Die Konsequenzen des Nichthandelns

Angesichts dieser Projektionen reichen die vereinzelten Besserungen der Vergangenheit nicht mehr aus. Die Umweltbelastungen verschärfen sich gegenseitig und können binnen kürzester Zeit zu Veränderungen führen, die nicht mehr steuerbar sind. Natürliche Systeme wandeln sich nicht linear. Werden bestimmte Schwellen oder Kipp-Punkte überschritten, kommt es zu unmittelbaren und nichtkorrigierbaren Schäden.

Mögliche Maßnahmen

Der Bericht nennt eine Reihe von Maßnahmen, die den negativen Ausblick aufhellen und das Wohl künftiger Generationen sichern können. Er plädiert unter anderem dafür, Umweltverschmutzung durch Steuern oder weltweiten Emissionshandel zu verteuern; natürliche Ressourcen (etwa Wasser) mit einem Preis zu versehen und Märkte für sie zu schaffen oder wirtschaftliche Instrumente mit Vorschriften und Normen zu kombinieren (z.B. für die Luftqualität oder bei der Raumplanung). Außerdem spricht er sich dafür aus, umweltschädliche Subventionen – etwa für fossile Brennstoffe, Landwirtschaft und Fischerei – abzuschaffen. Weiterhin bedarf es einer gezielten Förderung CO2-armer Technologien, einer Maximierung der Wasserproduktivität in Landwirtschaft und Industrie sowie anderer Neuerungen, die die Umwelt entlasten. Diese „grünen“ Technologien müssten zudem auch in Entwicklungsländern bereitgestellt werden, in denen in den kommenden Jahrzehnten das prozentual größte Wachstum erwartet wird.

Dringender länder- und sektorenübergreifender Handlungsbedarf

Vor allem aber ist es laut Bericht unerlässlich, Maßnahmen sektor- und länderübergreifend zu vereinbaren. Regelmäßige Beobachtung und Bewertung soll dabei Synergien fördern und Widersprüche zwischen einzelnen Initiativen verhindern. Strategische Partnerschaften zwischen staatlichen und privaten Akteuren, zum Beispiel Unternehmen, Forschungseinrichtungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, können nach Ansicht der Autoren die Effizienz der Projekte erhöhen.