Elektronische Struktur von Ruthenium analysiert

Weg für weitere Katalysatoren-Optimierung

Obwohl Ruthenium ein relativ seltenes Element ist, ist es für verschiedene katalytische Prozesse unerlässlich. Um effizientere Katalysatoren zu entwerfen, ist ein detailliertes Verständnis der elektronischen Struktur von Ruthenium und seiner Koordinationsumgebung erforderlich. Die üblicherweise für Ruthenium eingesetzten Techniken haben jedoch ihre Grenzen. Laut einer Medienmitteilung des Max-Planck-Instituts für Chemische Energiekonversion (MPI CEC) in Mülheim an der Ruhr vom 12.05.2020 haben Wissenschaftler am MPI CEC und der Gruppe von Sergey Peredkov (PINK Beamline am Synchrotonring BESSY II in Berlin, Foto li.) in einer kürzlich erschienene Publikation die Ruthenium-4d-to-2p-Röntgenemissionsspektroskopie (XES) zum ersten Mal systematisch untersucht.

Natalia Levin, Sergey Peredkov und Serena DeBeer an der X-rayBeamline – Foto © MPI CE

In Kombination mit einfachen theoretischen Berechnungen bietet diese Technik einen sehr detaillierten Einblick in die elektronische Struktur von Molekülen auf Rutheniumbasis. Die Wissenschaftler hoffen, dass 4d-to-2p XES den Weg für eine weitere Katalysatoren-Optimierung ebnen wird. Zumal die Arbeit eben in Inorganic Chemistry publiziert wurde.

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