Rekord in Bolivien:
Weltweit größte PV-Diesel-Hybrid-Anlage

SMA liefert Systemtechnik  – Batteriespeicher

Lange hat es gedauert, bis Bolivien – einmal das silberreichste Land der Erde – nach dem Weltrekord in Militärputschen (die Zahl schwankt zwischen 100 und 193 seit 1825) sich erneut in die Liste der Rekorde eintragen konnte: In der Provinz Pando im Norden Boliviens wird zurzeit das weltweit größte PV-Diesel-Hybrid-Kraftwerk mit Batteriespeichern gebaut. Die SMA Solar Technology AG (SMA) liefert dafür neben den Photovoltaik-Wechselrichtern auch den SMA Fuel Save Controller für die bedarfsgerechte Steuerung der Solarenergieeinspeisung sowie vier neu entwickelte Wechselrichter für große Batteriespeicher mit Li-Ionen-Technologie.

Die PV-Diesel-Hybrid-Anlage mit Batteriespeichern soll mit einer installierten Leistung von rund 5 MW sauberen Solarstrom produzieren und damit ungefähr die Hälfte des Energiebedarfs der Provinzhauptstadt Cobija und angrenzender Ortschaften etwa 600 Kilometer nördlich von La Paz an der Grenze zu Brasilien abdecken.

[note Die Kombination von PV-Kraftwerken mit Dieselgenaratoren ist nicht ganz neu. (Im September 2013 berichtete das pv magazine darüber.) Neu an der Anlage in Bolivien ist die Integration eines Batteriespeichers. Damit können zusätzliche Backup-Kapazitäten beim Dieselgenerator eingespart werden. Bei Wolkendurchgängen springt zuerst der Batteriespeicher ein, bevor der Dieselgenerator anlaufen muss.]

Rund 37 GWh Energie verbrauchen Einwohner und Unternehmen pro Jahr – Tendenz steigend. Der Strom für das lokale Netz wird bislang ausschließlich mit Dieselgeneratoren produziert, da die Region nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen ist. SMA liefert für die Anlage sechs Sunny Central 800CP-XT Zentral-Wechselrichter, vier Sunny Central Storage 630 Batterie-Wechselrichter und den SMA Fuel Save Controller als zentralen Bestandteil der Regelung des Hybrid-Systems. Generalunternehmer (EPC) des Projekts ist die Isotron S.A.U. (Grupo ISASTUR). Eigentümer der Anlage ist der Bolivianische Energieversorger ENDE, und die Projektverantwortung trägt die Firma Eléctrica Guarachi S.A.

Volker Wachenfeld, Senior Vice President Off-Grid & Storage bei SMA, freut sich über den Pionier-Einsatz der SMA Fuel Save Solution in dem PV-Diesel-Hybrid-Kraftwerk, das noch in diesem Jahr den ersten Solarstrom einspeisen wird: „Mit unserer intelligenten Regelungstechnik können wir auch große Solarstromanteile in Dieselnetze einbinden. Das reduziert Betriebskosten, [[CO2]]-Emissionen und die Abhängigkeit von Dieselkraftstoff erheblich. Die für diese technologische Herausforderung entwickelte SMA Fuel Save Solution beinhaltet als Hauptkomponente neben den Wechselrichtern den SMA Fuel Save Controller. Er übernimmt die bedarfsgerechte Steuerung der solaren Einspeisung an der Schnittstelle zwischen Dieselgenerator, Photovoltaik-Generator und Verbrauchern. Der SMA Fuel Save Controller erfasst die Energieflüsse im Inselnetz und berechnet daraus die maximal zulässige Photovoltaikleistung. So gewährleisten wir eine permanente Systemstabilität und eine reibungslose Steuerung der Dieselaggregate.“

Bisher haben nur rund 80 Prozent der Einwohner Boliviens Zugang zu elektrischer Energie. Daher beschäftigt sich die Regierung mit neuen Möglichkeiten zur Energieerzeugung und deren Bereitstellung für die Bevölkerung. Ziel sei es, bis 2015 eine stabile Versorgung für 95 Prozent der Bevölkerung zu schaffen, so der zuständige Regierungsmitarbeiter Hugo Sosa im vergangenen Jahr. Dabei sollen auch Erneuerbare Energien zum Einsatz kommen. [note Carachipampa bei Potosi, eine überdimesionierte Metallschmelze, für die fast das geamte Rohstoffaufkommen Boliviens nicht ausgereicht hätte,  ist eine der größten Fehlinvestitionen (300 Mio.) der Entwicklungshilfe – Foto © Gerhard Hofmann/Agentur Zukunft, 1994] Bolivien birgt dank der sehr hohen Sonneneinstrahlung ein signifikantes Potenzial für Solarenergie. Die technischen Anforderungen an die eingesetzten Komponenten sind dabei hoch, da die bolivianische Hochebene, zentraler und größter Teil des Landes, durchgehend auf rund 4000 Metern Höhe liegt. SMA ist in Südamerika mit einer Niederlassung in Santiago de Chile vertreten.


->Quelle: sma.de

Über SMA
Die SMA Gruppe ist mit einem Umsatz von über 930 Mio. Euro im Jahr 2013 Weltmarktführer bei Photovoltaik-Wechselrichtern, einer zentralen Komponente jeder Solarstromanlage, und bietet innovative Schlüsseltechnologien für künftige Energieversorgungsstrukturen an. Sie hat ihren Hauptsitz in Niestetal bei Kassel und ist in 21 Ländern vertreten. Die Unternehmensgruppe beschäftigt weltweit mehr als 5 000 Mitarbeiter. SMA produziert ein breites Spektrum von Wechselrichter-Typen, das geeignete Wechselrichter für jeden eingesetzten Photovoltaik-Modultyp und alle Leistungsgrößen von Photovoltaikanlagen bietet. Das Produktspektrum beinhaltet sowohl Systemtechnik für netzgekoppelte Photovoltaikanlagen als auch für Insel- und Hybridsysteme. Das Leistungsspektrum wird durch umfangreiche Serviceleistungen und die operative Betriebsführung von solaren Großkraftwerken abgerundet. Seit 2008 ist die Muttergesellschaft SMA Solar Technology AG im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse (S92) notiert und im TecDAX gelistet.
->Quelle: sma.de; pv-magazine.de; pv-magazine.de/solar-fuel-saver