Emissionsarme Hochseeschifffahrt

Innovatives Gesamtsystem – H2-Produktion an Bord

Das HyMethShip-Konzept kombiniert einen Membranreaktor, ein System zur CO2-Abscheidung, ein Speichersystem für CO2 und Methanol und einen Wasserstoffverbrennungsmotor zu einem innovativen Gesamtsystem. Wasserstoff wird an Bord des Schiffes durch Methanol-Reformierung hergestellt und in einem konventionellen Hubkolbenmotor, der für den Betrieb mit verschiedenen Kraftstoffen modifiziert und speziell für den Wasserstoffbetrieb optimiert wurde, nahezu ohne CO2-Emissionen zu verursachen, verbrannt.

Schlagkräftiges Konsortium

Neben LEC und TU Graz ebenfalls Teil des schlagkräftigen Konsortiums aus sechs EU-Mitgliedsstaaten sind Komponenten- und Anlagenhersteller, eine Werft, eine Reederei, eine Klassifizierungsgesellschaft und renommierte wissenschaftliche Partner. Durch den hohen Anteil an Industriepartnern, die in der Lage sind das Gesamtsystem darzustellen, soll sichergestellt werden, dass die im Projekt entwickelten Innovationen auf den Markt gelangen und sich dort etablieren.

Die Konsortiumspartner im Überblick

  • LEC GmbH (Projektkoordinator)
  • GE Jenbacher GmbH & Co OG
  • Fraunhofer IKTS
  • Chalmers Tekniska Hoeskola AB
  • SSPA Sweden AB
  • Lloyd’s Register IMEA IPS
  • SE.S
  • Colibri bv
  • Exmar Marine NV
  • Technische Universität Graz
  • MUW Screentec GmbH
  • MEYER WERFT GmbH & Co. KG
  • HOERBIGER Ventilwerke GmbH & Co OG

HyMethShip spielt fundamentale Rolle

Peter Steinrueck von HOERBIGER Division Engines, LEC-Eigentümervertreter und Konsortiumspartner verweist auf die große Relevanz der Konsortiums-Zusammenstellung: „Auf der einen Seite erfordern alle derzeit denkbaren Lösungen ein neues Gesamtsystem, von der Herstellung des Energieträgers, über dessen Verteilung, zur Betankung, On-Board Lagerung und letztendlich der energetischen Nutzung. Auf der anderen Seite sind anspruchsvolle Sicherheitsfragen in aufwendigen Zulassungsverfahren zu klären. Ein komplexes Ecosystem von Partnern muss hinreichenden Nutzen erkennen und sich zu einem Partnernetzwerk zusammenschließen. Dass dies möglich ist, zeigt die Zusammensetzung des HyMethShip Konsortiums.“ Auch brauche es noch viel Überzeugungsarbeit, was alternative Antriebssysteme betrifft. „Die Durchsetzung von neuen – emissionsarmen bzw. emissionsfreien – Technologien liegt in der Hand von staatlichen Regulierungen. Diese werden aber nur sehr schleppend den Notwendigkeiten des Klima- und Umweltschutzes nachgezogen, es ist noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Projekte wie HyMethShip, die technisch und wirtschaftlich vertretbare Lösungen aufzeigen, werden hier eine fundamentale Rolle spielen.“ In zehn bis 15 Jahren sollen die ersten Schiffe mit Wasserstoffmotoren aus Graz unterwegs sein.

->Quellen: