Silizium auf Partnersuche

Neue Konzepte für Tandemsolarzellen vom ISFH

logo-isfhAm Institut für Solarenergieforschung Hameln (ISFH) fand am 22.09.2016 ein Kickoff-Meeting für das neue, von mehreren Partnern aus der Solarindustrie unterstützte Forschungsvorhaben EASi („Epitaxiefreier*) Absorber für kostengünstige Tandemsolarzellen auf Silizium“) statt, das vom BMWi mit einer Summe von 1,7 Millionen Euro gefördert wird.
*)Für Epitaxie siehe solarify.eu/epitaxie.
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Bei Tandemsolarzellen wird eine zweite Absorberschicht verwendet, die den höherenergetischen Spektralbereich des Sonnenspektrums optimal ausnutzt. Bild: Bestandteile einer Tandemsolarzelle – metallisches Vorprodukt (weiß), epitaxiefrei gewachsene neuartige Absorberschicht (grau) und Si-Basiszelle (blau gemustert) – Foto © ISFH, Brendemühl

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“Auf diese Weise lässt sich das physikalische Wirkungsgradlimit einfacher Solarzellen umgehen, was die Tandemtechnik zu einer attraktiven Zukunftsperspektive für die Photovoltaik macht“ erklärt raphael-niepelt-foto-isfh-deDr. Raphael Niepelt, der das neue Projekt leitet. Bisher können Tandemsolarzellen nur mit sehr teuren Prozessen hergestellt werden, was ihren Einsatz auf Spezialfälle wie zum Beispiel die Weltraumtechnik begrenzt. Das ISFH arbeitet in EASi nun an der Entwicklung von kostengünstigen Optionen für die Herstellung von Tandemsolarzellen auf Siliziumbasis, um dadurch den Einsatz dieser hocheffizienten Technik auch in der Breite zu ermöglichen.

rolf-brendel-foto-isfh-de„Durch den perspektivisch höheren Solarertrag pro Fläche können die heute schon konkurrenzfähigen Stromkosten für Photovoltaik noch einmal signifikant gesenkt werden“, sagt Prof. Rolf Brendel, Geschäftsführer des Instituts – und demnächst neuer Co-Direktor des Freiburger ISE. „Die Ziele des Projektes stehen dabei im Einklang mit der langfristigen Strategie des Instituts, unsere Partner aus der Industrie bei der Entwicklung von hocheffizienten solaren Komponenten zu unterstützen“, so Brendel weiter .

Das ISFH ist eine gemeinnützige GmbH des Landes Niedersachsen und widmet sich nach eigenen Angaben “seit 29 Jahren der Entwicklung effizienter Solarsysteme mit kostengünstigen Komponenten. Das entwickelte Know-how und seine Forschungsinfrastruktur machen das ISFH zu einem attraktiven Partner für die Solarindustrie, mit der das Institut in industrie- und öffentlich geförderten Forschungsprojekten zur Unterstützung sowohl der heimischen Wirtschaft als auch der weltweiten Nutzung der Solarenergie zusammenarbeitet.”

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