Kupfervorräte ausreichend für Elektromobilität

Es ist genug Kupfer da

Trotzdem braucht man sich keine Sorgen darüber zu machen, ob die durch die Elektromobilität erhöhte Nachfrage nach dem Funktionsmetall gedeckt werden kann: Laut der der United States Geological Survey (USGS)  wurden Jahr 2013 die weltweiten Reserven mit ca. 680 Mio. t Kupfer angegeben. Dies sind definitionsgemäß die zu heutigen Preisen und mit heutiger Technik wirtschaftlich gewinnbaren Anteile an den Vorräten. Die Ressourcen, die zurzeit nicht wirtschaftlich gewinnbar sind, jedoch zur Verfügung stehen würden, belaufen sich nach USGS sogar auf mehr als 3.000 Mio. t. Klassert dazu: „Die Menge der Kupferressourcen berücksichtigt aber noch nicht die enormen Mengen an Kupferlagerstätten, die in Tiefseeknollen und massiv-sulfidischen Lagerstätten gefunden wurden.

Durch laufende und zukünftige Explorationsmöglichkeiten wird sich die Zahl der Reserven und bekannten Ressourcen weiter erhöhen. Wer also beim Ausbau der Elektromobilität auf Kupfer setzt, geht kein Risiko ein.“ Der Ausbau der Elektromobilität hängt allerdings nicht nur von der Weiterentwicklung alternativer Antriebssystem ab – ein wichtiger Baustein ist auch die Netzintegration von Energieerzeugung auf Basis erneuerbarer Energien sowie die Entwicklung von Smart Grids, Batteriesystemen und energieeffizienter Leistungselektronik für stationäre und mobile Anwendungen ein Bereich, mit dem sich das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg intensiv beschäftigt.

Schnittstelle Elektrofahrzeug und Netz

„Unser Schwerpunkt liegt auf der Forschung und Entwicklung im Bereich Energiesysteme auf Basis erneuerbarer Energien“, erläutert Dr. Günther Ebert, Leiter Bereich Elektrische Energiesysteme am ISE, die Tätigkeiten seines Instituts. „Im Bereich der Elektromobilität beschäftigen wir uns insbesondere mit Fragestellungen an der Schnittstelle zwischen Elektrofahrzeug und Netz. Schwerpunkte sind die Entwicklung innovativer und energieeffiziente Ladetechnik, sowohl kabelgebunden als auch induktiv. Wir arbeiten aber auch daran die Beladung der Elektrofahrzeuge möglichst netzfreundlich zu gestalten und auch an der Rückspeisung der Energie aus dem Fahrzeug ins Netz, um die Fahrzeugbatterie in Zukunft auch als Puffer verwenden zu können. Auch die dafür nötige Kommunikation zwischen Fahrzeug und Netz bzw. dem Energieversorger ist ein wichtiges Thema.“

Auch hier kann Kupfer laut Dr. Klassert punkten: „Generell ist Kupfer bei der Energiewende ein ebenso wichtiges Element wie im Bereich der erneuerbaren Energien. Eine hohe Leitfähigkeit und seine hervorragenden Korrosionseigenschaften prädestinieren den Werkstoff auch hier für viele Einsatzbereiche. So ist Kupfer natürlich auch ein Bestandteil von Stromtankstellen, ob solar oder konventionell. Und auch in der automobilen Kommunikationstechnik bzw. der Kommunikation zwischen Fahrzeug und Netz ist das Material wie in anderen Bereichen der Datenübertragung zu finden.“

Die Diskussion mit den Experten bestätigte einmal mehr, dass Kupfer seine Berechtigung als wichtiges Funktionsmetall beim Ausbau der Elektromobilität und den entsprechenden Netzen hat. Das Deutsche Kupferinstitut wird in zahlreichen internen und externen Projekten in Zusammenarbeit mit Industrie und Forschung das Thema intensiv weiterverfolgen. Klassert abschließend: „Es liegt noch viel Arbeit vor uns, aber ich bin sicher, die Weiterentwicklung der Elektromobilität bzw. alternativer Antriebe braucht Kupfer.“

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