PV deckt weltweit 2,6 Prozent des Strombedarfs

Fast ein halbes Terawatt PV

Das Photovoltaic Power Systems Programme der Internationalen Energieagentur (IEA PVPS) hat in seinem jährlichen Bericht über den globalen Photovoltaik-Zubau ( „Snapshot of Global Photovoltaic Market 2018“) mitgeteilt, dass Ende 2018 weltweit mehr als 500 Gigawatt Photovoltaik-Leistung installiert waren. Der PV-Zubau lag 2018 auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr – knapp verfehlten die neu installierten PV-Anlagen die 100-GW-Marke, schrieb am 17.04.2019 auf pv magazine.

In China seien im vergangenen Jahr zwar acht GW weniger installiert worden als im Vorjahr – dafür hätten Länder wie Indien, Australien und Mexiko starkes Wachstum verbucht. Aber China sei weiterhin Zugpferd des globalen PV-Zubaus, doch die Bedeutung anderer Staaten wachse – so beschreibt Diermann die Quintessenz des IEA PVPS-Reports: “Insgesamt wurden den vorläufigen Zahlen zufolge 2018 weltweit insgesamt 99,8 GW PV-Leistung neu installiert – genau ein GW mehr als im Vorjahr. Kumuliert hat die Photovoltaik damit die 500-GW-Schwelle überschritten. Davon entfallen 176 GW auf China”.

Mit 45 GW  behauptet China trotz eines Minus von 8 GW immer noch den Löwenanteil des globalen Marktes. Der Rückgang wurde durch starke Zahlen in anderen Ländern kompensiert: So wuchs Indien mit 10,8 GW zum zweitgrößten Markt heran. Die USA und Japan folgen mit 10,6 GW beziehungsweise 6,5 GW. Die EU-Staaten kamen zusammen auf 8,3 GW, wovon 3 GW auf Deutschland und 1,3 GW auf die Niederlande als zweitstärkstem Markt in Europa entfielen.

Einige bislang noch nicht als solare Eldorados aufgefallene Länder konnten 2018 auf spektakuläres Wachstum zurückblicken. So verbuchte Australien fast 3,8 GW Zubau, Mexiko etwa 2,7 und Korea 2 GW. Im Nahen und Mittleren Osten beobachten die Experten Wachstum, das sich aber erst in diesem Jahr entfalten wird, da viele Solarkraftwerke in Auftrag gegeben werden. Das gelte vor allem für die Vereinigten Arabischen Emirate und  Ägypten.

Insgesamt deckt die Photovoltaik etwa 2,6 Prozent des weltweiten Strombedarfs – und 4,3 Prozent des europäischen. In Deutschland, Indien, Japan, Australien, Italien, Griechenland, Chile, Marokko und Honduras sind mittlerweile so viele Photovoltaik-Anlagen installiert, dass sie mehr fünf Prozent zum jeweiligen Strommix beitragen könnten.

Das IEA PVPS geht davon aus, dass die Photovoltaik in den nächsten Jahren in vielen Ländern der Erde mit enormem Tempo zu einer wichtigen Quelle der Stromversorgung wird. Zwei Faktoren könnten diese Entwicklung unterstützen, so die Experten: der Rückgang der Batteriepreise und die rasche Zunahme von Elektrofahrzeugen.

Folgt: Im Wortlaut: Die 7. Ausgabe (2019) des IEA PVPS-Berichts