Scheuer räumt Handlungsbedarf bei CO2-Reduzierung im Verkehr ein

Minister: “Mit Verzicht und Verbot kommen wir nicht weiter”

Nach Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) wuchs der Mineralöl-Absatz 2019 weiter – sowohl für Autos, Lastwagen und Flugzeuge, als auch für Heizungen; letzteres trotz der vergleichsweise wärmeren Witterung. Der Verbrauch von Mineralöl habe 2019 insgesamt um 1,7 Prozent höher als im Vorjahr gelegen, si die AGEB. Der Absatz von Diesel- und Ottokraftstoff sowie Flugbenzin habe einen leichten Anstieg verzeichnet. Entsprechend räumte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) auch “erheblichen Nachholbedarf” bei der geplanten Reduzierung des CO2-Ausstoßes im Verkehrsbereich ein. „Dass der Verkehrssektor einen wesentlichen Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen leisten muss, ist unbestritten“, sagte Scheuer dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

„Daran arbeiten wir intensiv und setzen das Klimapaket konsequent um,“ so Scheuer. Es könne jedoch nicht sein, dass Güter auf dem Hof der Speditionen stehen bleiben und nicht zum Kunden transportiert würden: „Das wäre zum Schaden der deutschen Wirtschaft.“ Scheuer, der sich für seinen Kabinettsposten weiterhin der Unterstützung seines Parteichefs erfreut, nannte es seinen Ansatz, mit Hochdruck daran zu arbeiten, dass die Antriebe alternativ würden und die Kraftstoffe synthetisch: „So gerne ich es wollte: Es ist unrealistisch, von heute auf morgen nur noch Wasserstoff-Lkw und Elektrobusse auf der Straße zu haben.“ Bei Transport und Logistik gebe es immer einen längeren Anlauf, bis sich etwas verändere.

Wie bereits gewohnt, sprach sich der Verkehrsminister gegen Beschränkungen und für Anreize aus: „Wir wollen Klimaschutz über technologische Verbesserung. Mit Verzicht und Verbot kommen wir nicht weiter“. Auch ein Tempolimit helfe “nicht weiter”. Schon jetzt liege die Durchschnittsgeschwindigkeit auf deutschen Autobahnen bei 117 Stundenkilometern.

->Quellen und ganzer RND-Artikel):