2019 verkaufte Airbus-Flugzeuge emittieren weniger CO2 als Deutschland

67 Gramm pro Passagier und Kilometer

Der europäische Luftfahrtkonzern Airbus hat zum ersten Mal eine Klimabilanz seiner Flugzeuge veröffentlicht. Der weltgrößte Flugzeugbauer legt offen dar, wie hoch der CO2-Ausstoß der vom Konzern hergestellten Maschinen ist. “Vor allem der Vergleich zu den Emissionswerten von ganz Deutschland überrascht”, schreibt die Welt; aber:”hinter der Aktion von Airbus steckt Kalkül”.  Die vor der Corona-Pandemie 2019 ausgelieferten 863 Flugzeuge dürften demnach im Laufe ihrer etwa 22-jährigen Lebensdauer mit 740 Mio.t etwas weniger CO2 ausstoßen als Deutschland in einem Jahr (805 Mio.t), wie Airbus am Freitag mitteilte.

Air Berlin-Airbus – Foto © Gerhard Hofmann für Solarify

Der europäische Mega-Konzern legte jetzt aber nicht nur Zahlen über die entstehenden CO2– Emissionen bei der Produktion, sondern erstmals auch aus den Flügen resultierende vor. „Ein freiwilliger Schritt“, erklärte Julie Kitcher, Executive Vice-President Communications and Corporate Affairs bei Airbus, auf Anfrage der Welt, die anfügt: “Ein Schritt, den sich Airbus jedoch nicht ohne Hintergedanken überlegt hat. “Wir wollen damit unser Engagement verdeutlichen, zur Dekarbonisierung der Branche beizutragen”. Denn Frankreich hat seine Milliardenhilfen für Airbus in der Corona-Krise an eine bessere Klimabilanz geknüpft.

Deutschland hatte 2019 65 Millionen Tonnen oder rund acht Prozent mehr als die im gleichen Jahr ausgelieferten Airbus-Flugzeuge emittiert. Airbus zufolge entspricht der Gesamtausstoß rund 67 Gramm CO2 pro Passagier und Kilometer bei einer durchschnittlichen Auslastung der Maschinen. Im Corona-Jahr 2020 lieferte Airbus deutlich weniger Flugzeuge aus. Der Hersteller schätzt den CO2-Verbrauch der 566 Maschinen auf 440 Millionen Tonnen. Das entspräche in etwa dem Treibhausgas-Ausstoß Frankreichs im Jahr 2019.

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