politische ökologie mit „Forschungswende“

Ökologische und soziale Herausforderungen wichtiger als wirtschaftliche Verwertbarkeit von Forschungsergebnissen

Der aktuelle Band der Zeitschrift politische ökologie beschreibt, wie sich Forschungsinhalte und Hochschulsystem ändern müssen, damit die Wissenschaft ihrer Verantwortung für die Gesellschaft gerecht werden kann. Denn ohne die Forschung wird es nicht gelingen, ein ressourcenleichtes Wirtschaftsmodell zu etablieren oder die Welternährung zu sichern. Band 140 erscheint am 06.03.2015 im oekom verlag.

Politische Ökonomie – Forschungswende – Titel – Oekom Verlag

Die heutige Wissenschaft fokussiert sich lieber auf die wirtschaftliche Verwertbarkeit ihrer Forschungsergebnisse, anstatt intensiv nach Antworten auf die drängenden ökologischen und sozialen Herausforderungen zu suchen. Disziplinäre Enge, kleinteilige Spezialisierung und die Verschulung der akademischen Lehre behindern die notwendige Inter- und Transdisziplinarität genauso wie die Auseinandersetzung mit Wertefragen.

Wissen schaffen für die Große Transformation

Dass es auch anders geht, machen studentische Initiativen und zivilgesellschaftliche Organisationen wie Umweltverbände vor. Sie sind – neben außeruniversitären Thinktanks – wichtige Pioniere im Wandel zu einer partizipativen und transparenten Wissenschafts- und Forschungskultur, die über technologische Lösungen für globale Probleme hinausgeht. Vor allem die Nachhaltigkeitsforschung kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie „Citizen Science“, die Kreativität und das Wissen der Bürger(innen) einbindet – am besten schon bei der Definition des Problems.

Die Autor(inn)en der Zeitschrift politische ökologie fordern eine Wissenschaft, die disziplinäre Grenzen überwindet, lebensnahe Schwerpunkte in Forschung und Lehre setzt und mit Politik und Zivilgesellschaft an einem Strang zieht. Und sie beleuchtet Nischen, in denen das heute schon passiert.

Besonderer Hinweis auf Artikel zu TTIP und CETA -> Jörg Haas: Sieben Gründe für ihr Scheitern – Freihandelsabkommen CETA und TTIP

Leseproben:

->Quelle: oekom.de/politische-oekologie