Industrie zahlt CO2-Abgabe erst mal doppelt

Zwei Milliarden Euro Mehrbelastung in den ersten 18 Monaten

Die im Klimapaket der Bundesregierung beschlossene CO2-Abgabe auf Energieträger wie Erdgas und Benzin trifft auch Betriebe, die im EU-Emissionshandel schon für CO2 zahlen. Die versprochene Kompensation gibt es erst mit 18 Monaten Verspätung – schreibt am 11.08.2020 in der Frankfurter Allgemeine Zeitung. Vom 01.01.2021 an müssen Importeure, Großhändler und Raffinieren für die von ihnen in Verkehr gebrachte Menge an fossilen Treib- und Brennstoffen Emissionszertifikate kaufen. Der Preisaufschlag soll an die Endverbraucher weitergereicht werden, das klimaschädliche Heizen mit Öl oder Tanken mit Benzin und Diesel verteuern – und im Idealfall eine Lenkungswirkung hin zu erneuerbaren Technologien entfalten.

Industriebetriebe erwartet dadurch eine Doppelbelastung. Im Fall von gasbefeuerten Dampfkesseln verteuert sich beispielsweise der Energieträger, obwohl der Anlagenbetreiber für die jährlich ausgestoßene Menge CO2 schon europäische Emissionszertifikate erwerben muss – ein Szenario, vor dem Industrievertreter frühzeitig gewarnt haben und das die Bundesregierung explizit zu vermeiden versprochen hatte. Doch ein vom Bundesumweltministerium jüngst vorgelegter Verordnungsentwurf hat die Gemüter keineswegs beruhigt, im Gegenteil…

->Quelle und vollständiger Artikel: faz.net/industrie-zahlt-co2-abgabe-doppelt