Plastikschmutzfinken am Pranger

Fluch und Segen zugleich – Kunststoffverschmutzung

Der kürzlich erschienene achte DIRTY PROFITS Report widmet sich dem Thema „Plastikprofite von Banken und Konzernen und ihre Folgen für die Umwelt“. In der durch die Friedrich-Ebert-Stiftung mitgeförderte Ausgabe hat Herausgeberin Facing Finance die finanziellen Beteiligungen europäischer Banken an internationalen Konzernen untersucht, die an der globalen Plastikverschmutzung maßgeblichen Anteil haben. weiterlesen…

Innovatives Recycling

Wie aus Plastikmüll Strom und Wasserstoff wird

Das britische Unternehmen PowerHouse Energy verspricht, aus Plastikmüll Strom und Wasserstoff gewinnen zu können. Mittels eines innovativen Verfahrens werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und nicht nur Kunststoffabfälle beseitigt, die sonst nicht recycelt werden können, sondern ein energiereiches Synthesegas gewonnen, als Nebenprodukt entsteht Wärme. Wie das geht beschreibt Joschua Katz am 16.01.2021 in energiezukunft. weiterlesen…

Fast 90 Prozent bereit zu Lebensstiländerung

BUND-Umfrage: “Wahljahr muss Weichen für Verkehrs-, Agrar- und Ressourcenwende stellen”

Mit guten Vorsätzen ins neue Jahr – viele Menschen nehmen sich zum Jahreswechsel etwas für die Zukunft vor. Mit Blick auf das Bundestagswahljahr 2021 hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) nachgefragt: Wie groß ist der Veränderungswille in der Bevölkerung angesichts von Klimakrise, Artensterben und Umweltverschmutzung und was erwarten Bürgerinnen und Bürger von der Politik? Das Ergebnis der vom BUND in Auftrag gegebenen und am 22.12.2020 mit einer Medienmitteilung veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Instituts Kantar: Eine große Mehrheit im Land ist zu deutlichen Änderungen ihrer Lebensweise bereit. Die Politik soll handeln. weiterlesen…

Greenpeace-Analyse: Mikroplastik in Meerestieren

Austern und Miesmuscheln bei Stichproben betroffen

Miesmuscheln, Heringe und Austern aus dem Hamburger Fischhandel enthalten Mikroplastik. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Süddänischen Universität im Auftrag von Greenpeace. Greenpeace-Mitarbeiter hatten im November Stichproben der Meeresfrüchte und Fische gekauft. Sie stammen laut Händlerangaben aus Nord-, Ostsee und Nordatlantik. Die insgesamt 72 Tiere wurden anschließend im Institut für Biologie der Universität Süddänemark in Odense untersucht. In sechs von zehn Austern, in acht von 20 Miesmuscheln und in zwei von drei Heringen wurde Mikroplastik nachgewiesen. weiterlesen…

BMU mit Förderprogramm gegen Meeresvermüllung

Internationale RETech-Konferenz bietet Plattform für Abfallvermeidung und Recycling in Asien und Afrika

Das Bundesumweltministerium legt ein neues Förderprogramm zum Aufbau von Entsorgungs- und Recyclingstrukturen in Asien und Afrika auf. Es konzentriert sich – einer gemeinsamen Pressemitteilung aus dem BMU vom 21.11.2019 mit der German RETech Partnership folgend – auf Länder und Flussregionen, aus denen weltweit gesehen, die größten Müllmengen in die Meere gelangen. Diese liegen in Asien und Afrika. Darüber hinaus sollen Projekte in küstennahen Regionen und Inselstaaten durchgeführt werden, wo die Haupteinträge der Abfälle unmittelbar von Land aus erfolgen. Das Programm wird im Rahmen der 3. Internationalen RETech-Konferenz in Berlin vom 21. bis 22.11.2019 vorgestellt, bei der sich Fachleute über Projekte und Initiativen zum Aufbau umweltgerechter und nachhaltiger Abfallentsorgungssysteme zum weltweiten Schutz von Küsten und Meeren austauschen. weiterlesen…

Meeresalgen verdauen Plastik mittels Bakterienenzym

Marburger Biologen übertrugen Bakteriengene in Kieselalgen

Plastikmüll am Strand von Havanna, Kuba - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyPlastikmüll landet tonnenweise im Meer. Jetzt soll aufgeräumt werden: Ein Bakterienenzym versetzt einer Medienmitteilung zufolge Mikroalgen in die Lage, Plastikmüll im Salzwasser abzubauen. Damit schafft es die Kieselalge Phaeodactylum tricornutum, Plastikmüll im Salzwasser abzubauen. Marburger Zellbiologen haben das herausgefunden, indem sie eine Kieselalge mit dem Enzym PETase aus einem Bakterium, das die PETase zum Abbau von Kunststoff nutzt versahen. Das Team um den Marburger Nachwuchsgruppenleiter Daniel Moog veröffentlichte seine Ergebnisse in der Fachzeitschrift Microbial Cell Factories. Ocean Cleanup will jetzt auch Flüsse vom Plastikmüll befreien. weiterlesen…

Tonnenweise chinesische Plastikflaschen im Südatlantik

Forscher vermuten illegale Entsorgung durch Schiffe

Auf der entlegenen Insel “Inaccessible” bei Tristan de Cunha im Südatlantik hat der südafrikanische Vogelkundler Peter Ryan mit seinen Kollegen während einer zweimonatigen Expedition entlang eines etwa einen Kilometer langen Küstenstreifens 2018 fünf Tonnen Plastikmüll gesammelt – darunter Tausende PET-Flaschen aus chinesischer Produktion. Nach ihren Berechnungen wurden diese wahrscheinlich von Schiffen über Bord geworfen – ein klarer Verstoß gegen internationale Abkommen. Die Wissenschaftler haben ihre Erkenntnisse und Vermutungen in den Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS) veröffentlicht, schrieb am 30.09.2019 in der Süddeutschen Zeitung. weiterlesen…