Weltweite Ringfahndung nach Dunkler Materie

Sensornetzwerk GNOME publiziert erstmals umfassende Daten in Nature Physics

Ein internationales Forscherteam unter federführender Beteiligung des Exzellenzclusters PRISMA der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und des Helmholtz-Instituts Mainz (HIM) Helmholtz-Instituts Mainz (HIM)hat am 20.01.2022 erstmals umfassende Daten zur Suche nach Dunkler Materie mit einem weltweiten Netzwerk an optischen Magnetometern veröffentlicht. Durch korrelierte Messungen an zahlreichen Stationen des GNOME-Netzwerks sollten Dunkle-Materie-Felder ein charakteristisches Signalmuster erzeugen, so die Überlegung. Bei der Analyse von Daten aus einem einmonatigen Dauerbetrieb von GNOME gab es noch keinen entsprechenden Hinweis. Die Messung erlaubt es aber, Einschränkungen in Bezug auf die Eigenschaften der Dunklen Materie zu formulieren, wie die Forscher in Nature Physics berichten. (Grafik: Das weltweite PRISMA-GNOME-Netzwerk – © Hector Masia Roig, JGU, HIM, CC BY 4.0) weiterlesen…

Schwergewichtiger Kandidat für Dunkle Materie

Potsdamer Forscher postulieren neues Teilchen namens Gravitino und schlagen Nachweismethode vor

Etwa ein Viertel des Universums liegt buchstäblich im Schatten. Denn nach den Theorien der Kosmologen bestehen 25,8 Prozent aus Dunkler Materie, die sich im Wesentlichen über die Gravitation bemerkbar macht. Woraus dieser Stoff besteht, ist bisher unbekannt. Hermann Nicolai, Direktor am Potsdamer Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik, und sein Kollege Krzysztof Meissner von der Universität Warschau schlagen nun einen neuen Kandidaten namens Gravitino vor. weiterlesen…

eROSITA – Jagd nach der Dunklen Energie beginnt

Raumsonde „Spektrum-Röntgen-Gamma“ vor gigantischster kosmischer Inventur

Am 21.06.2019 um 14:17 Uhr MESZ ist die Raumsonde Spektrum-Röntgen-Gamma (SRG) von der kasachischen Steppe aus zu einer spannenden Reise aufgebrochen, meldet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Eine Proton-Rakete bringt unterdessen die Raumsonde vom Kosmodrom Baikonur mit dem deutschen Röntgenteleskop eROSITA und seinem russischen Partnerinstrument ART-XC zu ihrem 1,5 Millionen Kilometer entfernten Ziel – dem Lagrange-Punkt 2. Von diesem Ort des Kräftegleichgewichts aus wird eROSITA (extended Roentgen Survey with an Imaging Telescope Array) die gigantischste kosmische Inventur des heißen Universums beginnen. weiterlesen…

Wie der Glaube an die Schönheit eine Krise in der Physik ausgelöst hat

Anil Ananthaswamy untersucht in nature Sabine Hossenfelders Analyse „How Beauty Leads Physics Astray – Lost in Math“, warum das Fach in einer Sackgasse steckt.

„Warum sollten sich die Naturgesetze darum kümmern, was ich schön finde?“ Mit dieser Aussage will die theoretische Physikerin und produktive Bloggerin Sabine Hossenfelder in ihrem neuen Buch Lost in Math eine Geschichte erzählen, die sowohl beruflich als auch persönlich ist. Sie erforscht den Morast, in dem sich die moderne Physik befindet, dank der Verbreitung von Theorien, die nach ästhetischen Kriterien entwickelt wurden, und nicht anhand von Experimenten. Das Buch zeigt auch Hossenfelders eigene Kämpfe mit diesem Ansatz. weiterlesen…

Empfindlichkeits-Rekord bei der Suche nach Dunkler Materie

XENON1T setzt neue Grenzen für „WIMPs“

Kosmologische Beobachtungen legen nahe, dass das Universum zum großen Teil aus Dunkler Materie besteht. Was diese Materie ausmacht, ist allerdings bislang vollkommen unbekannt. Der weltweit empfindlichste Detektor, XENON1T, verwendet kaltes, flüssiges Xenon. Die Forscher der internationalen XENON-Kollaboration haben einer Medienmitteilung des Max-Planck-Instituts für Kernphysik zufolge am 28.05.2018 die Ergebnisse einer einzigartigen Suchkampagne präsentiert, mit der sie tief in den erwarteten Bereich vordringen konnten. weiterlesen…