Vestas knackt die 100-Gigawatt-Marke

Mehr als 66.000 Anlagen in rund 80 Ländern

Nach eigenen Angaben hat der dänische Windkraftanlagenhersteller MHI (Mitsubishi Heavy Industries) Vestas nach knapp 40 Jahren Ende 2018 die 100 Gigawatt-Marke bei seinen Installationen überschritten. Den Wert habe man durch die Errichtung einer V110-2,0 MW-Turbine beim Wind XI-Projekt von MidAmerican Energy in Iowa, USA, erreicht.

Seit der ersten Installation einer V10-30 kW-Anlage in Dänemark im Jahr 1979 habe Vestas über 66.000 Anlagen in rund 80 Ländern auf sechs Kontinenten installiert. Mittlerweile seien die Anlagen ‘etwas’ größer geworden, aktuell sei das größte Onshore-Modell von Vestas die V150-4,2 MW-Turbine.

100 GW Windenergie sparen rund 129 Millionen Tonnen CO2

“Wir sind seit 40 Jahren weltweit Vorreiter bei der Windenergie, und 100 GW gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern zu installieren, ist etwas, worauf wir sehr stolz sind, denn es unterstreicht, wie weit Vestas und Windenergie gegangen sind. Es ist auch eine Freude, diesen Meilenstein mit einem Schlüsselkunden wie MidAmerican Energy zu feiern”, sagt Anders Runevad, Vestas-Präsident und CEO. “Das Erreichen dieses Meilensteins erforderte kontinuierliche Innovation, starkes Engagement und große Leistung von allen Mitarbeitern von Vestas, und die 100 GW stellen daher einen wichtigen Teil der Grundlage dar, auf der wir die nachhaltigen Energielösungen der Zukunft entwickeln können”.

Bezogen auf den weltweiten Durchschnittsstrom sparten 100 GW Windenergie jährlich rund 129 Millionen Tonnen CO2, das entspreche den CO2-Emissionen von

  • 141 Milliarden Pfund (64 Mio. t) verbrannter Kohle,
  • 298 Millionen Barrel Öl,
  • 22,54 Millionen US-Haushalten, (jährlicher Stromverbrauch),
  • 33 Kohlekraftwerken,
  • Kohlenstoff, der aus 152 Millionen Hektar Wald abgesondert wurde.

Auf der Reise zu 100 GW habe Vestas dazu beigetragen, über hundert Millionen Tonnen CO2 aus der Atmosphäre zu entfernen, indem es nachhaltige und kostengünstige Lösungen zur Deckung des weltweiten Energiebedarfs anbiete. Durch das Überschreiten dieser 100-GW-Schwelle habe Vestas rund 10 Prozent der weltweit insgesamt 1 TW installierten Wind- und Solarenergiekapazität bereitgestellt.

Windige Geschichte: Dänemark spielte eine bedeutende Rolle in der Entwicklung der Windenergie. 1891 bekam der dänische Meteorologe und Erfinder Poul La Cour die Genehmigung zum Bau der ersten Windkraftanlage auf dem Schulgelände von Askov, Jütland. Sie diente als Prototyp für Anlagen zur ländlichen Elektrifizierung. Hier wurden herkömmliche Windmühlenflügel verwendet, obwohl La Cour inzwischen wusste, dass es bessere Querschnitte gab. Jedoch waren die herkömmlichen Flügel auf dem Land besser zu handhaben und zu reparieren. Er entdeckte auch, dass schnell laufende Anlagen mit weniger Flügeln günstiger für die Erzeugung von elektrischem Strom sind. La Cour war schon früh klar, dass nicht nur die Erzeugung, sondern auch die Speicherung elektrischer Energie ein wichtiger Faktor für den Erfolg der ländlichen Elektrifizierung war. Batterien erachtete er als zu teuer und forschte zeitlebens nach einer besseren Alternative, wobei er immer mit Wasserstoff experimentierte, zu dessen Gewinnung durch Elektrolyse er die durch den Wind gewonnene elektrische Energie verwendete. Schon 1908 gab es zwischen Nord- und Ostsee 30 landwirtschaftliche Energieversorger mit Windgeneratoren. (Nach de.wikipedia.org/Poul_la_Cour)

-> Quellen: