Neue Forschungsfabrik für Li-Ion-Akkus

KIT startet Pilotfertigung für neuartige Lithium-Ionen-Zellen

Der flächendeckende Einsatz von Lithium-Ionen-Batterien in Elektrofahrzeugen und stationären Speichern könnte der Energiewende zum Durchbruch verhelfen. Fehlende Wirtschaftlichkeit und begrenzte Leistungsfähigkeit behindern aber derzeit noch den Markteintritt. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine „Forschungsfabrik“ für die Kleinserien-Produktion von Lithium-Ionen-Zellen angelaufen, in der neue Produktionstechniken entwickelt werden, die den enormen Ansprüchen an Produktqualität und Wirtschaftlichkeit genügen.

Auf fast 1500 Quadratmetern entwickelt das KIT neuartige Produktionsverfahren für kostengünstigere und leistungsfähigere Lithium-Ionen-Batterien.

„Mit dieser neuartigen Forschungsinfrastruktur gehen wir jetzt daran, noch unreife Produktionsprozesse bereits in einem frühen Stadium zu validieren, zu automatisieren und damit industrietauglich zu machen“, erklärt Prof. Dr. Jürgen Fleischer, der mit seinem Team im Rahmen des Projekts Competence E am KIT für den Aufbau der Forschungsfabrik und die Produktionsforschung verantwortlich ist.

Sowohl für stationäre Speicher als auch für schnellladefähige Fahrzeugbatterien müssen kostengünstige und leistungsfähige Lithium-Ionen-Zellen zum Einsatz kommen. In der Forschungsfabrik werden daher einzelne Fertigungsschritte für deren Herstellung vollständig neu entwickelt. „Wir verlassen jetzt den Pfad bisher bekannter Fertigungstechnologien und entwickeln völlig neue Produktions- und Integrationsverfahren für Lithium-Ionen-Zellen“, so Fleischer.

Folgt: Trockenraum mit Taupunkt von fast -80 °C