2019 weltweit 6 AKW gestartet und 13 stillgelegt

Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) korrigierte Zahlen für 2019 massiv nach unten

Die Internationale Atomenergie-Agentur (IAEA) hat – ohne das mitzuteilen – ihre Zahlen für 2019 massiv korrigiert: Im abgelaufenen Jahr seien 6 Atomreaktoren mit einer Gesamtleistung von 5,2 Gigawatt (GW) in Betrieb genommen, 13 AKW mit einer Gesamtleistung von 10,3 GW stillgelegt worden.

Dies widerlege “die Atompropagandisten, die seit Jahren behaupten, dass weltweit die Atomkraft wiederaufstehe”, so Raimund Kamm, vom FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.. Unter den 13 im Jahr 2019 stillgelegten Atomreaktoren ist auch das baden-württembergische AKW Philippsburg 2. Jetzt laufen in Deutschland noch sechs Atomreaktoren, darunter als letzter Siedewasserreaktor der Block C in Gundremmingen.

Von den sechs neu in Betrieb genommenen AKW laufen drei in Russland und zwei in China – alles vom Staat gelenkte Wirtschaften mit unterdurchschnittlichem Volkseinkommen. Das sechste neue AKW ist ein Altfall aus Südkorea. Der Reaktor war schon seit dem Jahr 2009 im Bau und wurde trotz des im Juni 2017 vom damals neuen Präsidenten Moon Jae-in verkündeten Kurswechsels Richtung langfristigen Atomausstiegs infolge des starken Lobbydrucks fertiggebaut.

In Ländern, die ihre Energiewirtschaft wettbewerblich organisiert hätten und keine Atomwaffeninteressen verfolgten, sagt Kamm, würden so gut wie keine neuen AKW mehr gebaut. Denn aus diesen koste die Kilowattstunde Strom mehr als 10 ct/kWh,aus neuen großen Photovoltaik- oder Windkraftanlagen je nach Standort nur noch 2,5 bis 6 Cent.

Erst recht, wenn man den verschiedenen Energietechniken System- und Folgekosten für beispielsweise notwendige Speicher oder die weitgehend von Staaten übernommene Haftung für Atomunfälle (die Unfallfolgekosten in Fukushima liegen bereits bei mehr als 100 Milliarden Euro) und die Verwahrung des Atommülls für die notwendige Abklingzeit von über einer Million Jahre oder die Klimaschäden anlaste, hätten die Erneuerbaren Energien preislich gegenüber Atom, Erdgas und Kohle gesiegt. Kamm: “Nur Atomwaffeninteressen verleiten heute noch zu AKW-Plänen.”

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