Energiewende durch Kohleausstieg

WISO-Diskurs:  – Perspektiven der Verbraucher_innen

Am 15.01.2020 haben sich Bund und Länder auf einen (zwischenzeitlich nicht unumstrittenen) konkreten Zeitplan für das Ende der Kohleverstromung in Deutschland geeinigt. Der Kohleausstieg ist Teil der Energiewende, klimapolitisch notwendig und wird Umfragen zufolge von der Mehrheit der Verbraucher mitgetragen. Um deren Akzeptanz zu erhalten, ist es wichtig, die Umsetzung so verbraucherfreundlich wie möglich zu gestalten – so am 23.01.2020 eine neue Untersuchung von enervis und Ebert-Stiftung.

Die neue Publikation des Arbeitsbereiches Verbraucherpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung „Energiewende durch Kohleausstieg – Perspektiven der Verbraucher_innen“ befasst sich eingehend mit diesem Themenkomplex. Das Diskussionspapier, das unter Mitwirkung von Christoph Pfister und Julius Ecke der enervis energy advisors GmbH verfasst wurde, behandelt und erörtert u.a. folgende Aspekte:

  • Die Kosten des administrativen Kohleausstiegs sollten vollumfänglich aus dem Steuerhaushalt bezahlt werden.
  • Die angedachte Verbraucherentlastung sollte nicht nur den erwarteten Strompreisanstieg vollständig kompensieren, sondern darüber hinaus eine nachhaltige Senkung der Strompreise für Endverbraucher_innen ermöglichen.
  • Um weitere Entlastung bei den Strompreisen zu schaffen, bietet sich eine Senkung der Stromsteuer, die Ermäßigung des Mehrwertsteuersatzes auf Strom sowie möglichst umfassende Finanzierung der EEG-Umlage aus Haushaltsmitteln an.
  • Verbraucherbelange sollten im Rahmen des Monitorings der Energiewende stärker berücksichtigt werden. Hierfür ist es erforderlich, quantifizierbare Indikatoren zu entwickeln, welche die Verbraucherinteressen angemessen abbilden.

Das Diskussionspapier steht auf der Internetseite der Friedrich-Ebert-Stiftung zum Download kostenlos als PDF (s.u.) zur Verfügung.

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