Die Konsequenzen des Nichthandelns

Nur ambitionierte und zügig auf internationalem Level umgesetzte Maßnahmen können verhindern, dass Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländer erheblichen ökonomischen und gesellschaftlichen Schaden nehmen. Ohne Politikwechsel griffe das Basisszenario des Berichts, wonach:

  • der weltweite Primärenergieverbrauch 2050 um 80 Prozent höher liegen wird als heute. Schon in den kommenden Jahrzehnten werden die sogenannten BRIICS-Länder – Brasilien, Russland, Indien, Indonesien, China und Südafrika – mehr Energie verbrauchen als die 34 Mitglieder der OECD. Da der Anteil fossiler Energieträger im Weltenergiemix mit 85 Prozent eher zunimmt, würden etwa 50 Prozent mehr Treibhausgase ausgestoßen werden als heute. Die Folgen: beschleunigter Klimawandel und Luftverschmutzung.
  • städtische Luftverschmutzung 2050 für den Großteil aller umweltbedingten Todesfälle verantwortlich sein wird: 3,6 Millionen Menschen weltweit könnten dann jedes Jahr an Feinstaub sterben – doppelt so viele wie heute. Die Metropolregionen Indiens und Chinas hätten unter diesem Trend am stärksten zu leiden. Im OECD-Raum dürften sich vor allem Todesfälle durch bodennahes Ozon mehren.