Ergebnisbericht „Technologien für die Energiewende“ übergeben

Bareiß: „Energieforschung wichtiges Element für langfristigen Energiewende-Erfolg“ – Fischedick: “Umfassende Wissensbasis”

Wissenschaftler vom Wuppertal Institut und der TU München haben am 25.07.2018 dem Parlamentarischen Staatssekretär im BMWi, Thomas Bareiß, den übergeben. Der Ergebnisbericht zum Abschluss des strategischen Leitprojekts „Trends und Perspektiven der Energieforschung“ sei ein wichtiger Meilenstein zur Vorbereitung des neuen siebten Energieforschungsprogramms (EFP), das die Bundesregierung einer Medienmitteilung aus dem BMWi zufolge im Herbst 2018 im Kabinett verabschieden will.

Bareiß: „Die Energieforschung ist ein strategisches Element der Energiepolitik und unverzichtbar für den langfristigen Erfolg der Energiewende. Sie hat in den letzten Jahren beeindruckende Resultate geliefert, beispielsweise im Bereich Energiespeicher oder hochenergieeffiziente und klimaneutrale Gebäude, aber auch in der Anwendung Erneuerbarer Technologien wurde viel geleistet. Forschungsanreize sollten allerdings nie einschränken und ausgrenzen, sondern freien Raum und Offenheit bieten. Deshalb ist Technologieoffenheit ein grundlegender Faktor für die Zukunft. Die Ergebnisse aus dem strategischen Leitprojekt ‘Trends und Perspektiven der Energieforschung‘ liefern belastbare wissenschaftliche Erkenntnisse zu Potenzialen innovativer Energietechnologien und damit wichtigen Input für das neue Energieforschungsprogramm der Bundesregierung.“

Zur Vorbereitung des 7. Energieforschungsprogramms hatte das Bundeswirtschaftsministerium 2017 einen breiten Konsultationsprozess durchgeführt. Daran haben sich zahlreiche Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und den Bundesländern beteiligt und unter anderem Positionspapiere und Expertenempfehlungen eingereicht. Ergebnisse wurden im Februar 2018 der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Konsultationsprozess wurde zudem durch das strategische Leitprojekt „Trends und Perspektiven der Energieforschung“ wissenschaftlich begleitet. Die Studienergebnisse dienen als wissenschaftliche Grundlage für das 7. Energieforschungsprogramm.

Im Fokus der Analyse stand eine umfassende, auf vielen Kriterien basierende Technologiebewertung, mit der unter anderem das Innovations- und Marktpotenzial zukunftsfähiger Energietechnologien im internationalen Kontext und die damit verbundenen industriepolitischen Potenziale sowie Innovationslücken bewertet wurden. Die Forscher haben zudem Eckpunkte für die künftige Gestaltung von Förderstrategien in der Energieforschung formuliert.

[note Übergabe der Technologieberichte „TF_Energiewende“ an den parlamentarischen Staatssekretär Thomas Bareiß durch Prof. Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Instituts und Peter Viebahn, stv. Abt.-Ltr. Zukünftige Energie- und Mobilitätsstrukturen am Wuppertal Institut sowie die Verbundpartner Prof. Martin Wietschel (Fraunhofer ISI) und Juri Horst (IZES gGmbH). Ebenfalls anwesend: Vertreter des zweiten Projekts, Christoph Pellinger (Forschungsstelle für Energiewirtschaft FfE) und Patrick Wimmer (TU München) – Quelle: Susanne Eriksson/BMWi.]

Die Auswertung des Konsultationsprozesses und die Ergebnisse des strategischen Leitprojekts sind unter verfügbar.

Folgt: Neues Standardwerk zu Energietechnologien