SWP: Erdgas-Versorgungssicherheit

Versorgungssicherheit beim Erdgas
Ein Schlaglicht auf vier Herausforderungen für die Politik

von Kirsten Westphal

SWP-Aktuell 2012/A 24, April 2012, 8 Seiten

Anfang Februar 2012 hatten Kürzungen der russischen Erdgaslieferungen Engpässe in der Versorgung Südwestdeutschlands zur Folge. Das alte Thema sichere Versorgung mit Erdgas hat somit aktuelle Brisanz und neue Qualität gewonnen. Das Versorgungssystem zeigte weniger Robustheit (Resilienz) als noch während des russisch-ukrainischen Gasstreits 2009, obwohl damals zeitweise keinerlei Lieferungen über die Ukraine erfolgten. Die mangelnde Resilienz hat auch mit der sensiblen Übergangsphase zu tun, in der sich die Gaswirtschaft befindet. Im Ergebnis wird der Markt kaum allein Versorgungssicherheit gewährleisten. Die Politik ist hier nicht nur im Binnenmarkt, sondern auch bei den Außenbeziehungen gefordert.
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Stromnachfrage zu jeder Zeit gedeckt

Es gibt keine Versorgungslücke

2020 decken die Erneuerbaren Energien bereits 47 Prozent des Strombedarfs in Deutschland. Damit werden sie zur tragenden Säule im Strommix. Mit ihrem Wachstum ersetzen sie die Atomkraft, die nach dem gesetzlich vereinbarten Ausstieg 2020 voraussichtlich nur noch 9 Milliarden kWh oder rund ein Prozent zur Stromversorgung beiträgt. Zusätzlich reduzieren die Erneuerbaren den Verbrauch der fossilen Brennstoffe Kohle und Gas zur Stromerzeugung. Die Stromnachfrage ist jederzeit gedeckt. Es gibt also weder eine Versorgungslücke, noch Bedarf an zusätzlichen Großkraftwerken. Das sind die wesentlichen Ergebnisse der Branchenprognose zum Ausbau der Erneuerbaren Energien im Stromsektor, die Experten aus Unternehmen und Verbänden erstellt und am 28.01.2009 präsentiert haben. weiterlesen…