Antworten aus der Energiezukunft

Thesen 30 – 39

These 30
Im Jahr 2040 haben steigende Preise bei fossilen Energieträgern, hohe Kosten für erneuerbare Energien und teure Effizienz-Technologie große Teile der Bevölkerung in Energiearmut gebracht und zu Verlierern der “Energiewende” werden lassen.

These 31
Im Jahr 2040. haben sich Bioenergie-Technologien zur Nutzung nachwachsender Rohstoffe aufgrund von Landnutzungskonflikten mit der Nahrungsmittelproduktion, fehlender Akzeptanz und ökonomischer Nachteile nicht durchgesetzt.

These 32
Im Jahr 2040 werden die CO?-Emissionen, die durch Herstellung und Transport von Produkten und Dienstleistungen – inklusive der Mobilität – entstanden sind, auf den Produkten standardmäßig angegeben.

These 33
Im Jahr 2040 ist die “All Electric Society” Realität geworden. Strom v.a. aus erneuerbaren Quellen sorgt auch für Mobilität und Wärme und hat Erdöl und Erdgas in vielen industriellen Prozessen ersetzt.

These 34
Im Jahr 2040 übernehmen Batteriekraftwerke als Frequenzausgleich die Funktion der konventionellen Kraftwerke bei der Systemstabilität.

These 35
Im Jahr 2040haben erneuerbare Energien in Verbindung mit Speichern die günstigsten Stromgestehungskosten. Leistungsfähige Anlagen für die Eigenerzeugung werden im Einzelhandel verkauft und sind mit wenigen Handgriffen zu installieren.

These 36
Im Jahr 2040 haben Elektrofahrzeuge dank neuer Batterietechnik Reichweiten von über 3.000 Kilometern je Ladung und lassen sich mittels Induktion in Minuten aufladen.

These 37
Im Jahr 2040 treiben Dünnschicht- und organische PV als „Game Changer“ die Dezentralisierung der Energieerzeugung voran; stromerzeugende Fenster und Fassaden erobern den Markt.

These 38
Im Jahr 2040 hat die Energieversorgung die Form einer Zellenstruktur angenommen: miteinander verbundene Zellen und „Inseln“ von der Größe einer Stadt oder mittleren Region beziehen ihre Energie aus Sonne, Wind, Speichern und geringer konventioneller Reserve.

These 39
Im Jahr 2040 haben sich die Maßstäbe auch in der konventionellen fossilen Stromerzeugung umgekehrt: die ehemals großen Kraftwerke sind kleinformatig und flexibel geworden, mit einer Kapazität von regulär nicht mehr als 100 MW.

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