Alltagsnutzen der Klimaforschung vermitteln

Die designierte Wissenschaftsministerin Anja Karliczek will Ängste vor Auswirkungen des Klimawandels mindern

Sie sei von ihrer Berufung durch Bundeskanzlerin Merkel überrascht gewesen, sagte die eben nominierte Bildungs- Wissenschaftsministerin Anja Karliczek (CDU) in einem Interview mit dem Berliner Tagesspiegel. Sie bringe “Begeisterung für die Wissenschaft” mit und sie fühle sich fit für das Aushandeln der Rahmenbedingungen, unter denen Wissenschaft gut arbeiten kann”, für die Gespräche und Verhandlungen mit den Ländern, mit Hochschulen und Wissenschaftsorganisationen sehe sie sich “gut gewappnet”.

“Bildung und Wissenschaft waren bislang nicht ihre politischen Schwerpunkte: Seit 2013 sitzt sie für ihren ländlichen Wahlkreis in Nordrhein-Westfalen im Bundestag, profilierte sich im Tourismus- und Finanzausschuss”, so Amory Burchard im Tagesspiegel. Dessen Fragen nach der Skepsis, die ihr als Bank- und Hotelkauffrau mit einem BWL-Diplom von der Fernhochschule Hagen vor allem aus der Wissenschaft entgegengebracht werde, habe sie am 28.02.2018 im Telefonat mit dem Tagesspiegel “freundlich und selbstbewusst pariert.

„Mut zur Zukunft“ könnte ihre Botschaft an die Bürger sein, wenn es um Wissenschaft und Forschung geht, habe sie gesagt- und: „Mit meiner Neugier auf Innovationen in der Wissenschaft und mit meinen Fragen nach ihrer Alltagsrelevanz kann ich sicher auch zu einer größeren Akzeptanz von Wissenschaft beitragen.“ Denn viele Menschen seien verunsichert – etwa, weil sie in extremen Wetterlagen eine kommende Klimakatastrophe erkennen. Hier anschaulich zu machen, wo die Klimaforschung heute steht, welche Szenarien sie entwickelt, könnte den Bürgern viele Ängste nehmen, glaube Karliczek. Der alternden Gesellschaft den Alltagsnutzen von Szenarien aus der Klimaforschung zu vermitteln, könnte auch helfen, die Skepsis gegenüber der Wissenschaft zu verringern, fasste Burchard das Interview zusammen (Ausschnitte).

->Quelle: tagesspiegel.de/nominierte-bundesbildungsministerin-karliczek-will-mit-neugier-und-fragen-punkten