CO2-Ausstoß nächster Konfliktpunkt

Dobrindt hat angeblich  prüfen lassen – sagt aber (wieder) nichts

Alexander Dobrindt - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftDer Bundesverkehrsminister schien aufgewacht – das zähe Insistieren der DUH hatte nach und nach sämtliche europäischen Autoschmieden ob ihrer NOx-Werte auf der Sünderbank vereint, obwohl Dobrindt so lange gezögert hatte, bis die DUH “Rechtsbeugung!” rief. Jetzt aber ließ der zögerliche Verkehrsminister offenbar auch den CO2-Gehalt der Auspuffgase nachprüfen, denn laut dpa, der Süddeutschen Zeitung und hr-info liegen die Messungen sogar schon vor, aber Dobrindt hält die Werte bislang unter Verschluss.

BMVI - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftWie hr-info berichtet, hat das BMVI bereits bei Abgastests auf Prüfstand und Straße die CO2-Emissionen ermitteln lassen. Der “Süddeutschen Zeitung” sagte der CSU-Minister, die für die Aufklärung der durch Volkswagen ausgelösten Abgas-Affäre gebildete Untersuchungskommission bleibe bestehen; das Gremium werde weiter benötigt, so Dobrindt. Eben stehe zwar Stickoxid im Vordergrund, “aber auch CO2 kann uns beschäftigen.” Die Aufklärungsarbeit sei noch nicht zu Ende.

Doppelauspuff, keinen Bagatell-CO2-Wert verheißend - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft 20140925Warum Dobrindt die Werte aber bislang nicht veröffentlicht, ist unklar und heizt Spekulationen an. Denn der Kohlendioxid-Ausstoß im Straßenverkehr gilt als wesentlicher Faktor der Erderwärmung. Der CO2-Ausstoß lässt zudem auf den realen Spritverbrauch schließen. Je mehr Treibhausgas ein Motor durch den Auspuff jagt, desto mehr verbraucht er meist auch.

Im Prüfbericht, den Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) vor einer Woche vorgestellt hat, kommt das Wort CO2-Werte nur einmal vor, an der Stelle, als von zwei Ford C-Max-Modellen die Rede ist, heißt es, man habe die hohe Motorbelastung beim Straßentest an den “gemessenen CO2-Werten” ablesen können, allerdings ohne Zahlenangabe. Warum der Bericht diese Informationen verschweigt, habe das Ministerium auf mehrfache Anfrage von hr-iNFO nicht sagen wollen.

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