche Studie der Forschungsinstitute Prognos und Fichtner belegt.

“Die Folge der fehlenden Planungssicherheit sind Arbeitsplatzabbau und die Gefährdung einer mittelständisch geprägten Branche, die in ganz Deutschland heute rund 18.000 Arbeitsplätze schafft.”, sagt Ronny Meyer. “Bei stabilen und verlässlichen Rahmenbedingungen könnten in den kommenden Jahren dagegen tausende weitere Arbeitsplätze entstehen”.

Die Offshore-Windenergie-Branche hat in den vergangenen Jahren gezeigt, dass die anspruchsvolle Technologie in Nord- und Ostsee funktioniert – nicht zuletzt mit den Fertigstellungen der Windkraftparks Riffgat und BARD Offshore 1.
Folgt: Die Unterzeichner